Was will Gott von mir?

Beim „Grow-Deep“-Wochenende des Regnum Christi im Schloss Tannheim (Baden-Württemberg) gingen 20 Jugendliche der Frage nach, wozu Gott sie ruft.

Wozu bin ich geschaffen? Was will Gott von mir? Wie finde ich mein Glück? Aber auch: Wo bleibt denn da die Freiheit, wenn Gott schon einen Plan für mich hat? Muss ich meiner Berufung folgen? Wie kann sie erkennen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich 20 Teilnehmer des Allgäuer „Grow-Deep“-Teams mit P. Martin Baranowski LC beim ersten Treffen im Jahr 2026 auf Schloss Tannheim bei Memmingen.

„Ich bereue keine Sekunde“: Zeugnis von Roland Kiechle

Als Gastvortragender war der Allgäuer Jugendseelsorger und Diözesanpriester Roland Kiechle (Bistum Augsburg) eingeladen. Er gab Zeugnis von seinem eigenen Berufungsweg: Nach der Schule und dem Mathestudium stand ein erfolgversprechender Berufseinstieg bei einem angesehenen Unternehmen der Gegend. Außerdem gab es da noch die Beziehung mit seiner Freundin, mit der er sich ein gemeinsames Leben vorstellen konnte. Doch trotzdem kam immer wieder die Frage: „Was, wenn ich Berufung zum Priester hätte?“ Er hätte die Frage gerne weiter vor sich hergeschoben, doch die Freundin setzte ihm eine Frist: „Bis Weihnachten brauchst du eine Antwort.“

Auf sehr lebendige und authentische Weise berichtete der Jungpriester von seinem inneren Ringen, von Gebeten, in denen er nichts hörte, von der Hilfe einer guten geistlichen Begleitung und der Erfahrung, es nicht selbst durchziehen zu können, sondern die Führung und Hilfe Gottes zu erfahren. „Obwohl es natürlich auch Schwierigkeiten in meinem Leben gibt, bereue ich heute keine Sekunde, Priester geworden zu sein“, resümiert Kiechle. Den jungen Leuten empfiehlt er, vor der Frage der Berufung keine Angst zu haben, ein regelmäßiges Gebet zu suchen und bei Fragen eine gute geistliche Begleitung in Anspruch zu nehmen.

Berufung mit Gegenwind

Dass eine christliche Berufung nicht immer ein Zuckerschlecken ist, verdeutlichte das nachmittägliche Kinoforum über die im Jahr 2022 erschienene Filmbiographie „Father Stu“ über den US-amerikanischen Boxer und katholischen Priester Stuart Long (1963–2014): Nach seiner Boxerkarriere und einem erfolglosen Leben als Schauspieler entdeckt Stu den katholischen Glauben und seine Berufung zum Priester.

Vor seiner Weihe wird bei ihm eine seltene, unheilbare Muskelerkrankung diagnostiziert; fortan ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Trotzdem darf er die Weihe empfangen und einige Jahre einen segensreichen Dienst als Beichtvater ausüben. Im anschließenden Gespräch beschäftigte sich die Gruppe nicht nur um die Frage der Berufung, sondern auch um den Umgang mit Schwierigkeiten und Leiden im Leben.

Ein hörendes Herz – jeden Tag neu

Neben dem inhaltlichen Programm gab es viel Zeit für Gemeinschaft und Austausch, persönliches Gebet, Feier der heiligen Messe, ein Geländespiel, eine improvisierte Schneeballschlacht mit frischem Neuschnee, einen abendlichen Diskoeislauf sowie eucharistische Nachtanbetung.

Beim Abschlussimpuls ermutigte P. Martin Baranowski LC die Teilnehmer, die Berufungsfrage nicht nur auf den Moment der Berufs- oder Standeswahl zu reduzieren, sondern das ganze Leben als Berufung zu leben und jeden Tag ein hörendes Herz für die Stimme Gottes zu bilden.

Stimmen der Teilnehmer

  • Für mich war das „Grow-Deep“ ein erfahrungsreiches Wochenende, voller Freude und Gemeinschaft. Vor allem das Zeugnis von Roland Kiechle war sehr spannend.
  • Ich finde es besonders, dass wir bei „Grow-Deep“ keine kleinen Grüppchen haben, sondern eine große Gemeinschaft bilden. Das ist mir beim Geländespiel besonders bewusst geworden.
  • Ich fand den Lobpreis bei der Anbetung sehr bewegend.
  • Die Messe gestern hat mich sehr berührt.
  • Es ist eine tolle Gemeinschaft, da habe ich viel Spaß.
  • Ich war jetzt zum ersten Mal dabei, ich war direkt in der Gemeinschaft drin. Sehr geholfen haben mir die tiefen Abendgespräche.
  • Ich bin sehr dankbar für die Gemeinschaft hier. Bin neu dazugekommen und konnte viele neue Bekanntschaften machen. 
  • Hier kann ich wirklich ganz ich sein, was mir im Alltag nicht immer so leichtfällt. Das habe ich total genossen.
  • Die Gespräche besonders am Abend fand ich sehr bereichernd.
  • Ich fand die Gemeinschaft sehr stark. Man hat sich komplett wohlgefühlt.
  • Die wahre Geschichte des Kinoforum fand ich echt krass.
  • Beim Zeugnis waren viele Sachen dabei, die ich mir mitnehmen kann.
  • Ich war froh, dass ich mir beim Schlittschufahren nichts gebrochen habe – das war mein zweites Mal – und beim ersten Mal hatte ich einen Knochenbruch.
  • Ich nehme mir mit, dass Berufung nicht eine große Frage ist, sondern jeden Tag stattfindet.

 

Weitere Veranstaltungen für junge Erwachsene finden Sie hier im Veranstaltungskalender!

Beim „Grow-Deep“-Wochenende des Regnum Christi im Schloss Tannheim (Baden-Württemberg) gingen 20 Jugendliche der Frage nach, wozu Gott sie ruft.

Was will Gott von mir?

„Grow Deep" Wochenende in Südostbayern mit Impulsen zu „Mehr als genug“ und der Aktion „Junge Leute helfen“.

„Mehr als genug – Leben aus vollen Händen“

15 junge Erwachsene des Regnum Christi lernten einen lebendigen Zugang zur Bibel kennen – mit Zeugnis, Gebet und Lectio Divina.

Gott antwortet

Jugendwochenende in der Steiermark mit Impulsen, Gebet und Gemeinschaft rund um den Heiligen Geist.

Grow Deep – „Leben aus dem Heiligen Geist“