Montag, 5. Oktober 2015

Der Heilige Geist

Tägliche Meditationen - 17. Oktober 2015

Samstag der achtundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Ignatius von Antiochia, Bischof, Märtyrer
Hl. Anselm von Wien OFM, Priester

Marita Grötsch

Lk 12,8-12
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wer sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen. Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden. Jedem, der etwas gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben. Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müsst.

Einführendes Gebet: Herr, du willst durch mich Menschen erreichen. Lass mich dein Zeuge sein durch meine Haltung, meine Offenheit, meine Anteilnahme am Leben anderer Menschen. Und lass mich die richtigen Worte finden, damit sich die Herzen öffnen.

Bitte: Jesus, ich bitte dich um den Heiligen Geist, damit ich ein glaubwürdiger Zeuge für dich sein kann.

1. Bekennen. Jesus sagt, dass er sich zu uns bekennt, wenn wir uns zu ihm bekennen. Ihn nicht bekennen heißt, ihn verleugnen. Er hat seine Jünger darauf vorbereitet, in die Welt zu gehen und das Evangelium zu verkünden. Sie sollten keinen Geldbeutel, keine Tasche, keine Schuhe mitnehmen. Wir sollen ihn bekennen nach seinen Bedingungen, nicht nach unseren Vorstellungen. Johannes der Täufer sagt: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.“ (Joh 3,30) Das Erste und Wichtigste, um ihn in die Welt zu bringen, ist klein zu werden. Keine Sicherheitsvorkehrungen von unserer Seite, keine Rücklagen. Wenn mir bewusst ist, dass ich schwach bin und wenn ich demütig genug bin, um mein Vertrauen auf ihn zu setzen, dann sind nicht nur Gottes Stärke und seine Kraft in mir, sondern auch die Macht Gottes selbst. Dann kann ich jegliche Menschenfurcht ablegen, mich furchtlos zu ihm bekennen.

2. Lästerung gegen den Heiligen Geist. Was meint Jesus mit Lästerung gegen den Heiligen Geist? Papst Johannes Paul II. sagt, dass sie nicht in verletzenden Worten gegen den Heiligen Geist besteht, sondern in der Weigerung, das Heil anzunehmen, das Gott dem Menschen anbietet. Der Geist der Wahrheit wirkt in uns und lässt uns die Sünde erkennen. Er legt sie offen und wenn wir dieses Aufdecken der Sünde zurückweisen, nicht bereit sind, unsere Sündhaftigkeit anzuerkennen, weisen wir den Geist selbst zurück und bleiben in der Sünde gefangen. Wir weigern uns, die Vergebung anzunehmen, die der Heilige Geist in unserem Gewissen bewirken möchte. Gott achtet in jedem Fall unsere Freiheit.

3. Eingebungen des Heiligen Geistes. Der Heilige Geist wird uns in der Stunde der Prüfung eingeben, was wir sagen müssen. Das sagt Jesus, und er kennt sich aus. Paulus schreibt, dass Jesus nicht daran festhielt, wie Gott zu sein. Er entäußerte sich seiner Gottheit und ward den Menschen gleich. Nachdem Johannes ihn getauft hatte, kam der Heilige Geist auf ihn herab und übernahm die Führung in seinem öffentlichen Wirken. Jesus, der Menschensohn, wirkte Wunder; er lehrte überall mit großer Weisheit; er erkannte, was in jedem Menschen ist und litt unsäglich für unsere Sünden. Der Heilige Geist war sein Beistand. Warum können wir keine Wunder wirken? Warum fällt es uns so schwer, jedes Leid zu ertragen? Warum fehlen uns so oft die richtigen Worte? Wir müssen den Heiligen Geist in unser Leben hineinlassen. Wir müssen die Einheit und die Liebe leben mit unseren Mitmenschen, sie so annehmen wie sie sind. Wir müssen uns ganz Gott übergeben und wie Jesus in vollkommenem Gehorsam gegenüber dem Vater leben. Und wir müssen beten. Dann kann der Geist in uns Wirken, auch Wunder. Dann können wir mit ihm rechnen. Dann spricht er durch uns.

Gespräch mit Christus: Herr, du bist nach deiner Auferstehung zum Vater gegangen. Aber du hast uns nicht alleine gelassen. Du hast uns den Beistand geschickt, den Heiligen Geist. Und er legt Zeugnis ab von dir durch uns.

Möglicher Vorsatz: Ich will heute vor jeder Arbeit und vor jedem Gespräch den Heiligen Geist bitten, mich zu leiten und mir zu helfen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 17. Oktober 2015

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