Beim „LookingGood“-Wochenende des Regnum Christi Südostbayern im ApostelHaus Alzgern machten 30 Mädchen die Erfahrung, dass Gottes Liebe trägt.
Anfang Januar trafen sich die Mädchen, vier Müttern und zehn Betreuerinnen im ApostelHaus Alzgern, um ein Wochenende unter dem Thema „Du bist geliebt“ zu verbringen. Für die geistlicher Begleitung war P. Michael Hemm LC zuständig.
Im Mittelpunkt stand eine Botschaft, die gerade Jugendlichen gut tut: Dein Wert hängt nicht an Noten, Aussehen oder Beliebtheit. Du bist wertvoll, weil du Gottes Kind bist.
Nähe statt Distanz: Gott ist nicht weit weg
In den Impulsen ging es nicht um Theorie, sondern um Bilder, die hängen bleiben. P. Michael sprach von „der verrückten Idee Gottes“, Mensch zu werden. Um zu zeigen, wie radikal diese Nähe ist, wählte er einen bewusst überzeichneten Vergleich: Es sei, „wie wenn ich auf meinem Balkon Regenwürmer züchten würde … und ich werde selbst ein Regenwurm“. Und dann setzte er nach: „Der Schritt von Gott zu Mensch ist viel größer als Mensch zu Regenwurm.“
Die Richtung war klar: Christsein beginnt nicht mit Druck, sondern mit Beziehung. Oder, wie es als roter Faden durch das Wochenende lief: „Jemand, der weiß, dass er geliebt wird, kann auch andere lieben.“ Liebe ist hier nicht nur Gefühl, sondern ein Fundament, auf dem Beziehungen wachsen.
Ein Wert, der bleibt
Einen besonders alltagsnahen Zugang brachte Isabella Hubauer. Sie verglich den Wert eines Menschen mit einem Geldschein: „Ein 100-Euro-Schein verliert nicht an Wert, nur weil er zerknittert oder dreckig ist.“ Genau das traf die Lebenswelt vieler Mädchen: Wenn Schule stresst, wenn Social Media Druck macht, wenn man an sich zweifelt. Die Botschaft: Du musst nicht perfekt sein, um geliebt zu werden.
Jesus klagt nicht an, er ruft zurück
Theresa Klinger (23), seit vielen Jahren bei LGIO, knüpfte direkt an die Fragen an, die Jugendliche wirklich kennen. Sie startete mit: „In welchen Situationen fühlst du dich geliebt?“ Dann nahm sie die Szene mit Petrus in den Blick: Jesus stellt nach dem Versagen keine Abrechnung auf, sondern fragt schlicht: „Liebst du mich?“
Die Aussage dahinter war entlastend: Schuld und Schwäche nehmen einem Menschen nicht den Wert. „Unser Wert ändert sich überhaupt nicht, wenn wir sündigen. Weil Jesus schon dafür gestorben ist“, sagte sie. Und sie machte Mut, das Schwere nicht allein zu tragen: „Wenn wir Jesus unseren schweren Rucksack geben, dann trägt er ihn für uns.“ Ihr Zuspruch blieb hängen: „Sei ganz du und niemand anderer! Du bist sein Meisterwerk!“
Zugehörigkeit ist kein Leistungsprojekt
Am Sonntag bekam das Thema einen besonderen Resonanzraum: Das Fest der Taufe des Herrn. P. Michael formulierte es so, dass es sofort verständlich wurde: „Es ist ganz normal und selbstverständlich, dass eine Mama ihr Kind liebt. Genauso ist es bei Gott.“ Und noch klarer: „Egal was wir machen, wir können diese Liebe Gottes nicht weniger machen. Weil wir einfach seine Kinder sind.“
Um Zugehörigkeit zu erklären, erzählte er von einer offenen Haustür: Wer weiß, dass er zuhause ist, geht einfach rein. Wer sich nur „wie ein Angestellter“ fühlt, bleibt eher stehen und wartet. Die Pointe: „Der Himmel steht offen, wir können einfach rein gehen.“
Gemeinschaft, die man spürt
Am Samstag ging es zum Schlittschuhlaufen ins Eisstadion nach Mühldorf. Später bastelten die Mädchen Neujahrs-„Challenge“-Gläser, bevor der Abend in Spielen und Gesprächen ausklang. Am Sonntagvormittag sorgten ein Kahoot-Quiz und ein Q&A mit P. Michael dafür, dass auch persönliche Fragen Platz hatten.
Dass das Wochenende nicht „durchgetaktet“, sondern bewusst persönlich war, zeigte sich auch in den Rückmeldungen der Leiterinnen. Theresa (18) sagte über die Messe am Samstag: „Ich weiß gar nicht warum, aber sie hat mich heute besonders berührt.“ Pia (21) fand gerade die kleinere Gruppengröße hilfreich: „So hat man mehr Zeit für die einzelnen Mädls gehabt und es war eine schöne Gemeinschaft.“
Stimmen der Mädchen
Annalena: „Am meisten Spaß hat mir das Basteln am Samstagnachmittag gemacht.“
Josefine: „Mein Highlight war der Spieleabend und das Q&A, weil der Pater Michael alle Fragen beantwortet hat.“
Regina (11): „Ich hab mir mitgenommen, dass ich geliebt bin, egal was ich tue.“








