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Montag, 17. August 2020

Erste Ordensprofess und Ewige Profess bei den Legionären Christi

Pressemitteilung - 16. August 2020

 

Betreff: Erste Ordensprofess von zwei Novizen und eine Ewige Profess bei den Legionären Christi in Deutschland

 


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Erste Ordensprofess von zwei Novizen und eine Ewige Profess bei den Legionären Christi in Deutschland

Am 16. August legten Bruder Sebastian Jasiorkowski und Bruder José Andrés González Fernández in einem feierlichen Gottesdienst in der Basilika St. Anna in Altötting ihre ersten Ordensgelübde für zunächst zwei Jahre ab. Mit der Profess endet ihre zweijährige Vorbereitungszeit auf das Ordensleben. Bruder Markus Stehmer LC legte seine Ewige Profess ab. – Im September ziehen die Novizen von Alzgern nach Bad Münstereifel. 

Die jungen Männer gelobten vor etwa 250 Gläubigen, in Armut, Keuschheit und Gehorsam zu leben. Der Gottesdienst fand auch in diesem Jahr, dank der Gastfreundschaft der Kapuziner, in der Basilika St. Anna statt. Zur Feier angereist waren neben den Eltern und Verwandten der Professen auch zahlreiche Priester und Ordensleute der Legionäre Christi aus Österreich, Mexiko, Polen und Deutschland. Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie fand die Professfeier diesmal nur im kleineren Kreis statt und auch der übliche Empfang mit Programm in der Niederlassung in Alzgern musste leider ausfallen.

„Gott will durch Menschen zu den Menschen kommen“

In seiner Predigt verwies P. Valentin Gögele LC (Ordensprovinzial) zunächst auf die Tatsache, dass unser Gott auch heute noch beständig Menschen berührt. Und dass sich so viele – gerade in diesen schwierigen Zeiten – von ihm finden, berühren, verwandeln, aussenden lassen. Die drei Mitbrüder geben uns mit ihrer Gelübdeablegung ein erbauliches Zeugnis davon. Durch ihr Sein und Tun berührt Gott die Welt.

Im weiteren Verlauf ging der Zelebrant auf einige Einwände und Entmutigungen ein, die uns in diesem Zusammenhang beschleichen können: Wer weiß, ob Gott auch heute noch Menschen berührt? Wo sind sie denn alle? Was kann der Einzelne denn schon groß bewirken? Anhand von erlebten Zeugnissen aus den vergangenen Monaten und mit Blick auf die Heilsgeschichte, wurden darauf Antworten gefunden.

Gott ist von seinem Wesen her „Der-sich-Verschenkende“, „Der-sich-für-uns-Interessierende“, „Der Berührende“. Dabei ist jeder junge Mensch, der einer gottgeweihten Berufung in Armut, Keuschheit und Gehorsam folgt, ein praktischer Gottesbeweis. Letztendlich gibt es – von Gott aus gesehen! – nur zwei Gruppen von Menschen: die, die ihm schon begegnet sind – und die, die er unbedingt noch mit seiner Liebe berühren will! „Bist auch du bereit, dein ‚Ja‘ dazu zu geben und dich berühren zu lassen, auf dass Gott durch dich zu den Menschen kommen kann?“ Direkt nach dem Ablegen der Profess erhielten die Ordensbrüder je ein Kreuz als ihren künftig einzigen unmittelbar persönlichen Besitz. Dies symbolisiert, dass sie ihr ganzes Leben Gott anvertrauen.

Wer sind die neuen Professen?

Br. Sebastian wurde am 20. Juni 1998 in Polen geboren. Er hat noch eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder. Als Neunjähriger nahm er das erste Mal an Sommer-Camps der Legionäre Christi teil und engagierte sich später als Leiter im „Klub Horyzont“ des Regnum Christi in Polen. Nach der Schulzeit verbrachte er einen Sommer als „Coworker“ in Kanada und ein Jahr in Irland. Dort habe er seine Berufung „wiederentdeckt“, sagt er. Sebastian spielt seit dem sechsten Lebensjahr im Verein Fußball und trainierte Leichtathletik. Seine Lieblingsfächer waren in der Schule Geschichte, Englisch und Latein. Nach dem Abitur wollte er eigentlich Jura studieren, entschied sich dann aber für den Eintritt in das Noviziat der Legionäre Christi.

