Geliebt im Geist #2
Manche kennen eventuell dieses Ekel erregende Gefühl: Wenn wir merken, dass wir von unserem Gegenüber nicht in unserer ganzen Würde und Größe wahrgenommen, sondern eigentlich nur „gebraucht“ werden. In einer Welt, in der so vieles auf reinen Konsum und schnellen Genuss ausgelegt ist, tappen wir leicht in die Falle, uns gegenseitig auszunutzen – manchmal sogar in unseren engsten Beziehungen. Wenn wir an Kirche und Sexualität denken, haben wir oft das Bild von hunderten strengen moralischen Regeln im Kopf, die uns nur kontrollieren wollen. In dieser zweiten Episode unserer Serie bricht P. George Elsbett LC genau mit diesem Ansatz. Statt Verbotsschilder aufzustellen, lädt er uns zu einem radikalen Perspektivenwechsel ein. Er teilt den faszinierenden Gedanken, warum Pornografie in Wirklichkeit nicht zu viel, sondern zu wenig zeigt. Denn die reine Gier will immer nur das ergreifen, was sie konsumieren kann, und reduziert den Menschen auf ein bloßes Objekt. Echte Liebe hingegen sieht immer das große Ganze und den unendlichen Wert der gesamten Person. In dieser Episode erfährst du:
- Warum das Gegenteil von Liebe nicht Hass ist, sondern jemanden als reines Objekt zu gebrauchen.
- Wieso du kein Konsumgut bist, sondern deine tiefste Identität darin liegt, ein Geschenk für die Welt zu sein.
- Was ein Apfel, eine Ampel und die Schwerkraft uns über die verborgene „Sprache unseres Körpers“ verraten.
- Warum echte Freiheit nicht bedeutet, einfach jeder Begierde nachzugeben, sondern den wahren Wert des anderen zu erkennen.
Wir laden dich ein, heute neu zu entdecken: Du bist kein Objekt. Du bist dazu berufen, in deiner ganzen Person geliebt zu werden.
Predigt von Sonntag, dem 7. Juni 2026 im Zentrum Johannes Paul II. in Wien