Donnerstag, 3. Oktober 2019

Die „Fahrschule“ für Apostel

Der Vorbereitungskurs für junge Männer, die sich ehrenamtlich im Regnum Christi als „Coworker“ engagieren wollen, fand in diesem Sommer für fünf Wochen in der Apostolischen Schule in Rolling Prairie (USA) statt.

P. Mariano mit den TeilnehmernP. Mariano mit den Teilnehmern19 junge Männer, meist US-Amerikaner, ein Mexikaner und 3 Deutsche, nahmenheuer am Coworkerkurs in den USA  teil. Im Interview erzählt Pater Mariano Ballestrem LC, der den Kurs leitete, von dem Konzept und teilt seine persönlichen Erfahrungen.

 

Wozu gibt es den Sommerkurs?

P. Mariano: Der Kurs ist der Auftakt des Missionsjahres und dient der Erfahrung der Gemeinschaft des Regnum Christi, sowie der Ausbildung in verschiedenen Bereichen.

Die da wären?

P. Mariano: Zum einen gibt es die geistliche und intellektuelle Ausbildung. Dazu gehört die Einübung des regelmäßigen Gebetes, der tägliche Besuch der heiligen Messe und Impulse zum geistlichen Leben. Aber auch die Ausbildung auf menschlicher Ebene ist wichtig. Diese beinhaltet die Entfaltung von Tugenden, die Entwicklung von Willensstärke und der Umgang untereinander im Team. Und die Coworker brauchen praktische Fähigkeiten, wie zum Beispiel das Wissen, wie ich öffentlich auftrete, wie ich einen Flyer gestalte, usw.

Was ist das spezifische am Coworkerjahr? Ein Jahr mit Gott kann man ja auch bei anderen Trägern machen.

P. Mariano: Das zentrale Anliegen unserer Gemeinschaft ist, Apostel auszubilden. Auch Jesus hat die Jünger gelehrt und dazu befähigt, in die Welt hinauszugehen und alle Menschen zu seinen Jüngern (vgl ?) zu machen. In diesem Sinne bildet das Regnum Christi junge Menschen aus und befähigt sie dazu, Zeugnis in der Welt zu geben.

Wie sieht das konkret aus?

P. Mariano: Im Kurs haben die Coworker ein Camp für Kinder im Süden Indianas geleitet. Dabei haben sie selber Gebet geleitet, Aktivitäten vorbereitet, etc. Im Regnum Christi eröffnen wir aber auch einen Raum, um zu reflektieren, wie Apostelsein heute aussehen kann.
Im Coworkerjahr selbst gibt es dann noch sehr viel mehr Gelegenheiten, apostolisch tätig zu sein. Und nicht zuletzt, ist das Coworkerjahr eine Bereicherung für das ganze Leben.

Wie haben Sie die Teilnehmer erlebt?

P. Mariano: Ich war sehr beeindruckt von dem Geist, der unter den Jugendlichen herrschte, wie sie sich gegenseitig anfeuerten und motivierten. Viele Jugendliche zogen das Fazit, dass die schönste Aktivität des Sommers die regelmäßigen „Highs and Lows“ waren, also die Momente, in denen man im Team die beste Erfahrung teilt, aber auch das, was einem schwergefallen ist.

Das war sicher eine bereichernde Erfahrung für die Teilnehmer.

P. Mariano: Das stimmt. Viele neue Freundschaften sind in diesen Wochen entstanden, weswegen am Ende des Kurses auch einige nicht direkt zu sich nach Hause fuhren, sondern den „Urlaub“ nutzten, um noch einige neue Freunde zu besuchen.

Eine lustige Erinnerung aus dem Kurs, die Sie noch mit unserem Leser teilen wollen?

P. Mariano: Besonders in Erinnerung bleiben, wird uns sicherlich der Tag der Schnitzeljagd durch Chicago, bei der sich jedes Team verkleidet durch die Stadt schlagen musste. Dabei mussten sie einige Aufgaben erledigen, z. B. als Piraten ein Touristenboot kapern. Nach einem langen Tag kamen sie dann zum Treffpunkt – und hatten Erinnerungen und Videos für eine lange Nacht produziert…


Vielen Dank für das Gespräch!

 

Zur Website der Apostolische Schule in Rolling Prairie geht es hier!

 

Das Interview führte Angela Kunze

 

Additional Info

  • Untertitel:

    Der Vorbereitungskurs für junge Männer, die sich ehrenamtlich im Regnum Christi als „Coworker“ engagieren wollen, fand in diesem Sommer für fünf Wochen in der Apostolischen Schule in Rolling Prairie (USA) statt.

  • Kategorie News : Aktuelles zum Thema Kinder und Jugend
  • Datum: Ja
  • Druck / PDF: Ja
  • Region: Österreich

    

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