Br. José kommt aus Monterrey (Mexiko). Er ist 23 Jahre jung. Sein Abitur legte er am „Irish Institute of Monterrey“ der Legionäre Christi ab. Seit seiner Kindheit spielt er begeistert Fußball. In der Schule leitete er einen Debattierklub und war Schülersprecher. Für die Arbeit von Missionaren sammelte er mit Freunden in der Schule ehrenamtlich Spenden. Nach dem Abitur arbeitete er als „Coworker“ im Regnum Christi ein Jahr in Barcelona (Spanien). Danach studierte er ein Jahr Ingenieurwesen, bevor er 2018 in das Noviziat der Legionäre Christi eintrat.

Wie haben sie sich auf ihre erste Ordensprofess vorbereitet?

Br. Sebastian: Eine besondere Zeit der Vorbereitung auf die Profess war der letzte Monat sozial-caritativer Arbeit in einem Alten- und Pflegeheim. Ich konnte mich den bedürftigen älteren Menschen schenken ohne etwas zurückzuerwarten. Das war eine sehr gute Vorbereitung darauf, mich bei der Profess Gott zu schenken. Sehr geholfen hat mir auch die Vertiefung des Themas der Gelübde in der geistlichen Lesung, vor allem die päpstlichen Schreiben „Redemptionis Donum“ und „Vita Consecrata“. Schließlich waren es die Zeiten der eucharistischen Anbetung, in denen ich mein Herz vor Gott öffnen konnte, um seine Gnade zu erbitten; in denen ich ihm alles ohne Angst anvertrauen konnte, weil ich weiß, dass er mich, wenn er mich ruft, auch leiten wird. Diese Momente waren und sind für mich besonders wichtig.

Br. José: Es ist ein Prozess. Ich will mein ganzes Leben Gott weihen, und ich weiß, dass ich dazu echt frei sein muss, dass ich nicht geben oder weihen kann, was ich selbst nicht habe. Aber wie kann ich diese Freiheit erlangen? Ich muss mich selbst kennenlernen und annehmen. Wenn ich ein falsches Bild von mir selbst habe, kann ich mich nicht selbst hingeben. Ich kann sowohl meine Schwächen als auch meine Talente nutzen, um den Menschen zu dienen. Ich muss Gott kennenlernen. Wenn ich Gott kenne, wie er wirklich ist, wenn ich mich selbst kennenlerne und seine Barmherzigkeit erfahre, dann bin ich frei, mein ganzes Leben für das Reich Christi hinzugeben.

Warum möchten Sie Ordensmann und Priester bei den Legionären Christi werden?

Br. Sebastian: Im Charisma der Legionäre Christi hat besonders zu meinem Herzen gesprochen, dass die Gemeinschaft sowohl kontemplativ als auch evangelisierend (aktiv) ist. Als Kind und dann besonders in der Zeit als „Coworker“ konnte ich außerdem meine Beziehung zum Heiligsten Herzen Jesu vertiefen. Während des „Coworker“-Jahres in Dublin hatte ich im „Faith and Family Center“ des Regnum Christi viel Kontakt mit Familien. Ich fand es sehr attraktiv, selbst ein tiefes geistliches Leben zu führen, dessen Früchte ich dann mit andern teilen konnte. Allen von Gottes Liebe erzählen – dafür will ich gerne Priester werden! In den letzten zwei Jahren habe ich auch erfahren, dass ich wirklich die Unterstützung einer Gemeinschaft brauche. Es ist, wie in jeder Familie, nicht immer einfach, aber ich weiß, dass ich diese Familie brauche. Deswegen will ich Ordensmann werden.

Br. José: Ich kann nicht jemanden in Not sehen und ruhig bleiben. Ich kann nicht die Welt in Not sehen und sitzenbleiben. Mein Herz brennt und ich weiß, dass ich mein Leben hingeben will, um den Seelen Gott zu bringen. Gott hat mich so gemacht und mir Schritt für Schritt gezeigt, dass ich diese Fülle, die ich suche, in der Kirche und der Legion finden kann. Ich glaube, dass Gott mich heiligen möchte – als Legionär Christi.

