Glaube im Alltag – Beziehung, die lebt

Beim Young-Professionals-Wochenende im Apostelhaus Ratingen erfuhren die Teilnehmer, dass Glaube wie auch Beziehung Pflege braucht

Ende Januar fand im Apostelhaus Ratingen das erste Young-Professionals-Wochenende im neuen Jahr mit 17 Teilnehmern statt. Das Apostolat feiert inzwischen sein einjähriges Bestehen in Ratingen und in den vergangenen Monaten hat sich bereits ein fester Kern an Teilnehmenden herausgebildet.

Die Wochenenden ziehen vor allem junge Erwachsene zwischen 29 und 34 Jahren an, die bewusst Zeit für Gemeinschaft, Gebet und Freude miteinander verbringen möchten. Begleitet werden die Wochenenden von P. Ignacio Rubio LC, die Leitung liegt bei Stephanie Zankl und Nicole Stolz. Besonders der persönliche Austausch sowie Kleingruppengespräche werden von den Teilnehmenden als große Bereicherung erlebt.

Beziehung braucht Pflege

In seinem Vortrag zum Thema „Glaube im Alltag“ machte P. Ignacio deutlich: Der Glaube ist vor allem Beziehung. Eine Beziehung, die – wie jede andere auch – Pflege braucht. Nicht nur Disziplin und feste Strukturen sind entscheidend, auch wenn sie helfen können. Vor allem aber braucht es Leben, Aufmerksamkeit und echtes Dasein.

P. Ignacio zog den Vergleich zu einer Ehe: Damit eine Beziehung bestehen bleibt, braucht es täglich Zeit füreinander – ungeteilte Aufmerksamkeit, Zuhören, Präsenz. Mindestens ein paar Minuten am Tag, in denen der andere im Mittelpunkt steht. Genauso ist es auch in der Beziehung mit dem Herrn. Es braucht Raum und Zeit im Alltag, um diese Beziehung zu leben. Nicht als Pflicht, sondern als Privileg: den eigenen Lebensweg mit Gott gehen zu dürfen.

In den kleinen Dingen ist ER stark

Dabei muss nicht alles perfekt sein. Unser Alltag, unsere Schwächen und Begrenzungen gehören dazu. Gerade sie erinnern uns an unsere Bedürftigkeit. Wir dürfen mit all unserer Imperfektion zu Gott kommen. Dort, in unserer Schwachheit, bekommt er Raum zu wirken. In den kleinen Dingen des Alltags kann er Gott sein – stark, barmherzig und gegenwärtig.

Natürlich gibt es auch besondere Zeiten, die diese Beziehung vertiefen: Einkehrtage, Exerzitien oder bewusst geschenkte „Bonus-Zeit“ mit dem Herrn. Doch gerade dann, wenn es schwerfällt, wenn wir uns verlieren oder geistig austrocknen, liegt eine besondere Chance darin, vor Gott zu treten. Wenn wir warten, bis wir vorbereitet, stark oder unsere Umstände ideal sind, wird keine tiefe Beziehung wachsen. In unserer Schwäche kann Gott groß sein.

Loslassen, um Raum zu bekommen

Ein weiterer Impuls war, Dinge loszulassen, die uns Leben rauben – geistig austrocknen oder vom Wesentlichen ablenken. Stattdessen braucht es Menschen, die den Glaubensweg gemeinsam gehen. Gemeinschaft hilft, den Glauben im Alltag zu leben, zu teilen und zu tragen.

Barmherzigkeit weitergeben

Im Zentrum dieser Beziehung steht die Liebe – und ihre größte Form ist die Barmherzigkeit. Aus der Erfahrung von Gottes Barmherzigkeit dürfen wir leben und sie weitergeben. Glaube zeigt sich deshalb auch im Dienst am Nächsten, in konkreter Nächstenliebe, selbst wenn sie nicht immer bequem ist oder Freude macht.

Der Vortrag bewegte die Teilnehmenden spürbar. In den anschließenden Gesprächen wurde deutlich, wie sehr die Inhalte mit persönlichen Erfahrungen resonierten. Ein geistliches Leben mitten in der Welt und unserer Zeit bleibt eine Herausforderung – umso wertvoller sind solche gemeinsamen Auszeiten.

Höhepunkte des Wochenendes waren die Heilige Messe und die Anbetung: Jesus im Zentrum, die Gemeinschaft um ihn versammelt. Er ist der Grund, warum diese Wochenenden immer wieder zusammenführen. Gemeinschaft und Zeit unter Freunden wurden als Ort der Erholung und Erfrischung erlebt – ein Aufladen der Batterien für den Alltag, durch Gottes Geist und erfahrene Nächstenliebe.

Was sagen die Teilnehmenden?

Oliver: „Mein Highlight war die Anbetung. Nach einer vollen Woche einfach beim Herrn sein – Ruhe, Stille. Da konnte ich ausruhen.“
Jonathan: „Mein Highlight war, dass ich einfach sein durfte. Ich muss hier nichts. Ich darf sein. Das tut gut.“
Cornelia: „Mein Highlight ist die Gemeinschaft. Alles miteinander teilen und gemeinsam Zeit mit Jesus verbringen. Das große Ganze passt einfach.“

So gestärkt fällt es leichter, wieder in den Alltag zurückzukehren – in eine Welt, in der der Glaube nicht als Pflicht, sondern als lebendige Beziehung gelebt werden darf.

▪️ Weitere Termine für junge Erwachsene finden Sie auf unserer Webseite in der Rubrik „Demnächst“ hier online.

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