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Donnerstag, 19. November 2020

Jesus gibt uns Hoffnung und Zuversicht

Selbst im Lockdown könne jeder viel tun, um den Glauben tief zu leben, ist P. Joachim Richter LC überzeugt.

„Solange diese übertriebenen Corona-Maßnahmen andauern, gehe ich nicht mehr zur Kirche", erzählte ein Mann vor kurzem seinem Freund. „Die Corona-Pandemie ist doch nur ein Fake, eine Erfindung der Mächtigen, um eine globale Diktatur aufzubauen." Ständig strömen kontroverse Meinungen auf uns ein. Das macht uns unruhig. Doch wie sollen wir Christen über die Sache denken? Wo finden wir Orientierung und Halt?

Tiefes Gottvertrauen als Grundhaltung

Unsere Grundhaltung als Christen sollte von einem tiefen Gottvertrauen geprägt sein. Es mag viele Mächtige in der Welt geben, es gibt aber eben nur einen Allmächtigen. Letztlich wird Christus die Welt auf das Ziel hin lenken, das er vorgesehen hat. Einige Eckpunkte können wir sicher festhalten: Gott hat die Pandemie zugelassen. Er holt mich dann, wenn ich dran bin, entweder durch Corona oder durch Herzversagen oder durch etwas anderes. Ist die Ursache meines Todes nicht von zweitrangiger Bedeutung? Kommt es nicht viel mehr auf das Große und Herrliche an, das der Herr mir einst schenken möchte, den Himmel? Gott prüft unsere Treue: Ob wir auch dann noch am Glauben festhalten, wenn es mühsam wird. Wahres Christsein war noch nie ein Spaziergang in einem Schlaraffenland. Der Weg ist schmal und steil, aber er führt zum Leben!

Einerseits werde ich meine Gesundheit und die meiner Mitmenschen nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen. Deshalb werde ich die Maske aufsetzen und die Maßnahmen so gut wie möglich befolgen. Andererseits werde ich mich nicht von Panik mitreißen lassen, sondern mich in Ruhe über die Fakten informieren und vor allem darüber nachdenken, wie ich das Beste aus der Situation machen kann.

Glaube und Nächstenliebe in Aktion

Denn auch jetzt kann ich viel tun, um den Glauben tief zu leben: Fortbildung, Bücher, Online-Seminare, Beziehungspflege, Hauskirche, Bibellesen, mein Zuhause dem Herzen Jesu weihen, bei Christus im Tabernakel auftanken und vieles mehr. Ist das etwa nicht wesentlich?

Wegweisend finde ich das Beispiel von Menschen, die die Einsamkeit ihrer Mitmenschen lindern, indem sie sie einfach anrufen. Sich erkundigen, wie es dem anderen geht oder mit ihm beten, das geht auch übers Telefon. Ich bin überzeugt, dass das zu den wertvollsten Dingen gehört, die wir momentan tun können. Das ist Glaube und Nächstenliebe in Aktion.

Stellt euch vor, jeder von uns würde drei Personen anrufen. Jeder von den drei Angerufenen würde wieder je drei Personen anrufen usw. In kürzester Zeit würde diese Telefonlawine Tausende von Menschen mit der Liebe Gottes erreichen.

Hoffnung und Sicherheit

Wir haben viele Fragen. Antworten, die uns wirklich zufriedenstellen, finden wir nur bei dem, der Alpha und Omega ist: Jesus Christus. Er gibt uns Hoffnung und Sicherheit. Papst Franziskus schöpft einige konkrete Weisheiten aus dem Wort Gottes in seiner Botschaft zum Welttag der Armen, die ich euch nur empfehlen kann.

Gottes Segen,

Euer P. Joachim Richter LC

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    Selbst im Lockdown könne jeder viel tun, um den Glauben tief zu leben, ist P. Joachim Richter LC überzeugt.

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