P. Martin Baranowski LC greift das Evangelium mit dem Zeugnis Johannes’ des Täufers auf und erinnert: Zeugnisgeben gehört wesentlich zur christlichen Berufung. Aus der Taufe heraus entfaltet sich christliches Leben in vier Ausdrucksformen: Liturgia (Gottesdienst – aus der Erfahrung der Liebe Gottes leben), Diakonia (selbstloser Dienst nach dem Beispiel Jesu), Koinonia (Glauben in Gemeinschaft und Kirche leben) und Martyria (Zeugnis und Verkündigung).
Am Beispiel Johannes’ zeigt er, was ein glaubwürdiges Zeugnis ausmacht: Jesus steht im Mittelpunkt, es geschieht demütig und ehrlich, und es kommt aus eigener Erfahrung – nicht aus „Hörensagen“. Zeugnis ist kein Proselytismus und kein Überreden, sondern das Teilen eines Geschenks, das dem eigenen Leben hilft. Oft wirke es am stärksten, wenn das Leben selbst „predigt“: „Rede nur über den Glauben, wenn du gefragt wirst – aber lebe so, dass man dich fragt.“ Mit Beispielen aus der Jugendarbeit (bis hin zu Instagram) ermutigt P. Martin zu Kreativität und Mut, damit Menschen durch unser Leben und unsere Worte eine Brücke zu Christus finden.
Predigt vom 18. Januar 2026 während der Einkehrtage in Forchheim