32 Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren beschäftigten sich beim Wochenende des „GetStrong“- Teams NRW im Mai mit der Frage, wie junge Menschen Selbstvertrauen und innere Stärke entwickeln
Ziel des Treffens war es, Orientierung zu geben und die Teilnehmer darin zu bestärken, ihren Glauben und ihre Überzeugungen im Alltag selbstbewusst zu leben.
Die wirklichen Schätze
„Wir sind oft hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wollen wir unseren Überzeugungen und Prinzipien treu sein. Auf der anderen Seite fühlen wir uns von vielen weltlichen Dingen angesprochen. Manchmal kommt es dadurch zu Konflikten, zum Beispiel mit den Eltern. Oder wir haben Angst, von Mitschülern zu Außenseitern gestempelt zu werden. Was kann da helfen?“ fragte P. Raphael Ballestrem LC in seiner Predigt am Samstag.
„Erinnere dich an die wirklichen Schätze im Leben: die Freundschaft mit Jesus, der Himmel, Freundschaften, Liebe und Dienst. Suche dir Freunde, die dasselbe im Herzen tragen, wie du, um euch in schwierigen Situationen zu unterstützen“, führte er weiter aus. Vor allem aber: „Schau auf Jesus. Er kennt diese Situationen. „Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat”. Jesus kann da so gut mitfühlen. Und er hilft uns. Vertraut auf ihn!“
Keine Angst auf dem Weg in den Himmel
Einen praktischen Zugang zum Thema vermittelte Elias Hamperl in seinem Vortrag am Samstagnachmittag. Ausgangspunkt war die Frage, wie sich Selbstbewusstsein entwickeln lässt, wenn junge Menschen verstehen, wie Gott sie sieht.
„Wenn wir verstehen, wie Gott uns sieht, haben wir auch mehr Selbstbewusstsein“, startete er und stellte vier Gedanken in den Mittelpunkt: „Du bist Geschöpf Gottes: Er hat sich dich seit aller Ewigkeit ausgedacht. Du bist sein Meisterwerk. Du bist einmalig. Du bist Kind Gottes: er sorgt für dich und möchte dich führen, du brauchst keine Angst zu haben. Du hast Talente: mit diesen kannst und sollst du viel beitragen. Du bist Pilger auf den Weg in den Himmel: Das ist unser Ziel. Wir brauchen nur das zu fürchten, was uns davon abhält.“
Daraus leitete er konkrete Schritte für den Alltag ab. Das Gespräch mit Jesus könne helfen, diese Sicht auf das eigene Leben zu vertiefen. Ebenso wichtig sei es, Erfolge bewusst wahrzunehmen und Dankbarkeit einzuüben. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Dienst am Nächsten: Wer sich für andere einsetze, entwickle auch innere Stärke und Zufriedenheit.
Tugenden als Ausdruck innerer Stärke
Am Sonntag griff P. Raphael das Thema erneut auf und verband es mit dem Beispiel des heiligen Dominikus Savio: Je größer unser Selbstbewusstsein ist, umso leichter können wir die Tugenden, die das ECYD uns ans Herz legt, leben!“ und er führte folgende Beispiele an: Wahrhaftigkeit: in der Wahrheit leben, wahrhaftig und echt sein (vgl. Mt 5,37); christlicher Gehorsam: darauf hören, was Gott in seiner Liebe für uns will und es in Freiheit tun (vgl. Lk 1,38); Großzügigkeit: sich großzügig hingeben, um sich selbst zu verwirklichen und glücklich zu werden (vgl. Apg 20,35); Reinheit: diese Tugend als Weg der inneren Freiheit und echten Liebe leben (vgl. Mt 5,8); Freude und Begeisterung:ihr Dasein freudig und begeistert leben, wie es den Christen entspricht (vgl. Phil 4,4).
Mutproben und Gemeinschaft
Neben den geistlichen Impulsen spielte auch das gemeinsame Erleben eine zentrale Rolle. Ein Besuch im Kletterwald in Duisburg sollte den Jungs Gelegenheit geben, in kleinen Teams Mut und Vertrauen einzuüben. Hinzu kam ein Geländespiel im Park, Fußball, Wikingerschach und weitere Spiele im Garten.
Der Samstagabend begann mit einem gemeinsamen Grillabend, bei dem die Jungen den Tag ausklingen ließen. Bei Gesprächen, Spielen und gemeinsamem Essen stand vor allem die Gemeinschaft im Mittelpunkt.
Im Anschluss folgte ein Anbetungsabend mit Zeit der Stille, des Gebets und persönlicher Besinnung. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, die Impulse des Tages noch einmal aufzugreifen und zur Ruhe zu kommen.
Am Sonntag feierte die Jungs gemeinsam mit den Eltern die Heilige Messe zum Muttertag. Die anwesenden Mütter empfingen dabei einen besonderen Segen.













































