(letzte Aktualisierung: 10. Februar, 16.00 Uhr)
Am 20. Januar 2026 begann in der Generaldirektion der Legionäre Christi in Rom das ordentliche Generalkapitel der Kongregation. In den kommenden Wochen ziehen die Kapitelväter Bilanz über die zurückliegenden sechs Jahre (Sexennium), beraten über zentrale Herausforderungen für ihre Mission und wählen die neue Generalleitung, die die Prioritäten der Ordensgemeinschaft für die nächsten sechs Jahre prägen wird.
Für die Leserinnen und Leser im deutschsprachigen Raum gilt: Während des Generalkapitels wird hier im Artikel regelmäßig ein Wochenrückblick ergänzt – als Zusammenfassung der wichtigsten Schritte, Themen und Beschlüsse. Das Kapitel ist voraussichtlich bis 20. Februar 2026 angesetzt; der Zeitplan kann sich jedoch im Verlauf noch ändern.
Inhaltsverzeichnis
● Rückblick
● Wer berät und entscheidet?
● Von den Territorien nach Rom: Vorbereitung über ein ganzes Jahr
1. Zwischenbericht: Zuhören, Gebet und Unterscheidung
2. Zwischenbericht: Vertiefung der Mission im Geiste des Zuhörens und der Brüderlichkeit
● Wahl von P. Carlos Alberto Gutiérrez López LC zum neuen Generaldirektor
● Wahl des neuen Generalrats und Generalverwalters
3. Zwischenbericht: Gemeinschaft, Leitung und Mission im Dienst der Kirche
● Vereint im Gebet für die Generalversammlungen und das Generalkapitel
● Fotos und weiterführende Links
Rückblick
Die letzten beiden außerordentlichen Generalkapitel der Legionäre Christi fanden im Frühjahr 2014 und 2018, das letzte ordentliche Generalkapitel fand 2020 statt (Bericht vom Generalkapitel 2020 hier). Seit dem 15. September 2019 gehört die Ordensgemeinschaft der von Papst Franziskus approbierten Regnum-Christi-Föderation (mit eigenen Statuten und Leitungsstruktur) an.
Die Föderation bilden die Kongregation der Legionäre Christi, die gottgeweihten Frauen und Männer – jeweils als „Gesellschaft apostolischen Lebens“ – und die assoziierten Laien im Regnum Christi zusammen. Sie halten derzeit jeweils eigene Versammlungen parallel zueinander ab.
Wer berät und entscheidet? 60 Kapitelväter aus aller Welt
Nach kirchlichem Recht ist das Generalkapitel das oberste Leitungsorgan einer Ordenskongregation. Bei den Legionären Christi wird es alle sechs Jahre einberufen – gemäß den 2014 vom Heiligen Stuhl approbierten Konstitutionen. Entsprechend wirken seine Beschlüsse normativ und haben unmittelbare Folgen für Leben und Sendung der Gemeinschaft weltweit.
Am Generalkapitel nehmen 60 Priester mit Sitz und Stimme teil: 21 kraft Amtes, 39 als gewählte Delegierte aus den Territorien, in denen die Legionäre Christi dauerhaft präsent sind (Fotos und Vorstellung der Teilnehmer auf der spanischen Webseite hier).
Zu den Kernaufgaben zählen:
- die Auswertung der Leitungsperiode seit dem Generalkapitel 2020,
- die Wahl des Generaldirektors, seiner Räte sowie des Generalökonomen,
- Maßnahmen zur Erneuerung, Entwicklung und missionarischen Ausrichtung der Kongregation.
Aus dem Territorium West- und Mitteleuropa nehmen am Generalkapitel teil: P. Valentin Gögele LC (Territorialdirektor), P. Sylvester Heereman LC (Deutschland) und P. Paul Habsburg LC (Frankreich).
Rückblick auf das Sexennium: „Apostel nach dem Herzen Christi“
Im Zentrum der Rechenschaftslegung steht der Bericht des bisherigen Generaldirektors P. John Connor LC. Seine Leitungszeit war von dem strategischen Dokument „Apostel nach dem Herzen Christi“ geprägt, das die Impulse des Generalkapitels 2020 aufnimmt.
Ziel war insbesondere, die Identität der Legionäre Christi in Einheit mit dem Regnum Christi zu vertiefen und ein Apostolat zu fördern, das aus der persönlichen Erfahrung der Liebe Gottes lebt. Als Akzente nennt die Kongregation zudem die Begleitung von Berufungen und die Stärkung des Programms „Safe Environment“ (Prävention und Intervention).
