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Donnerstag, 19. März 2020

Wie sehen junge Menschen eine Ordensberufung?

Vom 26.-28. Februar kamen über 40 Ordensleute von rund 30 Gemeinschaften zur Jahreskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Berufungspastoral der Orden (AGBO) ins Bonifatiuskloster im hessischen Hünfeld, unter ihnen P. Martin Baranowski LC

AGBO VorstandAGBO VorstandP. Martin Baranowski LC nimmt seit 2015 als Vertreter des Legionäre Christi und des Regnum Christi an den jährlichen Treffen teil und wurde im vergangenen Jahr in den Vorstand gewählt. Dieses Jahr befassten sich die Teilneahmer mit der Frage, wie junge Menschen eine Ordensberufung sehen.

Ernüchternd und ermutigend

Im Studienteil referierte Prof. Dr. Arndt Büssing, Forschungsprofessor für Lebensqualität, Spiritualität und Coping der Universität Witten/Herdecke. Grundlage seiner Ausführungen war die Auswertung von Fragebögen, die 800 Teilnehmer an der Ministrantenwallfahrt in Rom 2018 beantwortet hatten. Dabei gaben nur 15 % der Befragten an, als Messdiener zu sein, um Gott nahe zu sein und den Glauben zu leben. Für über 40 % ist vor allem die Gemeinschaft wichtig. Ermutigend ist, dass 24 % der Jungen und 31 % der Mädchen schon mal an eine Berufung zum geweihten Leben gedacht haben. Das Interesse an einer geistlichen Berufung verdoppelt sich von 18 % auf 36 % der Befragten, wenn Jugendliche Ordensleute persönlich kennen.

Persönliche Beziehung zu Jesus

Der größte Vorbehalt der jungen Leute gegenüber dem Ordensleben war der Wunsch, eine Familie zu gründen bzw. die Angst, die Freiheit zu verlieren. Als wichtigstes Motiv für das Ordensleben wurde der Wunsch genannt, Gott nahe zu sein und Gemeinschaft zu erleben. „Wo geistliche Jugendarbeit wichtig ist, gibt es mehr Interesse an der Ordensberufung“, resümierte ein Teilnehmer die Ergebnisse der Umfrage. Entscheidend bleibt die persönliche Freundschaft zu Christus, die Papst Franziskus im Apostolischen Schreiben „Christus vivit“ unterstreicht: „Um die eigene Berufung zu finden, muss man erkennen, dass diese der Ruf eines Freundes ist: Jesus. Den Freunden schenkt man, wenn man ihnen ein Geschenkt macht, das Beste. […] Diese Erkenntnis der Freundschaft ist das, was ich den jungen Menschen als Vorbild vorschlage, wenn sie verstehen wollen, was der Wille Gottes für ihr Leben ist“ (Nr. 287).

Gebet um Berufungen

„Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!" (Lk 10,2). Dieser Aufforderung des Herrn folgten die Teilnehmer an der Jahrestagung konkret mit einer eucharistischen Anbetung, bei der auch das Jahresgebet des Zentrums für Berufungspastoral gemeinsam gebetet wurde. Beim Weltgebetstag geistliche Berufe am 3. Mai unterstützten die Ordensgemeinschaften die Initiative des Zentrums für Berufungspastoral (https://www.berufung.org/) „Werft die Netze aus“, die zum persönlichen und gemeinschaftlichen Gebete einlädt und Möglichkeit bietet, sich online hier dafür anzumelden.

Infos zu der Arbeitsgemeinschaft für Berufungspastoral der Orden (AGBO) finden Sie hier.

Die Legionäre Christi laden Männer, die über eine Berufung zum Ordensleben oder Priestertum nachdenken ganz herzlich und auch unverbindlich zu einem Besuch unseres Noviziates in Neuötting-Alzgern ein!

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    Vom 26.-28. Februar kamen über 40 Ordensleute von rund 30 Gemeinschaften zur Jahreskonferenz der Arbeitsgemeinschaft für Berufungspastoral der Orden (AGBO) ins Bonifatiuskloster im hessischen Hünfeld, unter ihnen P. Martin Baranowski LC

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