Samstag, 4. Mai 2019

„Damit Gott wirken kann“

Am 4. Mai empfangen 37 Legionäre Christi die Priesterweihe, 3 davon aus Deutschland. Im Kurzinterview erzählen sie, wie sie sich darauf vorbereitet haben.

Am 4. Mai werden in der Lateranbasilika in Rom 37 Diakone der Legionäre Christi zu Priestern geweiht. Für alle Freunde unserer Gemeinschaft und Interessierte, die nicht vor Ort sein können, gibt es am Samstag ab 10.00 Uhr einen Live-Stream mit der Direktübertragung der Priesterweihe im Internet mit deutscher Kommentierung durch Br. Markus Stehmer LC und Br. Michael Hemm LC.

Die Priesterweihe wird außerdem live von K-TV übertragen. Alle Infos zum Empfang per Satellit, Kabel oder per Internet finden Sie auf der Webseite des Fernsehsenders.

„Der Priester ist ein Mann der Hingabe, der Selbsthingabe, jeden Tag, ohne Ferien und ohne Pause. Denn unsere Tätigkeit, liebe Priester, ist kein Beruf, sondern ein Geschenk; sie ist kein Beruf, der auch dazu dienen kann, Karriere zu machen, sondern eine Sendung.“

(Papst Franziskus, 15. September 2018, Ansprache in der Kathedrale von Palermo, bei der Begegnung mit Klerus, Ordensleuten und Seminaristen)

Wie haben Sie sich auf die Priesterweihe vorbereitet?

Unter den Kandidaten sind auch Rafael und Mariano Ballestrem LC, Gabriel Wendt LC und Alejandro Espejo LC, die aus Deutschland stammen bzw. hier arbeiten. Über die Zeit als Diakone und wie sie sich auf ihre Priesterweihe vorbereiten, sprachen sie wenige Tage vorher im Kurzinterview.

In seiner Predigt während Ihrer Diakonweihe am 21. April 2018 betonte Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp (Erzbistum Köln) die besondere Bedeutung des Dienens für den Diakon. Was war für Sie die wichtigste Erfahrung in dieser Zeit?
P. Mariano: Die wichtigste Erfahrung war für mich sicherlich die Woche, in der ich für die hiesigen „Coworker“ [in den USA] geistliche Exerzitien gepredigt habe. Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie Gott in den jungen Leuten arbeitet und wie ein Priester (oder in diesem Fall ein Diakon) dafür sein Werkzeug sein kann.
P. Gabriel: Ein Höhepunkt was auf jeden Fall die Taufe meines Neffen Vincenz. Meine Familie hat mich von Beginn an eng und herzlich auf meinem Berufungsweg begleitet. Nach 12 Jahren dann endlich als Diakon ein Sakrament spenden zu können, war wunderschön. Einen solch segensreichen Dienst auszuüben, macht deutlich, weshalb Gott Menschen dazu beruft, alles andere zurückzulassen.

Die Priesterausbildung bei den Legionären Christi ist sehr umfassend und dauert meist über zehn Jahre. Wie haben Sie sich auf ihre Priesterweihe vorbereitet?
P. Raphael: An erster Stelle steht hier das persönliche Gebet. Die Momente in Stille und Einsamkeit vor dem Allerheiligsten sind mir in dieser Zeit besonders wichtig.
P. Gabriel: Das Leben als Ordensmann, das ich seit mehr als einem Jahrzehnt lebe, enthält an sich bereits die wesentlichsten Dinge: das tägliche Gebet, die Liturgie, die gewissenhafte doktrinelle und pastorale Vorbereitung. Die praktischen Vorbereitungen auf die Feier helfen mir, mich auch mental auf die Weihe einzustimmen. Am wichtigsten ist für mich aber der persönliche Kontakt zu Christus: Er ist es, der mich zur Nachfolge ruft; nur in seiner Nähe und Freundschaft macht das alles Sinn.
P. Mariano: Ich versuche mich vom sehr intensiven Alltag nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen, sondern Zeit und Ruhe zum Gebet zu finden. Ein Countdown auf dem Handy erinnert mich täglich daran, dass die Priesterweihe kommt, auch wenn sie hier von Washington aus noch sehr weit entfernt zu sein scheint.

Derzeit wird viel über die priesterliche Identität in der katholischen Kirche diskutiert. Worin sehen Sie aktuell die größte Herausforderung für ein Leben als katholischer Priester?
P. Raphael: Ich glaube, dass die größte Herausforderung darin besteht, die Botschaft des Evangeliums selber immer mehr zu verinnerlichen und vor allem mit Freude, Mut und Optimismus den Menschen weiterzugeben.
P. Mariano: Die größte Herausforderung für einen Priester scheint mir die gleiche zu sein, wie vor 100 Jahren: Das Streben nach Heiligkeit, damit Gott wirken kann und der Priester als Mensch ihm möglichst wenig im Weg steht.
P. Gabriel: Wir Menschen sind uns heute einmal mehr bewusst, dass keines unserer menschlichen Werke vollkommen ist. Sei es auf zivilgesellschaftlicher oder kirchlicher Ebene: Viele sind enttäuscht. Als katholischer Priester habe ich die Möglichkeit, aber auch die Verantwortung, die enttäuschten Herzen der Menschen mit dem lebensspendenden Wasser der Offenbarung und der Erlösung zu erfrischen. Das ist die Herausforderung: das köstlich Erfrischende an unserem Glauben wieder aufleuchten zu lassen inmitten all der Lethargie des Alltags.

(Die Fragen stellte Karl-Olaf Bergmann.)

Berufungszeugnisse

Auf einer eigenen Webseite finden Sie außerdem die Berufungszeugnisse der 37 Neupriester jeweils in ihrer Landessprache (die Zeugnisse der drei Neupriester aus Deutschland sind auf Deutsch).

Fotos und Bitte um Gebet

Im Anschluss an die Priesterweihe veröffentlichen wir auf unserer Facebook-Seite zeitnah Fotos und geben erste Eindrücke wider.

Wir bitten Sie an dieser Stelle auch weiterhin um Ihr Gebet für alle Neupriester! Aller Dank für diese neuen Priester im Dienst an der Kirche gebührt Gott. Die Legionäre Christi bitten um Gebet für sie und ihre Angehörigen, für ihre Treue und Beharrlichkeit in der Nachfolge Christi.

Additional Info

  • Untertitel:

    Am 4. Mai empfangen 37 Legionäre Christi die Priesterweihe, 3 davon aus Deutschland. Im Kurzinterview erzählen sie, wie sie sich darauf vorbereitet haben.

  • Kategorie News : Aktuelles aus anderen Bereichen
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  • Druck / PDF: Ja
  • Region: Italien

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