Mittwoch, 19. September 2012

Priester? Ja, aber wo?

Michalefragt P. Klaus Einsle LC

Sehr verehrter P. Einsle,

ich wurde in der Nacht, in der Papst Johannes Paul II. verstarb "erwischt". Gott hat sich gemeldet und sagte zu mir: "Selig werden in Zukunft nur jene, welche ihrem Herrn in allem nachkommen und ihm nachfolgen bis in ihren Tod!"

Mir scheint es nun klar: Er will mich als Priester und ich möchte Ihm nachfolgen. Nach einem zähen Ringen (dem ihren gleich), habe ich mich jetzt nach 2 1/2 Jahren von meiner Freundin getrennt, doch weiss ich im Moment nicht genau, wie und wo ich Priester werden soll. Dabei zieht es mich sehr nach Rom. Können Sie mir bitte helfen, haben Sie für Rom einen Tipp für mich?

Mit herzlichen und gesegneten Grüßen,

Michael

 

Lieber Michael in Christus,

viele Grüße und herzlichen Dank für die Anfrage.

Es ist beeindruckend zu sehen, wie der Tod des früheren Papstes unzählige Menschen auf der ganzen Welt tief in ihrem Herzen angesprochen hat. So ist es, wenn ein Mensch sein ganzes Leben tief vereint mit dem Herrn verbringt; Gott macht dann auch sein Hinscheiden besonders fruchtbar.

Sie fühlen sich berufen, Priester zu werden. Und Sie würden gerne nach Rom gehen. Bei jeder Berufung ist eines von großer Wichtigkeit: Es ist Gott, der ruft; und er möchte auch die Bedingungen stellen. Denn Gottes Ruf ist nicht allgemein gefasst, sondern sehr konkret. Er ruft nicht nur zum Priestertum, sondern auch an einen bestimmten Ort, ein Seminar, einen Orden oder eine Bewegung. Für uns gilt es dann immer, zu hören, zu fragen und herauszufinden, wo Gott uns nun wirklich haben will.

Dazu stehen uns einige Mittel zur Verfügung:

1. Das Gebet.

Wir brauchen Stille und Zeiten der Ruhe, um auf den Herrn zu hören. Daher ist es notwendig, jeden Tag Momente des Gebetes zu suchen. Nur dort können wir in der Vertrautheit mit Gott wachsen und seinen Willen besser erkennen.

Auch Exerzitien, geleitet von einem erfahrenen Priester oder Ordensmann sind hilfreich.

2. Die geistlichen Gespräche.

In der Phase der Berufungsfindung ist ein geistlicher Begleiter von großem Nutzen. Denn Erfahrung und Ermutigung sind wichtige Elemente in so einer Zeit des Suchens.

3. Schließlich Großzügigkeit.

Wenn ich einmal in etwa erfahren habe, was Gott mit mir vor hat, dann soll ich voll Vertrauen und Mut die nötigen Schritte tun. Gott kümmert sich um alles andere, was nicht in unserer Macht steht.

Im Gebet begleite ich Ihren Weg uns stehe jederzeit für weitere Fragen oder Anliegen zur Verfügung.

Gottes Segen. In Christus,

P. Klaus Einsle LC

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