Mittwoch, 11. November 2015

Auf dem Weg zum Vater

Tägliche Meditationen - 15. November 2015

Dreiunddreißigster Sonntag im Jahreskreis
Volkstrauertag

Bernadette Ballestrem

Mk 13,24-32
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach der großen Not, wird sich die Sonne verfinstern, und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels. Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Ende vor der Tür steht. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.

Einführendes Gebet: Guter Jesus, ich wende mich jetzt deinem Wort zu. Du sprichst zu mir und zu uns allen in der Heiligen Schrift. Öffne mein Herz, meinen Geist und meinen Verstand für deine Botschaft und lass mich in deinen Worten deine Nähe erfahren. Danke für diese Zeit des Gebets.

Bitte: Herr, schenke uns ein tiefes Vertrauen!

1. Der Menschensohn wird kommen. Manchmal wird uns das Leben auf dieser Welt schwer und die Alltagssorgen drücken uns. Den ein oder anderen erdrücken sie sogar. Dann müssen wir die Augen zum Himmel richten und dürfen den Kopf nicht hängen lassen. Denn dieses Leben und die Sorgen des Daseins sind weder alles, noch das Ende.Eines Tages wird Jesus vom Himmel kommen und alles neu machen. Zuerst erschüttert er Himmel und Erde, Sonne, Mond und Sterne. Und dann schafft er einen neuen Himmel und eine neue Erde. Auf dieser neuen Erde wird es keine Sorgen mehr geben.Nützt das etwas für die momentane Zeit? Ja, denn Hoffnung und ein Ideal setzen die stärksten Kräfte in uns Menschen frei.

2. … mit großer Macht und Herrlichkeit. Dieser Text könnte, obwohl nichts Böses darin steht, spontan Angst hervorrufen. Man kann aber auch eine ganz positive Botschaft in ihm finden: Jesus kommt, wie gut! Und er kommt mit Macht und Herrlichkeit. Wenn etwas herrlich ist, dann ist das schön. Wenn Jesus in Herrlichkeit kommt, dann wird das etwas Wunderbares und Unbeschreibliches sein. Und er kommt mit Macht: Nicht mit der Macht eines Tyrannen, sondern der Macht dessen, was er ist: Mit der Macht der Liebe. Wenn Jesus dann endlich kommt, wird er definitiv die Herrschaft der Liebe in uns und um uns herum aufrichten. Seine Macht wird alles mit der Herrlichkeit der Liebe erfüllen. Alles wird hell sein, scheinen und strahlen.So dürfen wir uns auf diesen Tag freuen und ihn herbeisehnen. Komm, Herr Jesus!

3. …und die Seinen von allen vier Windrichtungen sammeln. In der Sixtinischen Kapelle in Rom wird Jesus als der Richter dargestellt, vor dem so viele fliehen müssen. Seine Rechte ist hoch erhoben, seine Linke im Gegenzug abwehrend nach unten geneigt. Von hier aus erhält das ganze Bild seine Dynamik: Die Menschen zu seiner Rechten werden in die aufwärts strebende Bewegung hineingenommen, die zur Linken in den abwärts gerichteten Fall.Im heutigen Evangelium spricht Jesus von der aufwärts gehenden Bewegung: Nicht der abweisende Arm des strengen Herrn, sondern gleichsam die offenen Arme des Liebenden strecken sich uns entgegen, denn es heißt, er wird die Seinen, die von ihm Erwählten, zusammenholen, „damit auch ihr dort seid, wo ich bin“.Das sagt er in seiner Abschiedsrede im Johannesevangelium „Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten…“ und dann werde ich wiederkommen „und euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin“.Am letzten Tag wird Jesus alle, die bei ihm sein wollen, auf ihn vertrauen und sich redlich bemüht haben, nach seinem liebevollen Willen zu leben, zu sich nach Hause holen. Welche Freude, wenn dieser Tag kommt und alles Schwere, Böse, Ängstigende endlich ein Ende hat. Jesus wird alles gut machen.

Gespräch mit Christus: Guter Herr, ich habe keine Angst vor dem Tag, an dem du wiederkommst. Vielmehr sehne ich ihn herbei, damit endlich das Gute siegt. In einer Welt, in der das Leben scheinbar immer schwieriger wird, erwarten wir voll Vertrauen und Zuversicht dein Kommen. Lass uns nie allein!

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute das ein oder andere Mal den Blick voll Vertrauen zum Himmel richten und sagen: Komm, guter Herr Jesus!

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 15. November 2015

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