Fastenpredigt #4
In seiner Predigt stellt P. Leonhard Maier LC den Durst und die Sehnsucht des Menschen in den Mittelpunkt und macht deutlich: Was das Herz im Tiefsten sucht, kann letztlich nur Jesus schenken. Ausgehend von der Begegnung Jesu mit der Samariterin zeigt er, dass das „lebendige Wasser“ nicht etwas Äußeres bleibt, sondern dem Christen seit der Taufe geschenkt ist und im Heiligen Geist zu einer Quelle des neuen Lebens werden will. Die Predigt fragt dabei eindringlich, wonach wir wirklich dürsten — nach einem kleinen „Dürstchen“ oder nach der tiefen Erfüllung, die nur Gott geben kann.
Zugleich richtet P. Leonhard den Blick auf den Hunger des Menschen und auf das Wort Jesu, dass seine Speise darin besteht, den Willen des Vaters zu tun. So erscheint das christliche Leben nicht als Verzicht auf Erfüllung, sondern als Weg zu einer tieferen Sättigung: Wer sich von Gott erfüllen lässt und seinen Willen sucht, findet echten Frieden, bleibende Freude und inneres Leben. Schließlich wird deutlich, dass der Mensch nicht nur beschenkt werden soll, sondern selbst zur Quelle für andere werden kann — so wie die Samariterin, die nach ihrer Begegnung mit Christus zum Zeugnis für viele wird.
Predigt vom 8. März 2026 (3. Fastensonntag) im Geistlichen Zentrum St. Angela.