In der Stille Gott hören

Schweigeexerzitien für Frauen im ApostelHaus des Regnum Christi in Alzgern

Mitte März 2026 kamen 22 Frauen verschiedenen Alters aus Süddeutschland, Österreich und Südtirol zu Schweigeexerzitien inm ApostelHaus Alzgern zusammen.

Gott in neuer Tiefe erfahren

Mehrere Teilnehmerinnen beschrieben die Schweigeexerzitien als eine Zeit, in der sie Gott neu und tiefer kennenlernen konnten. Eine von ihnen sagte, sie habe Gott „in einer neuen Tiefe“ erfahren, in einer Tiefe, „die Schweigen und Stille aushält und gerade darin zum Erblühen kommt“. Besonders bewegend sei für sie die Erneuerung des Taufversprechens gewesen, die sie als Bund der Liebe und Treue zu Gott erlebt habe. Darin habe sie vor allem Gottes Zusage berührt, dass er treu bleibt, auch wenn der Mensch scheitert.

Andere Teilnehmerinnen betonten, wie wertvoll diese Tage für sie gewesen seien. Eine sagte, sie sei froh, dabei gewesen zu sein; vieles sei neu für sie gewesen, manches vielleicht etwas nüchtern, „aber irgendwie hat alles seinen Sinn“. Eine weitere bekannte, sie habe zunächst befürchtet, Schweigeexerzitien könnten bedrückend sein. Gerade das Gegenteil sei der Fall gewesen.

Ermutigung und Stärkung

Mehrfach war auch von neuer Kraft und innerer Erneuerung die Rede. Eine Teilnehmerin berichtete, sie fühle sich ermutigt, aufgebaut, erneuert und gestärkt; sie habe „endlich wieder Ziele und eine Vision“ und neue Kraft schöpfen können. Eine andere sagte, es tue ihr immer sehr gut, sich diese besondere Zeit für Gott zu nehmen, und sie habe die Erfahrung gemacht, dass Gott dabei immer etwas Besonderes für sie bereithalte.

Auch die inhaltlichen Impulse wirkten nach. Eine Teilnehmerin sagte, sie habe neue Aspekte der Gleichnisse entdeckt, die ihr helfen, Jesus besser nachzufolgen, und fügte entschlossen hinzu: „Ich komme wieder!“ Andere beschrieben, dass sie innere Ruhe gefunden hätten oder neu staunen konnten, wie viel an Jesus selbst nach häufigen Exerzitien noch zu entdecken sei. Gerade in der Stille, so sagte eine, spreche Gott sehr persönlich zu ihr.

Dankbarkeit und Freude klangen in vielen Rückmeldungen mit. „Danke, ich bin begeistert“, brachte es eine Teilnehmerin knapp auf den Punkt. Eine andere sagte, sie habe in den Exerzitien neu lernen dürfen, wie groß und stark Gott wirklich ist. In der Stille ihres Herzens habe er Raum gehabt, seine Heiligkeit zu offenbaren. So habe sie neu erfahren, wie wahr das Psalmwort ist: „Den Höchsten habe ich mir zum Beschützer erwählt.“

Nicht an der Oberfläche verweilen!

Den Focus legte P. Martin Baranowski LC, der die Exerzitien als Seelsorger leitete, auf die Auslegung der Gleichnisse Jesu: „Die Gleichnisse Jesu zeigen, dass Gott in der Geschichte wirkt. […] Jedes Gleichnis erzählt eine Geschichte, die dem täglichen Leben entnommen ist und uns dennoch etwas mehr sagen will, uns auf eine tiefere Bedeutung verweist. Das Gleichnis lässt in uns Fragen aufkommen, es lädt uns ein, nicht an der Oberfläche zu verweilen. Angesichts der Geschichte, die erzählt wird oder des Bildes, das mir vermittelt wird, kann ich mich fragen: Wo bin ich in dieser Geschichte? Was sagt dieses Bild meinem Leben?“ (Papst Leo XIV., Generalaudienz am 21. Mai 2025).

Umfeld der Stille

Neben den Impulsen und Zeiten der Stille für das persönliche Gebet standen auch Rosenkranzgebet, eucharistische Anbetung, die tägliche heilige Messe sowie Begleitgespräche auf Tagesplan. Dafür standen neben dem Prediger auch P. Oswald Christ LC sowie andere Patres des ApostelHauses zur Verfügung. Die warme Frühlingssonne lud zudem zu Spaziergängen in der Natur  ein. Ihren Abschluss fanden die Exerzitien mit der feierlichen Sonntagsmesse, bei der die Teilnehmerinnen das Taufversprechen erneuerten.

Wozu braucht es Exerzitien?

Exerzitien sind eine Zeit des Innehaltens, um das eigene Leben im Licht Gottes neu zu ordnen. Sie helfen, sich selbst ehrlicher zu erkennen, im geistlichen Leben zu wachsen und Christus tiefer kennenzulernen, um ihm entschiedener nachzufolgen. Dabei geht es nicht nur um Gedanken, sondern um den ganzen Menschen und um eine persönliche Begegnung mit der Liebe Gottes. Exerzitien sind zugleich eine Schule des Gebets: Sie vertiefen den inneren Dialog mit Gott und wollen Frucht im Alltag tragen.

Das Ziel der Exerzitien ist eine vertiefte Begegnung mit Gott, die das ganze Leben verwandelt. Sie helfen, in Liebe die Wahrheit über Gott, sich selbst und das eigene Leben zu erkennen, innere Bindungen zu lösen und alles neu auf Gottes Willen hin zu ordnen. So führen Exerzitien nicht nur zu Einsicht, sondern zu einer konkreten Nachfolge Christi, deren Maßstab die liebevolle Erfüllung des Willens des Vaters ist.

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