Montag, 21. September 2015

Kirche ist missionarisch

Tägliche Meditationen - 1. Oktober 2015

Donnerstag der sechsundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Theresia von Lisieux OCD, Kirchenlehrerin
Hl. Remigius, Bischof
Hl. Werner OPream

Lorli Pregel

Lk 10,1-12
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden. Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemand unterwegs! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede, den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Lohn. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt den Leuten: Das Reich Gottes ist euch nahe. Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann stellt euch auf die Straße und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe. Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Einführendes Gebet: Ich danke dir, Herr, dass ich in deine Gegenwart kommen darf. Diese Zeit des Gebets ist mir so wertvoll. Ich möchte dir begegnen, ein wenig von dir lernen. Herr, lass mich in dieser Zeit, die ich in deiner Gegenwart verbringe, deine Liebe und Freundschaft erfahren.

Bitte: Herr, segne und stärke alle Missionare, alle die sich in deinem Dienst einsetzen. Lass sie nicht müde werden. Sei du ihre Kraft und Stärke

1. Jesus möchte seine Sendung nicht allein erfüllen. Jesus sendet 72 Jünger aus. Sie sollen umherziehen und die Frohe Botschaft verkünden, damit sie möglichst viele erreicht. Die Zeit ist gekommen, seine Jünger in seine Sendung aktiv mit einzubeziehen.Jesus ist nicht ein Meister, der nur Jünger um sich schart und sie belehrt. Er hat eine Sendung, die die ganze Welt, alle Menschen erreichen soll. Diese Sendung möchte er nicht im Alleingang erfüllen, sondern „in Teamarbeit“ mit seinen Jüngern. Zuerst ruft er sie um sich, hat sie eine Zeitlang bei sich, belehrt sie, formt sie; er lässt eine tiefe Freundschaftsbeziehung wachsen. Dann lässt er sie an der Sendung teilhaben. Das Evangelium spricht davon, wie sehr das Herz Jesu dafür brennt, Arbeiter für seinen Weinberg zu finden, denn „Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter.“

2. Jeder so, wie Gott es ihm anvertraut. Es gibt viele Möglichkeiten, sich im Weinberg des Herrn einzusetzen. Die einen tun es durch ihren unermüdlichen Einsatz in den Missionsgebieten; andere in verschiedenen Bereichen der Pastoral; wieder andere durch Opfer und Gebet usw. Die Möglichkeiten sind so vielfältig in unserer Kirche. Worauf es ankommt, ist das Herz: ein Herz, das für Jesus brennt und für den Wunsch, dass er in der Welt verkündet und von immer mehr Menschen als Erlöser und Herr angenommen wird. Heute feiern wir die heilige Theresia von Lisieux, diese junge Karmelitin, die nur 9 Jahre im Kloster war. Ihr größter Wunsch: sich ihr Leben lang für die Missionen zu verausgaben. Innerlich brannte ihr Herz für Jesus und für das Heil der Seelen. Sie brachte ihren Traum in das konkrete und schlichte Leben des Klosters; lebte ihn mit heroischer und opferbewusster Hingabe. Alles hat sie für die Seelen und für die Priester aufgeopfert, die in der Mission tätig sind. So wurde sie 1927 neben dem heilige Franz Xaver zur Patronin der Weltmission erklärt. Worauf es ankommt, ist, dass wir dort, wo Gott uns hingestellt hat, für Jesus brennen und immer wieder fragen: Wo ist mein Platz im Weinberg des Herrn?

3. Ein Wort von der heiligen Theresia.  Aus einem Brief an einen Priester: „ … arbeiten wir gemeinsam am Heil der Seelen? Ich selbst könnte nur wenig tun, oder vielmehr absolut nichts, wenn ich allein wäre. Das Tröstliche ist der Gedanke, dass ich an Ihrer Seite zu etwas dienen kann. In der Tat, die Null als solche hat keinen Wert, aber neben den Einer gestellt, wird sie mächtig, vorausgesetzt allerdings, dass sie sich auf die richtige Seite stellt, dahinter und nicht davor ...Dahin hat Jesus mich gestellt, und ich hoffe, immer dort zu bleiben, indem ich Sie aus der Ferne mit meinem Gebet und Opfer begleite.“

Gespräch mit Christus: Jesus, entzünde mein Herz so wie das der heiligen Theresia! Schenke mir auch so einen brennenden Eifer für dich und für das Heil der Seelen! Ich möchte ein Arbeiter in deinem Weinberg sein!

Möglicher Vorsatz: Ich werde darüber nachdenken, was mir helfen könnte, das Feuer meiner Liebe zu Jesus mehr zu entfachen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 1. Oktober 2015

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