Christsein im Alltag 

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33 Jungs erlebten beim „GetStrong“–Wochenendende des Regnum Christi in Dūsseldorf, wie Glaube das Leben prägt

Wie lebt man Freundschaft mit Jesus mitten im Schulstress, im Sportverein, in Ausbildung oder Studium – und nicht nur am Sonntag? Dieser Frage gingen die 33 Jungs Mitte Januar in Düsseldorf nach. 

Ziel des Wochenendes war es, den Teilnehmern anhand spannender Zeugnisse nahezubringen, dass eine Freundschaft mit Jesus den Alltag prägt. Der Glaube sollte nicht als „Zusatzprogramm“ erscheinen, sondern als innere Haltung, die Schule, Freizeit und Familie verändert – Schritt für Schritt, realistisch und ohne Perfektionsdruck. Er kann ganz konkret werden – in Routinen, Entscheidungen, Krisen und Beziehungen.

Besonders eindrücklich waren die Zeugnisse von drei Personen, deren Lebenswege kaum unterschiedlicher sein könnten – und doch auf denselben Kern hinausliefen: Wer im Alltag betet, lernt, auch im Alltag zu vertrauen.

Simon (19) berichtete von seinem Coworkerjahr, das ihn nachhaltig geprägt hat. Zum Tagesrhythmus gehörten Gebet am Morgen, die tägliche Teilnahme an der heiligen Messe, gemeinsame Jugendveranstaltungen und ein intensives Leben in Gemeinschaft. Gerade diese Mischung aus geistlichen Gewohnheiten und echter Alltagsnähe habe ihn wachsen lassen. Aus der Zeit seien Haltungen entstanden, die ihn heute im Studium tragen. Gemeinschaft sei dabei nicht nur „Wohlfühlraum“ gewesen, sondern auch herausfordernd – und gleichzeitig voller Freude, bis hin zu kleinen Streichen untereinander.

Einen ganz anderen Horizont eröffnete Lena, die seit mehreren Jahren als Berufspilotin arbeitet. Ihr Beruf wirke von außen oft glanzvoll: Reisen, Hotels, besondere Orte. Gleichzeitig spreche kaum jemand über den Druck dahinter: Kritik aushalten, Prüfungen bestehen, hohe Anforderungen, schwierige Wetterbedingungen und eng getaktete Abläufe. Besonders stark blieb ein Bild, das sie aus dem Fliegen mitbrachte: Wenn man durch die Wolkendecke steigt, könne unten Dunkelheit und Turbulenz sein – und plötzlich sei oben blauer Himmel und Sonne. 

Für sie ist das ein Gleichnis des Glaubens: Gottes Liebe bleibt da, auch wenn man sie gerade nicht spürt. Und sie machte deutlich, wie praktisch das werden kann: Auf dem Weg zum Flughafen, in einer Kapelle oder sogar während eines Fluges gebe es Momente, um innerlich ins Gespräch mit Gott zu gehen – kurz, schlicht, aber tragend.

Auch Bernhard, Soldat der Bundeswehr auf Offizierslaufbahn, sprach über Glauben in einem Umfeld, das Verantwortung und Belastbarkeit verlangt. Nach einer Kindheit in der Eifel folgten Abitur, Grundwehrdienst, Studium und Stationen mit wachsender Verantwortung – bis in leitende Aufgaben hinein. Was trägt in einem solchen Leben? Für ihn steht an erster Stelle das Gebet: eine längere Gebetszeit gehört täglich dazu, zuhause ebenso wie im Auslandseinsatz. Dazu komme die sonntägliche Messe, wenn möglich auch unter der Woche – Militärgemeinden seien dabei eine wichtige Hilfe. 

Bernhard betonte auch, wie entscheidend es ist, im eigenen Umfeld zum Glauben zu stehen: Christen hätten „nichts zu verstecken“. Glaube zeige sich zudem in Verantwortung in Staat und Gesellschaft, in Gemeinde und Vereinsleben – und in Tugenden, die den Charakter formen: Nächstenliebe, Vergeben, Ehrlichkeit, Respekt. Auch Verzicht sei Teil davon – nicht als Verbot, sondern als Freiheit, um innerlich verfügbar für Gott zu bleiben.

Zum Wochenende gehörten nicht nur Vorträge und Zeugnisse, sondern auch gemeinsame Erlebnisse, die verbinden. Ein Höhepunkt war das Eislaufen im Grefrather Eissport & Eventpark. Auf einer großen Eisfläche tobten sich die Jungs aus; Anfänger wurden von erfahrenen Teamleitern behutsam herangeführt, während Fortgeschrittene bei viel Bewegung im Innen- und Außenbereich auf ihre Kosten kamen. Gerade diese Mischung aus Sport, gegenseitiger Hilfe und gemeinsamer Herausforderung machte das Gruppengefühl spürbar.

Den geistlichen Gegenpol bildeten Gebetszeiten und die heilige Messe. Am Abend fand ein Abend der Barmherzigkeit statt. Dort brachten die Jungs gemeinsam Dank und Bitten vor Gott, sangen zusammen und hatten zugleich Raum für Stille und persönliches Gebet. Einige nutzten zudem die Möglichkeit, das Sakrament der Versöhnung zu empfangen – als bewussten Schritt, Ballast abzugeben und neu anzufangen.

Am Ende stand ein klares Fazit: Ein Wochenende wie dieses ist nur möglich, weil engagierte Teamleiter mit viel Herzblut vorbereiten und durchführen. Von der Themenfindung über Tagesplan, Referentenanfragen und Dankgeschenke bis hin zu Einkauf, Reservierungen und Organisation steckt hinter dem Programm viel unsichtbare Arbeit. Für die Teilnehmer sind diese Leiter nicht nur „Betreuer“, sondern inspirierende Vorbilder: junge Männer, die zeigen, dass Glaube lebbar ist – ganz normal, aber entschieden.

So ging das Wochenende in Düsseldorf nicht mit einem „Aha-Moment“ zu Ende, der am Montag verpufft, sondern mit einem realistischen Impuls: Christsein beginnt nicht erst, wenn alles perfekt ist. Es beginnt dort, wo man im Alltag kleine Schritte geht – und Gott darin Raum gibt.

Weitere Informationen zu „GetStrong“ finden Sie online hier!

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