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50 ECYD -Teamleiter des Regnum Christi vertiefen beim Jahrestreffen bei Würzburg ihren Auftrag, Kinder und Jugendliche im Glauben zu begleiten und zu Aposteln auszubilden

Auf Burg Rothenfels kamen vom 20. bis 22. März 2026 insgesamt 50 junge Verantwortliche aus NRW, Hessen und Bayern zum Jahrestreffen zusammen. Begleitet wurden sie von Bernadette Ballestrem, P. Michael Hemm LC, P. Andrew Torrey LC, Br. Pedro Hernández LC und P. Raphael Ballestrem LC. Im Mittelpunkt des Wochenendes stand die Frage, wie junge Menschen im ECYD selbst zu Aposteln werden und andere auf diesem Weg begleiten können.

Das Treffen verband Hl Messen, Gebetszeiten, Austausch, praktische Impulse und gemeinschaftliche Erlebnisse. So sollte nicht nur über Apostolat gesprochen, sondern konkret eingeübt werden, was es heißt, im Alltag aus dem Glauben heraus zu handeln und Verantwortung für andere zu übernehmen.

Inhaltlich orientierte sich das Wochenende eng an den Statuten des ECYD. Gleich zu Beginn wurde deutlich, worum es geht: Das ECYD versteht sich als internationale katholische Organisation von Kindern und Jugendlichen, die mit Christus und untereinander einen Freundschaftsbund schließen, um am Aufbau einer besseren Welt gemäß dem Evangelium mitzuwirken. Ebenso prägend war der Gedanke aus den Statuten, dass junge Menschen sich als von Gott gewollt und geliebt erfahren und daraus eine Leidenschaft entwickeln können, ihr Umfeld christlich mitzugestalten.

Vor diesem Hintergrund stand das Jahrestreffen unter der Leitfrage, wie Teamleiter den jüngeren Teilnehmern von „LookingGood“– und „GetStrong“-Veranstaltungen helfen können, selbst als Apostel zu leben. Es ging also nicht nur um die Leitung von Gruppen, sondern um die Weitergabe des Glaubens: mit Christus verbunden zu leben, aus dieser Beziehung heraus zu handeln und andere für den Glauben zu gewinnen.

Einen zentralen Akzent setzte der Hauptvortrag von P. Patrick O’Loughlin LC, dem nationalen Verantwortlichen für das ECYD in den USA. Er legte anhand der „Sieben Bausteine des Reich Christi“ dar, wie die Jugendorganisation des Regnum Christi im Leben von Jugendlichen konkret Gestalt gewinnen kann. Dabei griff er auf die Prinzipien des Regnum Christi zurück und übersetzte sie in das Leben des ECYD. Sein Gedanke: Das ECYD ist das Charisma des Regnum Christi, gelebt von Jugendlichen.

Die anschließenden Kleingruppendiskussionen knüpften direkt daran an. Dort überlegten die Teilnehmer, wie sie das Gehörte in ihren Teams im kommenden Jahr umsetzen können. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kinder und Jugendliche lernen können, ihren Glauben nicht nur persönlich zu leben, sondern ihn auch in ihr Umfeld hineinzutragen.

Dass Mission mehr ist als ein Thema auf dem Programm, zeigte sich am Samstag ganz konkret. In kleinen Gruppen gingen die Teilnehmer in den Ort und luden Menschen zu einer Anbetungsstunde am Abend ein. Die Aktion war bewusst schlicht gehaltenr: Wer über Mission spricht, soll auch selbst missionarisch handeln.

Einige Menschen nahmen die Einladung dankbar an. Für die Teamleiter wurde diese kleine Mission so zu einer direkten Erfahrung dessen, was sie später auch den Jüngeren vermitteln wollen: Glauben wächst nicht nur im geschützten Raum, sondern auch dort, wo man den ersten Schritt auf andere zugeht.

Neben Vorträgen und praktischen Übungen prägten geistliche Elemente das Wochenende. Die Heilige Messe, das Morgengebet, Anbetungszeiten und der gemeinsame Ausklang am Abend gaben dem Treffen seinen inneren Rahmen. Gerade dieser Zusammenhang von Gebet und Sendung wurde in der Predigt von P. Raphael Ballestrem LC am Samstag deutlich.

Ausgehend vom Evangelium, in dem Jesus die Herzen von Gerichtsdienern berührt und gewinnt, betonte er, dass im Apostolat letztlich nicht der Mensch aus eigener Kraft wirken könne. Entscheidend sei die Verbindung mit Christus: „In unserem Apostolat soll es immer Jesus sein, der durch uns wirkt. Es ist entscheidend, dass wir mit ihm verbunden sind“, erklärte er den Jugendlichen.