Wahlen und Zusammenarbeit im Regnum Christi
Neben Beratung und Beschlüssen sind die Wahlen ein Schwerpunkt: Der neue Generaldirektor und sein Team übernehmen die Verantwortung, die Sendung der Legionäre Christi in enger Verbindung mit der geistlichen Familie des Regnum Christi weiterzuentwickeln.
Parallel finden in Rom auch die Generalversammlungen der Gottgeweihten Frauen und der Gottgeweihten Männer des Regnum Christi statt; die neu gewählten Leitungen wirken anschließend im Internationalen Leitungskollegium des Regnum Christi zusammen.
Von den Territorien nach Rom: Vorbereitung über ein ganzes Jahr
Ein zentrales Element der Vorbereitung war die breite Beteiligung: Über 2025 hinweg erhielten die Gemeinschaften Materialien zur geistlichen und inhaltlichen Reflexion. Themen waren u.a.: Der Kontext der heutigen Welt, die Identität der Legionäre Christi, das Ordensleben in der Kongregation, Berufungsfragen und die apostolische Mission.
Die Beteiligung aller Legionäre Christi war eines der zentralen Ziele dieser Etappe, damit das Generalkapitel zu einer echten Erfahrung der Erneuerung, der Einheit und der missionarischen Ausrichtung für die Zukunft wird. Aus dem Herzen der Kirche heraus wünscht sich die Gemeinschaft, dass dieses Kapitel ein Moment der Gnade, der Bekehrung und der missionarischen Erneuerung wird.
Zu Beginn des Generalkapitels wählt die Versammlung zudem eine Zentralkommission, die Agenda und Arbeitsrhythmus festlegt.
Meilenstein auf dem Weg: Territorialversammlung 2025 in Alzgern
Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg war die Territorialversammlung der Legionäre Christi für West- und Mitteleuropa vom 8. bis 11. September 2025 im ApostelHaus Alzgern. Dort kamen 24 Priester aus sechs Ländern und elf Nationen zusammen, um Rückmeldungen aus dem Territorium zu bündeln und konkrete Impulse an das Generalkapitel weiterzugeben.
Im Zentrum standen Fragen der Priesterausbildung, des Ordensalltags, der Berufungspastoral und der apostolischen Sendung in den jeweiligen Ländern.
Am Ende fasste P. Valentin Gögele LC, Territorialdirektor, den Geist dieser Tage so zusammen: Die Versammlung habe eine neue Erfahrung dessen ermöglicht, „was es heißt, den Heiligen Geist und die anderen zu hören“.
1. Zwischenbericht: Zuhören, Gebet und Unterscheidung
Rom, 23. Januar 2026 – Mit einer hl. Messe zum Heiligen Geist in der Basilika „Unserer Lieben Frau von Guadalupe“ in Rom, die von Generaldirektor P. John Connor LC zelebriert wurde, hat am 20. Januar das Generalkapitel begonnen.
Zur Vorbereitung nahmen die Kapitelväter an geistlichen Exerzitien teil, die von Msgr. Brian Farrell LC geleitet wurden. Er ist emeritierter Sekretär des Dikasteriums zur Förderung der Einheit der Christen und war während dessen Amtszeit als Päpstlicher Delegat Berater des verstorbenen Kardinals Velasio De Paolis C.S. In den Exerzitien lud er die Kapitelväter insbesondere dazu ein, sich dem Heiligen Geist zu öffnen, sich zu bekehren und in der Liebe zur Kirche zu wachsen sowie „das Mehr“ in der Nachfolge Christi und in der Suche nach dem Willen Gottes zu suchen. Die Exerzitien endeten am 17. Januar mit einer Eucharistiefeier und der Erneuerung des Taufversprechens.
In der hl. Messe am 20. Januar ermahnte P. John in seiner Predigt die Anwesenden, sich vom Heiligen Geist ansprechen zu lassen: „Wir sind hier, weil der Herr uns aufgerufen hat zuzuhören, zu unterscheiden und im Heiligen Geist unterwegs zu sein.“
Anschließend versammelten sich alle im Kapitelsaal, um das „Veni Creator“ zu singen. In seiner Eröffnungsbotschaft forderte P. John die Teilnehmer auf, diese Tage „mit offenem Herzen, innerer Freiheit, Liebe zur Wahrheit und Vertrauen in die Führung des Heiligen Geistes“ zu leben. Er wies darauf hin, dass das Kapitel eine Zeit der Hoffnung und eine Gelegenheit sei, sich von der Gnade erneuern zu lassen, damit Christus und unsere Mission in der Kirche uns erleuchten und uns mit Zuversicht in die Zukunft blicken lassen.
