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Freitag, 27. März 2020

Gott weiß schon, was er tut

Geistlicher und missionarischer Impuls zum fünften Fastensonntag von Sarah Briemle (gottgeweihte Frau des Regnum Christi)

Gott ist größer als ich. Gott weiß mehr als ich. Gott liebt mehr als ich. Manchmal tut es uns gut gewisse Wahrheiten ganz frisch in unserem Bewusstsein wach werden zu lassen.  Nur so können wir uns dem Geheimnis Gottes nähern und Neues begreifen.

Im heutigen Evangelium erinnern wir uns an ein Ereignis in Betanien, das menschlich gesehen nicht ideal abläuft. „Gott hätte da doch mehr und schneller reagieren können“, würden wir in unserer Weisheit vielleicht urteilen. Marta und Maria haben sichtlich auch mit diesen Fragen zu kämpfen.  Sie hatten anderes von ihm erwartet. Wir können uns vorstellen, wie die Schwestern am Krankenbett ihres Bruders standen und sich nichts mehr gewünscht hätten als die Gegenwart Jesu. Sicher hatten sie viele Gebete Richtung Himmel gerichtet. Jesus kam spürbar zu spät. Der Schmerz trat ein. Sie mussten Loslassen. Die Tränen flossen.

Doch was geschieht hier wirklich? Wie können wir den allmächtigen, weisen und liebvollen Gott hier am Wirken sehen?

Direkt im Anschluss an diese Bibelstelle erzählt uns der Evangelist Johannes, dass der Beschluss gefasst wurde Jesus zu töten. Die versammelten Menschen würden bald noch viel stärker in ihrem Glauben herausgefordert sein. Jesus selber würde in kürzester Zeit in einem Grab liegen.  Er lässt dies zu „damit sie glauben“ (s. Joh 11, 42). Unser liebender Gott will alles daransetzen, dass so viele wie nur möglich die Gnade seiner Auferstehung in ihrem eigenen Leben annehmen können. Gott geht es um das Ziel unseres Lebens, um unsere ewige Freude. Unzählige Wunder bewirkte Jesus in seinem öffentlichen Wirken und offenbarte, dass Er Herr über die Natur ist. Sie muss Ihm gehorchen. Er offenbarte sich als allmächtig und liebenden Gott, der uns heilen und befreien will. Nun bewirkte Er in Betanien sogar ein szenenähnliches Wunder, sodass sie kurze Zeit später, wenn er als Messias durchbohrt und gebrochen ins Grab gelegt würde, „einfacher“ glauben könnten. Jesus hatte Marta versprochen: „Dein Bruder wird auferstehen.“ Er hatte seinen Jüngern verheißen: „Der Menschensohn… wird getötet werden und nach drei Tagen wieder auferstehen.“ (Mk 8, 31). Was hat er uns als Kirche verheißen? Was hat er dir verheißen? Wenn wir die Verheißungen des Evangeliums verinnerlichen darf unser Leben zutiefst von Hoffnung, Zuversicht und Frieden geprägt sein, denn Gott bricht seine Versprechen nicht.

Und vielleicht geht es eben nicht nur um mich. Welche „Volksmenge“ soll durch mein Leben bestärkt und werden? Für wen kann meine Schwierigkeit ein Geschenk sein?

Gottes Segen, Eure Sarah Briemle

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  • Untertitel:

    Geistlicher und missionarischer Impuls zum fünften Fastensonntag von Sarah Briemle (gottgeweihte Frau des Regnum Christi)

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