Auch die Zeugnisse am Samstagabend vertieften diesen Gedanken. Sophie berichtete von ihrem Coworkerjahr in Brasilien, wo sie im Religionsunterricht mitwirkte, ECYD-Teams begleitete und sich an Projekten wie dem Bau einer kleinen Kirche beteiligte. Samuel schilderte, wie er sein Talent für Fotografie und Film entdeckte und heute in einem katholischen Fernsehsender einsetzt, um gemeinsam mit seinem Team Hunderttausende zu erreichen. Die Zeugnisse machten deutlich, dass Apostolat viele Formen annehmen kann und dass Jugendliche im ECYD lernen, ihre Begabungen in den Dienst anderer zu stellen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Vorstellung bestehender ECYD-Apostolate. Sie sollte den Teilnehmern Anregungen geben, welche Projekte und Initiativen sich in den verschiedenen Regionen bewährt haben und wie ähnliche Ideen auch vor Ort umgesetzt werden können.

Für viele wurde gerade der Austausch mit Teamleitern aus anderen Regionen zu einer wichtigen Erfahrung. David sagte: „Die Gemeinschaft war ein großer Gewinn. Der Austausch mit den Teamleitern aus den anderen Regionen war sehr inspirierend. Wir sind viele Leute, die für die gleiche Sache arbeiten. Ich spüre, dass wir den jungen Teilnehmern noch viel mehr Möglichkeiten bieten können, sich einzubringen mit ihren Talenten.“

Auch Sophie hob diesen Aspekt hervor: „Am meisten hat sich das Wochenende gelohnt, um mich mit anderen Teamleitern auszutauschen und voneinander zu lernen. Der Vortrag von P. Patrick über die Bausteine für das Reich Gottes hat mir in Erinnerung gerufen, dass wir den jungen Teilnehmern beibringen wollen, ihr Bestes zu geben, großzügig zu sein und darauf zu vertrauen, dass Jesus unsere fünf Brote und zwei Fische vermehrt.“

Am Sonntag rückte P. Raphael mit dem Präventionsvortrag ein Thema in den Mittelpunkt, das für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen grundlegend ist. Dabei wurde das Bild vom Haus verwendet: Sichtbar sind Gemeinschaft, Freundschaft, Glaube und gemeinsames Apostolat. Doch all das braucht ein tragfähiges Fundament. Zu diesem Fundament gehört auch die Prävention.

Konkret ging es um drei Bereiche: den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol, Fragen der Aufsichtspflicht und den Umgang mit Motivation, Konsequenzen und Strafen. Deutlich wurde dabei, dass Prävention nicht als Zusatzaufgabe verstanden werden darf, sondern als Voraussetzung für jede Jugendarbeit.

Alkohol ist kein wesentlicher Bestandteil von ECYD-Aktivitäten oder Betreuerrunden. Wir wollen eine Kultur prägen, in der klar ist: wir können ohne Alkohol eine die gemeinschaftlichen Momente genießen“, klärte P. Raphael die Teamleiter auf. „Besondere Feiern, zum Beispiel einen 18. Geburtstag, bei denen der Wunsch besteht, Alkohol zu konsumieren, finden besser getrennt von ECYD-Veranstaltungen zu einem anderen Zeitpunkt im privaten Bereich statt.“

Gott hat uns Verantwortung für diese Welt gegeben. Es ist etwas Schönes, diese zu übernehmen und zu tragen. Um Verantwortung für Minderjährige bei ECYD-Veranstaltungen zu übernehmen, gibt es klare Regeln: In gewissen Situationen dürfen auch minderjährige Teamleiter bei der Ausübung der Aufsichtspflicht helfen. Wichtig ist, dass sie damit einverstanden sind. Seid euch nicht zu fein, Situationen nachzusprechen. Es kann immer überraschende Situationen geben“, führte er weiter aus. „Wichtig ist, diese mit dem Veranstaltungsleiter im Nachhinein zu besprechen und sich Hilfe zu holen.“

Auch im Umgang mit Konflikten zog P. Raphael eine klare Linie: Willkürliche Strafen seien keine Lösung. Stattdessen sollen gute Beziehungen, Aufmerksamkeit, Klarheit und eine positive Motivation das Miteinander prägen. „Wenn es Probleme gibt, sprich immer mit dem Leiter der Veranstaltung, damit er oder sie helfen kann. Bei Wochenende kann es vorkommen, dass die Teamleiter nicht konsequent sind, weil sie die gute Beziehung zu den Teilnehmern nicht gefährden wollen“, und führte weiter aus: „Es ist manchmal nicht leicht, wir müssen liebevollen Umgang und Klarheit verbinden. Wenn zum Beispiel eine Zeit für die Nachtruhe festgelegt ist, soll sie dann auch beginnen.“

Zum Abschluss benannte P. Raphael konkrete Schritte: die erneute Lektüre des Verhaltenskodex vor Ostern, die digitale Bestätigung, dies getan zu haben, sowie der Mut, Herausforderungen und schwierige Fälle im Team offen anzusprechen. Nur so meinte er, könne eine echte Kultur der Prävention wachsen.

Weitere Informationen zu Prävention und Schulungen finden Sie hier online!

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