Einkehrtage in Forchheim – 1. Meditation

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Referent

P. Martin Baranowski LC
P. Martin Baranowski LC

Inhalt

P. Martin beschreibt den Einkehrtag als „Wüstenzeit“ nach dem Vorbild des Antonius der Große: ein bewusstes Zurücktreten aus dem Alltag, nicht als Flucht, sondern als Stärkung. Er nimmt dabei ehrlich wahr, dass am Anfang oft Widerstand, Unlust und Ablenkung auftauchen – und dass man erst später merkt, wie heilsam diese Zeit ist. Weil „Liebe“ heute alles Mögliche bedeuten kann, führt er zum Kern zurück: Für Christen ist Jesus das Maß der Liebe; ohne diese Liebe wird Glaube leicht zu Pflicht und Aktivismus. Gottes Liebe ist dabei nicht „kumpelhaft“, sondern vertieft Ehrfurcht – und echte christliche Liebe ist mehr als Nettigkeit: Sie ist ein Geschenk, das uns übersteigt.
Als Leitbild entfaltet er das Feuer: In uns muss brennen, was wir in anderen entzünden wollen, wie Augustinus von Hipposagt. Dieses Feuer wächst langsam zu einer tragfähigen Glut, braucht manchmal „Trocknung“ von innerer Nässe und Ablenkung, und es verwandelt durch Umkehr: Gott liebt bedingungslos, aber er lässt uns nicht unverändert, sondern baut neu auf – ohne auszubrennen, wie beim brennenden Dornbusch. Konkretes Bild dafür ist die Fußwaschung im Evangelium nach Johannes: Jesus zeigt Liebe unspektakulär, dienend und gerade unter widrigen Umständen; entscheidend ist zuerst, sich von ihm lieben und reinigen zu lassen, denn nur wer empfängt, kann weitergeben. Daraus folgt dann die Nachfolge: einander dienen, nicht aus Pflicht, sondern weil Jesus uns zuvor beschenkt hat – ein Gedanke, den P. Martin auch mit Papst Franziskus verbindet, wenn er betont, dass die erste Botschaft lautet: Gott liebt dich.

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