Dienstag, 27. Oktober 2015

Die grundlegende Beziehung des Menschen

Tägliche Meditationen - 3. November 2015

Dienstag der einunddreißigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Hubert, Bischof

Michaela Weimann

Lk 14,15-24
In jener Zeit sagte einer der Gäste, der zusammen mit Jesus eingeladen worden war, zu ihm: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf. Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein. Als das Fest beginnen sollte, schickte er seinen Diener und ließ den Gästen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, es steht alles bereit! Aber einer nach dem andern ließ sich entschuldigen. Der Erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss jetzt gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich! Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, sie mir genauer anzusehen. Bitte, entschuldige mich! Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen. Der Diener kehrte zurück und berichtete alles seinem Herrn. Da wurde der Herr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei. Bald darauf meldete der Diener: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; aber es ist immer noch Platz. Da sagte der Herr zu dem Diener: Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird. Das aber sage ich euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.

Einführendes Gebet: Herr Jesus, mit dem Psalmisten richte ich mich in diesem Gebet an dich: „Mein Herz denkt an dein Wort: Sucht mein Angesicht! Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.” (Ps 27)

Bitte: In diesem Gebet bitte ich, stärke mich in meiner Hingabe an dich. Ich empfehle dir auch alle Menschen, die dich noch nicht kennen, die keine Beziehung zu dir haben.

1. Gottes Einladung an mich. Der Herr lädt zum Festmahl ein. Alles ist bereit! Er wartet auf den freien Entschluss der Gäste, seiner Einladung zu folgen. Es macht ihn traurig, ja sogar zornig, zu sehen, dass diese abgeschlagen wird. Gott lädt mich zu einer näheren Begegnung mit ihm ein. Geduldig wartet er auf mein „Ja“. Manchmal ziehe ich ihm das ein oder andere vor, „weil es dringend, wichtig, unaufschiebbar, usw. ist“ und so antworte ich „Bitte entschuldige mich!“ Bin ich mir dessen bewusst, wer mich einlädt? Welch’ eine Freude sollte doch gerade seine Einladung in mir bewirken!

2. Die grundlegende Beziehung des Menschen. „Der Mensch ist ein Wesen in Beziehungen. Und wenn die erste, die grundlegende Beziehung des Menschen gestört ist -die Beziehung zu Gott-, dann kann nichts Weiteres mehr wirklich in Ordnung sein. Um diese Priorität geht es in Jesu Botschaft und Wirken: Er will den Menschen zuallererst auf den Kern seines Unheils hinweisen und ihm zeigen: Wenn du da nicht geheilt wirst, dann wirst du trotz aller guten Dinge, die du findest, nicht wirklich geheilt.“ (Benedikt XVI., Jesus von Nazareth III). Möge dieses Gebet mir nun helfen, mich von ihm heilen zu lassen, möge meine Beziehung zu Gott immer die grundlegendste aller meiner Beziehungen sein.

3. Das Herz Gottes hat Platz für alle. Gott hat ein unendlich weites, ein für uns unvorstellbar großes Herz. Er möchte in Beziehung mit allen Menschen treten. So erweitert er die Einladung an immer mehr Gäste „aber es ist immer noch Platz“, ja in seinem Herzen wird immer Platz sein. Ich darf meine Freunde, Verwandten, Bekannten, Arbeitskollegen, Nachbarn, einen jeden zu ihm mitbringen. Die authentischste Art und Weise ist wohl das eigene Vorbild. Je überzeugter, beständiger, großzügiger und freudiger ich die Einladung annehme, desto größer wird auch die Resonanz in anderen sein, auch wenn das manchmal lange dauert. Gott wartet geduldig und in Liebe auf einen jeden von uns.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, du bist so unendlich gut. Ich möchte in der Freundschaft zu dir wachsen. Ich öffne dir mein Herz. „Mein Herr und Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir. Mein Herr und mein Gott, gib alles mir, was mich fördert zu dir. Mein Herr und mein Gott, nimm mich mir und gib mich ganz zu eigen dir.“ (Br. Klaus von der Flüe)

Möglicher Vorsatz: Ich nehme mir heute vor, die Einladung Christi anzunehmen, indem ich ihm die beste Zeit für ein Gebet einräume, sodass er zu mir sprechen kann und ich höre.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 3. November 2015

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