Das ganze Interview mit den beiden Neuprofessen finden Sie hier auf unserer Webseite.

Ewige Profess – „Ich bin unendlich dankbar“

Markus Stehmer, geboren am 6. Juni 1988 in Köln, trat 2009 in das Noviziat der Legionäre Christi ein, nachdem er die Ordensgemeinschaft bereits durch die Jugendarbeit im Rheinland kennengelernt hatte. 2011 legte er die ersten zeitlichen Gelübde ab, am 16. August wird er sich nun durch die ewigen Gelübde für sein ganzes Leben an Gott in unserer Gemeinschaft binden. Er studiert derzeit Theologie im Rom und wird voraussichtlich im kommenden Jahr die Weihe zum Diakon empfangen.

„Ich bin unendlich dankbar für alles, was der Herr für mich getan hat“, sagt er. „Für mich hat das Abenteuer der Berufung vor elf Jahren begonnen, mit vielen Höhen und Tiefen. Ehrlich gesagt ist es nicht immer leicht, meinem Berufungsweg zu folgen. Viele Kämpfe mit sich selbst und mit verschiedenen Umständen können einen manchmal ganz schön durcheinanderbringen. Aber Gott ist gut und hat mich nie im Stich gelassen.“

Der Berufung treu bleiben... „Die wohl größte Hilfe, um meiner Berufung treu zu bleiben, waren meine Mitbrüder, meine Familie und die Freundschaft mit vielen Menschen, die ich über die Jahre kennengelernt habe.“

Als Priester möchte ich sein... „Jemand, der zusammen mit den Menschen geht – jemand, dem man Vertrauen schenken und an den man sich auch in Schwierigkeiten wenden kann. Als Priester möchte ich jemand sein, der Christus im anderen lebendig macht.“

Was mir in meinem Leben wichtig ist... „Vor allem Freundschaft, die persönliche Beziehung mit Jesus Christus. Und daraus auch „Spaß an der Freude“ – wie es die Kölner sagen.“

Was ist das Noviziat?

Vor ihrer ersten Profess hatten die neuen Ordensmänner eine zweijährige Probezeit, das Noviziat, absolviert. In dieser Zeit nutzten die jungen Männer die Möglichkeit, in der Stille und Zurückgezogenheit des Noviziats ihrer Berufung zum Ordensleben und Priestertum gezielt nachzugehen. Geprägt ist diese Phase durch das Gebet, die Vertiefung der eigenen Beziehung zu Gott, der Kenntnis der Kongregation, ihrer Spiritualität und ihrer pastoralen Arbeitsbereiche. Am Ende dieser Zeit legten die jungen Männer, die ihrer Berufung sicherer geworden sind, nun ihre ersten zeitlichen Gelübde ab, zunächst für zwei Jahre. Nach dem Noviziat werden sie ihre Ausbildung mit den humanistischen Studien fortsetzen, an die sich ein Philosophie- und Theologiestudium sowie ein Pastoralpraktikum anschließen.

Kurze Geschichte der Legionäre Christi und des Noviziats in Deutschland

Zu Pfingsten 1988 kam der erste Priester der Legionäre Christi auf Dauer nach Deutschland. Am 3. Januar 1991, dem 50. Gründungsjubiläum der Legionäre Christi, erfolgt die Gründung des deutschen Noviziates, das seinen Sitz zunächst noch in Rom hat. Dank der großzügigen Unterstützung des Aachener Bischofs Klaus Hemmerle kann das Noviziat schon im August desselben Jahres auf deutschen Boden übersiedeln und ein ehemaliges Erholungsheim der Caritas Essen in Roetgen in der Eifel beziehen. Durch Vermittlung des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner kann das Noviziat 1995 nach Bad Münstereifel umziehen, wo ein leerstehendes Mädcheninternat der Ursulinen ausreichend Platz bietet. 2014 zog das Noviziat nach Alzgern ins Bistum Passau, vor allem um den Aufbau und die Entwicklung der 2008 dort ebenfalls eröffneten Apostolischen Schule zu ermöglichen. Die feierliche Einweihung des neuen Standorts der Legionäre Christi in Bayern fand am 28. Juni 2014 mit ca. 1.000 Gästen durch Bischof Dr. Stefan Oster SDB statt. Aus der Niederlassung wird bald ein Haus des Gebets und der Begegnung, offen für zahlreiche Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Umzug der Novizen von Alzgern nach Bad Münstereifel

