„Regeln sind für uns oft nervig“, begann P. Raphael Ballestrem LC mit einem Vortrag das Wochenende. Damit traf er sicher den Nerv der Teilnehmer, denn gerade Teenager entdecken an der Grenze von Kindheit zu Pupertät und Jugend, dass sie vieles im Leben beachten müssen, dass in unserer Gesellschaft für den Alltag viele Regeln bestehen, die das Miteinander oft kleinlich bestimmen. „Wir würden viel lieber einfach tun und lassen, was wir wollen. Manchmal scheinen uns Regeln auch unnötig und wir verstehen sie einfach nicht“, brachte P. Raphael das Empfinden vieler Jugendlicher auf den Punkt. Meist erscheinen ihnen Regeln erst einmal neu, dann nicht selten einengend oder unverständlich. Und viele fragen sich: Warum überhaupt Regeln? Wie kommen sie zustande? Wer entscheidet darüber? Und für was sind Regeln eigentlich gut?Regel als Schutz für uns und unsere Werte
„Wofür brauchen wir Regeln? Regeln geben Sicherheit. Das ist so, wie ein Geländer auf einem hohen Gebäude. Wir können nur so nah am Rand stehen, weil wir dieses Geländer haben, das uns hält. Manche Regeln sind genauso, sie bewahren uns vor Gefahren, zum Beispiel die Regel, im Meer nicht weit hinauszuschwimmen, da wir sonst von der Strömung rausgetrieben werden. Regeln ermöglichen aber auch unsere Freiheit: Wir genießen es und sind froh, wenn wir auf der Autobahn mit 130 km/h fahren können und einigermaßen zügig unser Ziel erreichen, auch wenn es weiter entfernt ist. Aber
das geht nur, weil es die Regel gibt, dass Fahrräder und Fußgänger auf Autobahnen verboten sind.“ Aber Regeln beschützen auch unsere Werte. „Es gibt zum Beispiel Häuser, an deren Fassade nichts verändert werden darf. Sie stehen unter Denkmalschutz. Warum? Weil sie das Stadtbild prägen und einen besonderen historischen Wert haben. Die Regel will diesen Wert schützen“, führte er weiter aus. „Die Regeln, die Gott uns gibt, haben ebenfalls diese Eigenschaften: die 10 Gebote und die 5 Kirchengebote wollen unsere Freundschaft mit Gott und die Beziehungen zu den anderen schützen.“Auch Spiele haben Regeln
Die gemeinsame Feier der heiligen Messe und das Gebet des Rosenkranzes rundeten das Wochenende auch geistlich ab.




