Dienstag, 8. September 2015

Misserfolge oder Erfolge?

Tägliche Meditationen - 20. September 2015

Fünfundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

P. Bertalan Egervári LC

Mk 9,30-37
In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Er wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen.

 

Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer (von ihnen) der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

Einführendes Gebet: Guter Herr, du bist allezeit bei mir mit deiner Gnade und Liebe. Du möchtest, dass ich voll innerer Freude durchs Leben gehe, mich nicht von Problemen oder eigenen Schwächen und Fehlern entmutigen lasse und so ein Zeuge deiner Liebe für andere bin und ihnen dadurch Hoffnung gebe. Lass mich in dieser Betrachtung deine Nähe erfahren, damit ich den heutigen Tag mit dieser Freude leben kann.

Bitte: Herr, lass mich deinen Plan für mein Leben erkennen!

1. Ein schweres Los. „Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert und sie werden ihn töten.“ Jesus Christus wusste genau, was auf ihn zukommen würde. Er wusste, wie grausam und qualvoll sein Ende, das ihm schon bald bevorstand, sein würde. Trotz allem Widerwillen, den er auf menschlicher Ebene verspürte, ist er nicht vor diesem Leid davongelaufen, sondern er hat sich weiterhin voll Vertrauen vom Vater leiten lassen. Er wusste sich geborgen in der Hand Gottes, sogar mitten im Leid. Sicher, als Mensch, der er war, betete er beständig und war wachsam; er zeigte uns, wie man Kräfte sammelt, um sich nicht von der Versuchung überwinden zu lassen. Auf diese Weise lehrte er uns, wie man ganz offen für den Willen des Vaters und das Wirken des Heiligen Geistes bleiben kann. Und so konnten der Vater und der Sohn das, was nach der größten Niederlage aussah, in den größten Sieg und die Erlösung der Menschheit umwandeln.

2. Den Plan Gottes verstehen. „Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen.“ Dass die Jünger den Sinn des Wortes Auferstehung nicht ganz verstehen würden, scheint einleuchtend zu sein. Aber Jesu Worte über seine Auslieferung und seinen Tod sind unmissverständlich. Vermutlich liegt das eigentliche Problem im Inhalt dieser Aussage. Es scheint undenkbar, dass das Leben Jesu, des Sohnes Gottes, der Wunder wirkt, der immer für alles eine Lösung und einen Ausweg findet, auf solche Weise enden soll. Wie schwer kann es auch für uns sein, den Plan Gottes für unser Leben zu akzeptieren, wenn er ähnlich schwer ist wie sein Plan für Jesus. Wir brauchen vor allem Offenheit, um alles aus der liebenden Hand des Vaters annehmen zu können. Wir brauchen viel Glauben, um seine Nähe auch im Leid zu erkennen. Und schließlich: Scheuen wir uns nicht, den Herrn im Gebet über seine Pläne mit uns zu befragen. Er wird uns helfen, sie anzunehmen, und uns auf den rechten Weg führen.

3. Diener aller sein. Zum Glück besteht das Leben nicht nur aus Leid und der ständigen Herausforderung, den manchmal schweren Plan Gottes für das eigene Leben akzeptieren zu müssen. Gott möchte in unserem Leben wirken, uns in neue Menschen umwandeln. Er möchte uns von der Sklaverei der Sünde befreien und uns Liebe, Freude, Frieden und so vieles mehr geben. Wenn wir seinen Geist in uns wirken lassen, dann wird uns der Dienst an anderen Menschen Freude bereiten. Wie Jesus selbst der Diener aller war und darin tiefe Freude fand, so können auch wir die Freude Gottes im Dienst an den Menschen entdecken. Formen wir in uns den Geist der Dienstbereitschaft.

Gespräch mit Christus: Guter Jesus, ich möchte dir danken, dass du zu meinem Wohl das schwere Los des Kreuzes auf dich genommen hast. Wenn du mich bittest, dir auf dem Weg des Kreuzes nachzufolgen, dann hilf mir, deinen Plan besser zu verstehen und gib mir die Kraft, dir treu zu bleiben. Vor allem aber bitte ich dich um deine Freude und deinen Frieden. Sie sollen auch in meinem Leben die Kraft sein, die mich alle Schwierigkeiten überwinden lässt.

Möglicher Vorsatz: Ich will versuchen, den heutigen Tag mit einer inneren Freude zu leben und mir auch durch Probleme oder Misserfolge nicht den inneren Frieden nehmen zu lassen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 20. September 2015

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