2019 begann der Ausbau zum ApostelHaus des Regnum Christi. Das ist einer der Gründe, warum die Novizen im September 2020 wieder nach Bad Münstereifel ziehen. In einem ausführlichen Interview in der Sommerausgabe unseres L-Magazins sprechen P. Joachim Richter LC (Regionalleiter des Regnum Christi in Bayern und Leiter des ApostelHauses Alzgern) und P. Konstantin Ballestrem LC (Novizenmeister) über die Entwicklung der Standorte und die Gründe für den Umzug der Novizen (Lesen Sie hier: https://kurzelinks.de/qqzz). In Bad Münstereifel bilden die Apostolische Schule und das Noviziat dann zusammen einen kompakten Ausbildungsstandort der Legionäre Christi.

Wir über uns

Die Legionäre Christi sind eine Priester-Kongregation päpstlichen Rechts. Sie wurde 1941 in Mexiko gegründet und 1948 bzw. 1965 auf diözesaner und weltkirchlicher Ebene anerkannt. Die Ordensgemeinschaft zählt aktuell 1.501 Mitglieder (darunter Novizen, Ordensleute und Priester), die in 21 Ländern der Welt tätig sind, vier Mitglieder der Legionäre Christi sind Bischöfe. Die Priester, Ordensleute und Novizen der Legionäre Christi kommen aus 40 Ländern. Die Gemeinschaft widmet sich als missionarischer Orden vor allem der Verkündigung und der Ausbildung.

Zusammen mit der Apostolatsbewegung Regnum Christi bilden die Legionäre Christi eine geistliche Familie. Das Regnum Christi zählt weltweit 22.652 Laienmitglieder, 523 gottgeweihte Frauen und 59 gottgeweihte Männer. Teil des Regnum Christi bildet die internationale Kinder- und Jugendorganisation ECYD, ihr gehören insgesamt 11.584 Mädchen und Jungen an. In Österreich und Deutschland zusammen zählt das Regnum Christi über 500 Mitglieder [Stand 31. Dezember 2018].

In Deutschland sind die Legionäre Christi und das Regnum Christi seit 1988 tätig und haben heute Niederlassungen in Neuötting-Alzgern (ApostelHaus und Kommunität der Legionäre Christi), Bad Münstereifel (Apostolische Schule und Noviziat), Düsseldorf (Territorialdirektion und Kommunität der Legionäre Christi), Ratingen (ApostelHaus und Kommunität der Gottgeweihten Frauen im Regnum Christi). Sie betreuen Mitglieder des Regnum Christi und begleiten deren Initiativen v.a. in den Bereichen Ehe, Familie und Spiritualität in verschiedenen deutschen Bistümern und sind auch in anderen seelsorglichen Aufgaben tätig (z.B. Schulseelsorge und Pfarrmissionen). Sie arbeiten vorwiegend in Schulen und Universitäten, in Mission und Entwicklungshilfe, im Bereich der Medien und in der Jugend- und Familienpastoral sowie in der Diözesanpriesterausbildung.

Am 15. September 2019 treten die neuen Statuten des Regnum Christi in Kraft, die in diesem Jahr vom Heiligen Stuhl approbiert worden waren. Die Legionäre Christi, die gottgeweihten Frauen und Männer und die Laien-Mitglieder des Regnum Christi bilden dann zusammen die Regnum-Christi-Föderation.

Mehr Informationen über uns finden Sie auch im Internet unter:

www.facebook.com/RegnumChristiundLegionaereChristi
www.twitter.com/RegnumChristiDe

 

 

Additional Info

  • Untertitel:

    Pressemitteilung - 16. August 2020

  • Kategorie News : Aktuelles aus anderen Bereichen
  • Datum: Ja
  • Druck / PDF: Ja
  • Region: Deutschland, International

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