Dienstag, 7. Juli 2015

Armut geht uns alle an!

Benediktinerabt Maximilian bei „Theologie vom Fass“ in Linz

Bin ich arm, weil ich nur das besitze, was ich am Leib trage? Bin ich arm, wenn ich alles zurücklassen und fliehen muss, aus Angst um mein Leben? Bin ich arm, weil ich alleine am Tisch sitze, mich keiner anruft, als ob es mich nicht gäbe? Oder bin ich arm, wenn mich all das nicht mehr berührt, kalt lässt?

Der Lambacher Benediktinerabt Maximilian sprach bei „Theologie vom Fass“ im „Josef – das Stadtbräu“ in Linz „Über den richtigen Umgang mit Armen und Bettlern. Was geht mich das an?“

Denn die Armen habt ihr immer bei euch, heißt es in Markus 14,7. Obdachlose. Bettler. Flüchtlinge. Einsame, Alte. Überforderte Alleinerzieher. Kranke. Missachtete. Misshandelte. Und sie zeigen uns, wo wir als Menschen, als Gesellschaft stehen. Wie gehen wir mit ihnen um?

Abt Maximilian sagt, man solle die Not an der Wurzel anpacken: „Hinsehen. Fragen: Was ist los? Was brauchst du? Wir sollten uns nicht angeekelt abwenden, sondern dem Notleidenden in die Augen sehen, Zeit nehmen, zuhören, berühren und ihm seine Würde als Person spüren lassen. Und handeln.“ Es gebe aber kein Patentrezept für die „richtige Nächstenliebe“. Es stehe jedem frei, abzuwägen, auszuwählen und zu handeln. „Aber nichts zu tun, wäre fatal!“ Denn, wie es der hl. Johannes vom Kreuz ausdrückt: „Am Ende des Lebens wirst du geprüft über die Liebe.“

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    Benediktinerabt Maximilian bei „Theologie vom Fass“ in Linz

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