Wer etwas verbockt hat, kennt den Reflex: am liebsten niemandem mehr unter die Augen treten – weder Lehrerin noch Eltern. P. Raphael Ballestrem LC greift dieses Gefühl auf und überträgt es auf unsere Beziehung zu Gott: Nach Fehlern und Sünden denken wir schnell, Gott wolle Abstand.
Das Hochfest der Taufe des Herrn sagt jedoch das Gegenteil. Jesus stellt sich im Jordan bewusst in die Schlange der Umkehrenden, sucht die Nähe der Sünder und solidarisiert sich mit uns. Er lässt sich taufen, nicht weil er schuldig wäre, sondern weil er unsere Schuld auf sich nimmt und sie hinwegtragen will. Und als sich der Himmel öffnet und die Stimme des Vaters erklingt, wird deutlich: Gottes Antwort ist nicht Abweisung, sondern Rettung – der Weg ins „gelobte Land“, ins neue Leben. Eine Predigt, die einlädt, ohne Angst zu Christus zu kommen, ihm zu danken und seine Nähe neu zu suchen.
Predigt von P. Raphael Ballestrem LC. am 11. Januar 2026 anlässlich des Hochfestes der „Taufe des Herrn“, bei einem Treffen mit zahlreichen Familien und Teenagern in Heiden (Kreis Borken).