Dienstag, 13. August 2019

Happy End

Geistlicher und missionarischer Impuls zum kirchlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt (15. August) von Studentenseelsorger Pater Thiemo Klein LC

P.P Rubens Die Himmelfahrt Mariens, um 1637 Foto: © Cornelia Ruber P.P Rubens Die Himmelfahrt Mariens, um 1637 Foto: © Cornelia Ruber Opium für das Volk, Vertröstung der Frauen auf das Jenseits? Die Geschichte von der Himmelfahrt Mariens ist nicht einmal biblisch.

Aber wir glauben, dass Maria „mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen“ wurde – so steht es im Katechismus in der Nummer 966 (KKK). Unser Glaube ist nämlich logisch!

Gott existiert. Gott ist die Liebe. Gott wird Mensch, stirbt und ersteht von den Toten, damit alle Menschen für immer in der Liebe Gottes, in der himmlischen Herrlichkeit leben können. Wieso sollte Jesus Christus nicht das Ergebnis seines Leidens und seiner Auferstehung zuerst mit seiner Mutter teilen? Würdest du deine Mutter warten lassen? Nach allem, was sie für dich getan hat? Schon Ignatius von Loyola sagt in seinen Exerzitien, dass nicht im Evangelium steht, was offensichtlich ist.

Aber warum mit dem Leib in den Himmel? Weil Gott im Leib der Jungfrau Maria in die Welt kam. Der Leib Christi nahm seine Gestalt an in Maria und mit Hilfe ihres Leibes. Bei der Himmelfahrt Mariens geht es also eigentlich um Jesus: Er ist wahrer Gott und wahrer Mensch – und Maria ist mit ihrem Leib und ihrer Liebe daran beteiligt, dass Gott Mensch wird – so sehr, dass die leibliche Auferstehung Jesu in ihrem Leben widerhallt: „Die Aufnahme der heiligen Jungfrau ist ein einzigartige Teilhabe an der Auferstehung ihres Sohnes und eine Vorwegnahme der Auferstehung der anderen Christen“ (KKK 966). Der volle Einsatz des Leibes zeigt volle Liebe und Hingabe. Der Leib zeigt die Liebe. Maria stellte ihren Leib (und damit ihr ganzes Leben) aus Liebe zur Verfügung und bekam mehr als alles zurück. Auf Liebe antwortet Gott mit mehr Liebe – denn Gott ist die Liebe.

Das ist das Happy End: Alles hat das Mädchen aus Nazareth gegeben und wird dafür über alles und alle erhoben. Das ist das katholische Modell von Erfolg – nicht Geld und Titel sind das Kriterium, sondern die Beziehung zu Gott. Voll dabei und voll gewonnen – das ist nicht Opium, sondern Ermutigung. Opium betäubt, Ermutigung befreit das Potential. Egal wer du bist – du kannst zu Gott ja sagen und durchhalten und Gott wird dich erheben. Das will nicht vertrösten, sondern Vertrauen schenken und Energie aufbauen: Du kannst das! Sag Ja zu der Chance, die dir Gott zeigt. Egal, ob es eine Berufung ist, die Welt zu verändern oder erstmal dich selbst zu verändern. Ja zu sagen zum Ruf Gottes und dann in der Liebe durchzuhalten, das führt zum Ziel, zum Happy End in der Liebe – denn Gott ist die Liebe und Gott existiert.

 

Gottes Segen, Euer Pater Thiemo Klein LC

Additional Info

  • Untertitel:

    Geistlicher und missionarischer Impuls zum kirchlichen Hochfest Mariä Himmelfahrt (15. August) von Studentenseelsorger Pater Thiemo Klein LC

  • Kategorie News : Aktuelles aus anderen Bereichen
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  • Region: Österreich

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