Die Woche begann mit der Vorstellung des Berichts des Generaldirektors. Es wurde festgelegt, dass bei der Analyse dieser Berichte eine synodale Methode angewendet werden soll, die als „Gespräche im Heiligen Geist“ bekannt ist. Sie konzentriert sich insbesondere auf das Hören auf den Herrn und auf den Bruder, um zu einer gemeinsamen Lesart der Realität aus dem Glauben heraus zu gelangen – mit ihren Licht- und Schattenseiten.
Im Rahmen des Kapitels wird jeden Morgen die Eucharistie gefeiert. Neben den Plenarsitzungen im Kapitelsaal und den Treffen in kleineren Gruppen gibt es auch Momente der Gemeinschaft und Brüderlichkeit sowie des gemeinsamen Gebets.
2. Zwischenbericht: Vertiefung der Mission im Geiste des Zuhörens und der Brüderlichkeit
Rom, 30. Januar 2026 – Die zweite Woche des Generalkapitels 2026 der Legionäre Christi war geprägt von intensiven Tagen des Zuhörens, der Reflexion und des brüderlichen Dialogs. Im Mittelpunkt standen vor allem die Vorstellung und Auswertung der Berichte aus den verschiedenen Bereichen der Generalleitung sowie der Territorialdirektoren.
Die vorgelegten Berichte gaben einen umfassenden Einblick in Leben und Sendung der Kongregation in den unterschiedlichen Territorien und in ihren Dienst an der Kirche. Diese Gesamtschau hat den Kapitelvätern ermöglicht, den Weg der Unterscheidung in Ruhe, mit offenem Herzen und in dem tiefen Wunsch zu gehen, den Willen Gottes für die Kongregation zu suchen.
Reflektiert wurde unter anderem über den Stand des religiösen und gemeinschaftlichen Lebens, die gelebte Brüderlichkeit, die priesterliche Begleitung, die gemeinsame Sendung im Regnum Christi, die Präsenz in Diözesen und Pfarreien, den Dienst an Bildungseinrichtungen sowie das Engagement für eine solide Präventionspastoral, die den Schutz und die Sorge um die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Mit besonderer Aufmerksamkeit wurden zudem die Berufungspastoral, die Begleitung älterer oder kranker Legionäre, die Situation der Präventionsarbeit und die Weiterentwicklung von Verfahren thematisiert, die Gerechtigkeit und den respektvollen Umgang mit betroffenen Personen fördern.
Die Kapitelväter haben die engagierte Arbeit vieler Legionäre Christi wahrgenommen und dankbar gewürdigt, die mit Großherzigkeit in ihren Sendungen dienen – als Territorialdirektoren, Gemeinschaftsoberer, Ausbilder, Kapläne, Berufungspromotoren, Leiter von Schulen, Hochschulen und Evangelisationswerken, in Pfarreien sowie als Mitarbeiter in verschiedenen Diözesen. In Dankbarkeit gedachten sie auch ihrer kranken und älteren Mitbrüder, die ihr Leben in Hingabe geschenkt haben.
Neben den Präsentationen im Plenum gab es Zeiten der Arbeit in Kleingruppen. Diese synodale Arbeitsweise ermöglicht eine vertiefte geistliche Unterscheidung im Licht des Heiligen Geistes: Sie gibt allen Raum, ihre Perspektive einzubringen, und hilft, gemeinsam auf die Themen zuzugehen, die das Kapitel behandeln muss. Dabei geht es darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und auf das, was wirklich das Licht und den Konsens dieses obersten Leitungsorgans benötigt.
Auch die Beiträge der Territorialversammlungen sowie einzelne Vorschläge dienen als Grundlage für die Analyse – in einem Klima des Realismus, der Mitverantwortung und der Treue zur Kirche.
