Jugendliche der Apostolate „Looking Good“ und „GetStrong“ des Regnum Christi beschäftigten sich in Fränkischen Schweiz mit dem Umgang mit negativen Gefühlen.
Welcher Jugendliche kennt das nicht? – Stress mit den Eltern, Leistungsdruck in der Schule, Sorge, nicht dazu zu gehören, Außenseiter zu werden, Frustration mit der Welt und mit sich selbst. Die damit verbunden Ängste, Sorgen und negativen Gefühle suchen dann leicht eine Kompensation in langen Bildschirmzeiten, Serienkonsum, übermäßigem Zocken, Lust- und Antriebslosigkeit sowie im Streben nach schnellem Dopamin in sexueller Lust und Erregung. Doch wie kann man auf gesunde Weise damit umgehen? Damit beschäftigten sich die insgesamt 23 Teilnehmer der fränkischen Teams von Looking Good und GetStrong mit P. Martin Baranowski bei ihrem Treffen in der Fränkischen Schweiz.
Suche nach gesunden Alternativen
Als Referenten waren Marcela, Vincent und Samuel, junge Erwachsene des Regnum Christi angereist. Die Studenten kennen das Thema aus eigener Erfahrung und haben sich intensiv damit auseinander – Marcela sogar im Psychologiestudium. „Das Leben ist kein Schokoladenbrunnen“, erklären sie der Gruppe: „auch schlechte Gefühle gehören dazu, sind erlaubt und haben ihren Sinn.“ Nicht die Unterdrückung von schlechten Gefühlen und die Illusion eines perfekten Lebens führe zum Glück, sondern das Zulassen, die Suche nach gesunden Alternativen und die Lösung der Probleme an der Wurzel.
Meine Tür zu Jesus
„Das Evangelium zeigt interessanterweise, dass gerade diejenigen zu Jesus kommen, die eine Krise haben“, erklärte P. Martin Baranowski LC in der Predigt: „Petrus, der nichts gefangen hatte. Nikodemus, der quälenden Fragen in der Nacht kam. Matthäus, der mit seinem Leben unzufrieden war. Der Aussätzige, der aus der Gesellschaft ausgeschlossen wurde. Der Besessene, der gefangen war und Befreiung brauchte. Der Blinde, der nicht sehen konnte. Daher sind unsere Probleme und unser Chaos eine Chance, um Jesus zu kommen: Meine Wunden, meine Ängste, meine Misserfolge, meine Probleme werden eine Tür zu Jesus.“ Natürlich wischt der Glaube nicht alle Probleme weg, aber er führt zur Freundschaft mit Jesus, der eine neue Perspektive sowie Heilung, Halt und Sinn schenkt.
Halt im Glauben und der Gemeinschaft
Diesen Halt suchten die Teilnehmer nicht nur in den Gebetszeiten und der Messfeier, sondern auch in der abendlichen eucharistischen Anbetung. Außerdem standen ein ausführlicher persönlicher Austausch, Eislaufen in der winterlichen Landschaft der Fränkischen Schweiz, ein gemeinsames Lagerfeuer und ein Spieleabend auf dem Programm. „Die gute Gemeinschaft gibt mir immer Mut und Kraft für die Herausforderungen im Alltag“, bekannte ein Teilnehmer bei der Abschlussrunde. Am Ende des Wochenendes stand die Sonntagsmesse mit den Eltern, Geschwistern und der Pfarrgemeinde „Verklärung Christi“ in Forchheim.







