Montag, 21. September 2015

Jesus, mach mich dir ähnlicher!

Tägliche Meditationen - 27. September 2015

Sechsundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Lorli Pregel

Mk 9,38-43.45.47-48
In jener Zeit sagte Johannes, einer der Zwölf, zu Jesus: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns. Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört – Amen , ich sage euch, er wird nicht um seinen Lohn kommen.

Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde. Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer. Und wenn dich dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

Einführendes Gebet: Guter Vater, aus tiefem Glauben möchte ich dich in meinem Herzen anbeten und in dieser Zeit des Gebetes ganz auf dich schauen. Lass meinen Blick dich finden; lass mich deinen barmherzigen Blick finden, der mich berühren, aufrichten, durchdringen möchte.

Bitte: Herr schenke mir, dass mich nichts daran hindert, mich deinem Blick zu öffnen und ich bitte dich heute für alle Menschen, die sich deinem Blick verschlossen haben. Schenke ihnen die Gnade der Umkehr und des Vertrauens.

1. Jesus sieht die Dinge mit anderen Augen. Die Apostel stoßen sich am Eifer eines Menschen, der scheinbar „nicht dazugehört“. Man bekommt den Eindruck, die Jünger sind eifersüchtig; es herrscht eine gewisse Skepsis und Misstrauen: „Was der macht, ist sicher nicht gut, wenn er nicht einer von uns ist!“ So ist das menschliche Herz der Jünger, dem unser Herz so ähnelt. Wie schwer fällt es oft, das Gute in anderen zu schätzen, zu loben, anzuerkennen! Aber gerade so denkt und handelt Jesus, ganz anders als die Jünger. Immer wieder finden wir im Evangelium den Kontrast zwischen der Denkweise der Jünger und Jesu Denkweise. Er urteilt anders, hat andere Kriterien. In diesem Fall freut er sich über diesen Menschen, der „in seinem Namen“ auftritt. Er sieht und schätzt das Gute. Wie wichtig ist es, dass wir in unserem christlichen Leben unsere Kriterien, unsere Urteilsweisen immer wieder mit seinen Kriterien konfrontieren, mit der Bereitschaft, uns von Jesus herausfordern zu lassen und einiges an unserer Denkweise zu ändern. Dies meint der hl. Paulus mit seinem Aufruf: „Legt (als neues Gewand) den Herrn Jesus Christus an“ (Röm 13,14).

2. „In meinem Namen“. Wer „in Jesu Namen“ auftritt und Gutes tut, gehört zu ihm. Warum? Sein Name, „Jesus“ bedeutet „Gott erlöst“. Wer in seinem Namen wirkt und predigt, stellt nicht sich, sondern Gottes erlösende Kraft in den Mittelpunkt. Er strebt danach und wünscht sich, die Menschen mit dieser erlösenden Kraft Gottes in Berührung zu bringen. Ihm ist klar, dass nur die Kraft Gottes den Menschen innerlich erlösen kann. Wer diese Überzeugung im Herzen trägt und aus ihr lebt, gehört zu Jesus und wird nicht um seinen Lohn kommen.

3. Wehe dem, der einen dieser Kleinen zum Bösen verführt. Dies ist eines der härtesten Worte Jesu im Evangelium. Und es gilt denen, die andere zum Bösen verleiten; denen, die für andere zum Stolperstein werden. Wir sollen also aufrechte Menschen sein und mit dem Bewusstsein der großen Verantwortung leben, die wir für andere tragen. Möge unsrer Leben, unser Zeugnis andere Menschen immer zum Guten einladen und auf Jesus deuten.

Gespräch mit Christus: Jesus, schenke mir deinen Heiligen Geist. Dein Heiliger Geist forme mich, lehre mich, dir ähnlich zu werden. Ich möchte dir ähnlich sein, damit du besser durch mich wirken kannst; damit du durch mich auch andere Menschen berühren kannst.

Möglicher Vorsatz: Ich werde heute mein Gewissen erforschen und mir folgende Fragen stellen:

Gibt es in mir Bereiche, die Jesus schon ähnlich sind, wo es mir „gelingt“ so zu handeln und urteilen, wie ER es tun würde? (Jesus dafür danken).

Wo gibt es in mir Bereiche, in denen ich noch „zu sehr“ nach meinen eigenen Maßstäben richte, urteile und handle? Was bin ich bereit zu tun (worauf zu verzichten), damit ich in diesem Punkt „Jesus-ähnlicher werde“? (Dafür die Gnade erbitten).

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 27. September 2015

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