Mit Freude nahmen die Kapitelväter die Botschaft des Heiligen Vaters an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Generalversammlungen der Gottgeweihten Frauen und Männer sowie der Gottgeweihten Laien des Regnum Christi auf. In seiner Ansprache ermutigte der Papst die Mitglieder dieser geistlichen Familie, ihr Charisma als Gabe des Geistes für Kirche und Welt neu zu entdecken und authentisch zu leben, und rief zu einer immer tieferen Communio unter allen Mitgliedern auf. Er unterstrich, dass diese Gemeinschaft – gelebt aus der Vielfalt der Berufungen und in apostolischer Mitverantwortung – Werk des Heiligen Geistes ist und ein lebendiges Zeugnis der Treue zum empfangenen Ruf darstellt. Er erinnerte daran: „Der Herr macht kein Aufsehen, aber sein Reich bricht hervor und wächst in allen Winkeln der Welt“, und rief dazu auf, in diesem Moment der Gnade mit Hoffnung, Einheit und Offenheit für den Geist zu antworten.
In diesem Geist der Communio erwarten die Kapitelväter dankbar eine bevorstehende Begegnung mit dem Heiligen Vater. Diese Audienz ist ein Höhepunkt des Generalkapitels: Sie möchten aus der Hand des Nachfolgers Petri die pastoralen Orientierungen empfangen, die ihre Sendung und den Dienst der Legionäre Christi an der Kirche in den kommenden Jahren leiten werden.
Das gemeinsame Gebet und die tägliche Eucharistie tragen die Arbeit der Kapitelväter geistlich. In einer der Predigten dieser Woche wurde daran erinnert, dass die Gnade des Kapitels nicht darin besteht, mit möglichst vielen Entscheidungen herauszugehen, sondern mit einem verwandelten Herzen – stärker geeint, verfügbarer und vom Geist geführt.
So setzt das Generalkapitel seinen Weg fort – in dem tiefen Wunsch, auf die drängendsten Bedürfnisse der Kirche zu antworten, im Einklang mit den pastoralen Plänen und aus der Identität und Sendung der Legionäre Christi heraus.
Wir laden Sie ein, die Video-Chronik dieser Woche auf YouTube anzusehen. Sie ist auf Spanisch verfügbar, mit englischen Untertiteln.
Wahl von P. Carlos Alberto Gutiérrez López LC zum neuen Generaldirektor
Rom, 4. Februar 2026 – Das Ordentliche Generalkapitel der Legionäre Christi wählte P. Carlos Gutiérrez López LC zum neuen Generaldirektor der Priesterkongregation päpstlichen Rechts für den Zeitraum 2026–2032. Die Wahl fand am Sitz der Generaldirektion in Rom statt.
Der neue Generaldirektor stammt aus Mexiko (Hermosillo, Sonora). Der 51-Jährige trat 1999 in die Kongregation ein und wurde 2009 zum Priester geweiht. Er tritt die Nachfolge von P. John Connor LC (2020-2026) an.
Zum besseren Verständnis: Der Generaldirektor der Legionäre Christi ist so etwas wie der weltweite „Chef“ dieser katholischen Ordensgemeinschaft. Er leitet die Gemeinschaft. Er trifft wichtige Entscheidungen. Er gibt die Richtung vor. Gewählt wird er von Vertretern aus aller Welt. Diese Vertreter heißen „Kapitelväter“. Die Wahl findet bei einer großen Versammlung statt. Diese Versammlung heißt „Generalkapitel“. Sie findet in Rom statt. Sie ist alle sechs Jahre. Die Amtszeit dauert sechs Jahre. Der Generaldirektor arbeitet mit einem Leitungsteam. Dieses Team heißt „Generalrat“.
► Erfahren Sie mehr über die Wahl im Artikel hier auf unserer Webseite!
Wahl des neuen Generalrats und Generalverwalters
Rom, 5. Februar 2026 – Das Ordentliche Generalkapitel der Legionäre Christi wählte die neuen Generalräte und den neuen Generaladministrator gewählt, die zusammen mit dem Generaldirektor die neue Generalleitung bilden werden.
