Das Emmaus-Camp des ECYD im ApostelHaus Alzgern ermunterte 15 Mädchen Christus im Alltag besser wahrzunehmen
15 Mädchen im Alter von zehn bis 13 Jahren verbrachten gemeinsam mit Betreuerinnen und Priestern einige Tage beim Emmaus-Camp im ApostelHaus Alzgern . Im Mittelpunkt standen Gemeinschaft, Gebet und die Frage, wie junge Menschen Jesus Christus im Alltag besser kennenlernen können.
Begleitet wurde das Camp von P. Michael und P. Peter Hemm LC, sowie den Betreuerinnen Maria Kaiser, Elisabeth Kaiser, Amelie Hetzel, Theresia Paintmayer und Amelie Roßmüller.
Glauben altersgerecht vermitteln
Die Inhalte des Camps orientierten sich am Emmaus-Evangelium. Ziel war es, den Mädchen den Glauben auf spielerische und verständliche Weise näherzubringen und sie dabei zu unterstützen, die Heilige Messe bewusster mitzufeiern und das persönliche Gebet regelmäßiger in ihren Alltag einzubauen.
„Die Vision war, den Mädchen Jesus näherzubringen und Christus zu bitten, ihnen wie den Emmausjüngern die Augen zu öffnen“, erklärt Betreuerin Amelie Hetzel.
Vorträge über das „Herz“
Die geistlichen Impulse standen unter den Themen „Suchendes Herz“, „Enttäuschtes Herz“, „Geliebtes Herz“ und „Brennendes Herz“.
Im Vortrag „Suchendes Herz“ verglich P. Peter das menschliche Herz mit einem Osterei, das zwar mit vielen Dingen gefüllt sein könne, aber nur in Gott Ruhe finde. Dabei griff er den Gedanken des heiligen Augustinus auf: „Unser Herz ist unruhig, bis es ruht in Dir.“
Im zweiten Vortrag „Enttäuschtes Herz“ sprach P. Peter über Enttäuschungen und darüber, dass Menschen häufig an falschen Orten nach Erfüllung suchen. Die Emmausjünger dienten dabei als Beispiel für Hoffnung und Enttäuschung zugleich.
P. Michael ging im Vortrag „Geliebtes Herz“ auf die Bedeutung der Liebe Gottes ein und gab praktische Hinweise zur Mitfeier der Heiligen Messe. Besonders aufmerksam solle man beim Kyrie, beim Evangelium, bei der Gabenbereitung und bei der Wandlung sein.
Im Impuls „Brennendes Herz“ ermutigte Elisabeth Kaiser die Mädchen, ihren Glauben auch im Alltag zu leben. Dabei sprach sie auch über Selbstzweifel und darüber, wie Gebet, Sakramente und Bibelstellen helfen können, mit solchen Gedanken umzugehen.
„Suchen, sehen, strahlen“
Auch die Gebetszeiten griffen das Emmaus-Thema auf. Unter dem Leitwort „Suchen, sehen, strahlen“ sprach P. Peter darüber, Christus im Alltag wahrzunehmen – etwa in der Eucharistie, in der Schöpfung oder in Momenten der Freude.
Die Mädchen beschäftigten sich dabei mit biblischen Personen wie Maria Magdalena und den Emmausjüngern und setzten sich altersgerecht mit Fragen des Glaubens auseinander.
Gemeinschaft und Freizeitprogramm
Zum Camp gehörten außerdem zahlreiche gemeinsame Aktivitäten. Auf dem Programm standen unter anderem eine Stadtrallye in Altötting, ein Lagerfeuer, ein Bastel-Workshop, ein Filmeabend, Sportspiele im Wald sowie ein „Bunter Abend“ mit Theater, Tanz und Karaoke.
Beim Geländespiel „Capture the Flag“ standen Bewegung und Teamarbeit im Mittelpunkt. Der sogenannte „Emmaus-Gang“ verband verschiedene Stationen zu Bibelwissen und Teamaufgaben.
Viele Teilnehmerinnen nahmen konkrete Anregungen mit nach Hause. Eine Teilnehmerin sagte: „P. Michaels Ideen zu den vier Punkten der besonderen Aufmerksamkeit in der Heiligen Messe helfen mir sehr.“ Eine andere ergänzte: „Die Psalmen-Challenge werde ich weiterverfolgen.“
„Ich fand das Emmauscamp in Alzgern mega toll und sehr gut organiesiert. Was mir besonderst gut gefallen hat war die Anbetung in der Bamherzigkeitskapelle.Und der Bunte Abend und die Stadtralley war auch mega toll“, erzǎhlte ein weiteres Mädchen.
Auch die Vermittlung der Inhalte wurde positiv aufgenommen. „Die Patres erklären die Themen so gut kindgerecht“, sagte eine Teilnehmerin.