Die neuen Generalräte sind:
- P. Hernán Jiménez LC (Mexiko): Generalvikar
- P. Michael Brisson LC (USA): Zweiter Generalrat
- P. Miguel Cavallé Puig LC (Spanien): Dritter Generalrat
- P. Robert Presutti LC (USA): Vierter Generalrat
- P. Adolfo Güémez Suárez LC (Mexiko): Fünfter Generalrat
- P. David Daly LC (USA): Sechster Generalrat
- P. José Cárdenas LC: Wiederwahl für eine dritte Amtszeit zum Generalverwalter
3. Zwischenbericht: Gemeinschaft, Leitung und Mission im Dienst der Kirche
Rom, 6. Februar 2026 – Am Montag, dem 2. Februar, nahmen die Kapitelväter an der hl. Messe teil, die Papst Leo XIV. anlässlich des 30. Weltgebetstages für das gottgeweihte Leben in der St. Peters Basilika feierte. Die Priester der Legionäre Christi konzelebrierten zusammen mit Hunderten von Ordensleuten und Geweihten verschiedener Ordensgemeinschaften. Diese Geste der Gemeinschaft mit der ganzen Kirche und dem Nachfolger Petri war eine Gelegenheit der Gnade, um die eigene Berufung und Mission zu bekräftigen.
In seiner Predigt ermahnte der Papst alle Gottgeweihten, als „Männer und Frauen, die den Herrn gesehen haben” zu leben und leuchtende Zeugen inmitten einer verwundeten Welt zu sein. „Wir können die Hoffnung nicht berühren, wenn wir unsere Brüder und Schwestern nicht berühren”, sagte der Heilige Vater und ermutigte sie, ihre Weihe aus Nähe, Mitgefühl und Zärtlichkeit heraus zu leben.
Am Mittwoch, dem 4. und Donnerstag, dem 5. Februar, fanden die Wahlen zur neuen Generalleitung der Legion Christi statt. Die Kapitulare wählten Pater Carlos Gutiérrez LC zum neuen Generaldirektor für den Zeitraum 2026–2032 sowie die sechs Generalräte und den Generalverwalter. Das neue Leitungsteam, das gemäß den Konstitutionen (Nr. 140-141) gewählt wurde, wird die Aufgabe übernehmen, die Kongregation in Treue zum Charisma zu leiten.
Am Freitag, dem 6. Februar, wurde die Gedenkmesse zum Jahrestag des Decretum Laudis gefeiert, das der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi 1965 vom Heiligen Stuhl erteilt wurde. Dabei handelt es sich um einen kirchenrechtlichen Verwaltungsakt, mit dem eine neu gegründete Ordensgemeinschaft oder ein Institut des geweihten Lebens die päpstliche Anerkennung erhält. Diese Feier fand in der Basilika von Guadalupe in Rom statt, unter Beteiligung der Kapitelväter und aller in Rom arbeitenden und studierenden Legionäre Christi. Dieser Jahrestag erneuert den Wunsch, der Kirche mit Treue, Demut und neuer missionarischer Begeisterung zu dienen.
In seiner Predigt betonte P. Gutiérrez LC das Vertrauen in Jesus Christus: „Wir danken Gott für alles, was er in der Legion Christi und in jedem von uns, Instrumenten seiner Liebe im Dienst an den Seelen, gewirkt hat. Manchmal fragt man sich: ‚Warum ich?‘ … Aber in dieser Frage offenbart sich auch das Licht der Berufung. Warum sich Sorgen machen? Es gibt keine größere Verantwortung und Würde als Priester Christi zu sein; alles andere sind Aufgaben, die wir als Priester mit Demut und Bereitschaft übernehmen, in dem Wissen, dass Er es ist, der uns leitet, unterstützt und Früchte trägt.“
Vereint im Gebet für die Generalversammlungen und das Generalkapitel
Damit die Beratungen in Rom geistlich getragen sind, ruft das Regnum Christi weltweit dazu auf, die Generalversammlungen (der Gottgeweihten Frauen und Männer) sowie das Generalkapitel der Legionäre Christi im Gebet zu begleiten. Konkret geht es darum, durch Eucharistische Anbetung den Heiligen Geist um Licht, Einheit und die Erfüllung des Willens Gottes zu bitten – für die Delegierten, die Entscheidungen und die Sendung des Regnum Christi.
So können Sie mitmachen: Nach einer kurzen Registrierung (Name + E-Mail) auf einer eigenen Webseite wählen Sie im Kalender einen Tag und eine Uhrzeit für deine Anbetungsstunde – einmalig oder wiederkehrend. In dieser Gebetszeit beten Sie dann ausdrücklich für die Versammlungen, das Generalkapitel und die Mission des Regnum Christi. Die Teilnahme ist auch mehrfach möglich, wenn Sie sich mehrmals eintragen möchten.