Montag, 7. September 2015

Das Reich Gottes

Tägliche Meditationen - 18. September 2015

Freitag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Lambert, Bischof

P. Georg Rota LC

Lk 8,1-3
In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.

Einführendes Gebet: Herr, ich trete vor dich hin und will mich ganz und gar in deine Gegenwart versetzen. Du bist groß und wunderbar! Du bist der Schöpfer des ganzen Universums. Du bist mein Vater und Freund.

Bitte: Durchflute mein Herz mit Liebe!

1. Liebe auf Wanderschaft. Jesus, der menschgewordene Sohn Gottes, berührt mit seinen Füßen die Erde. Er geht umher und wandert von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf. Er ist kein Gott, der weit weg ist. Er ist auch kein König, der sich in seinem prunkvollen Palast verschanzt. Er geht hinaus in die Randgebiete. Er ist der gute Hirte, der sich auf die Suche nach seinen Schäfchen begibt. Das Unvorstellbare und doch so Wahre: Er sucht auch nach mir, hier und heute. Er möchte mir begegnen. Allein die Tatsache, dass ich jetzt diese Zeilen lese, ist ein Beweis dafür.

2. Jesus ist nicht allein. Jesus zieht nicht allein durch die Welt. Er lässt sich begleiten. Wie viel kann man lernen, wenn man zusammen mit Jesus auf Reisen geht. Man lauscht zusammen mit den Fünftausend aufmerksam seiner großen Rede. Man hört aber auch das, was er nur im kleinen Kreis zu seinen engsten Vertrauten sagt. Man sieht, wie er den Leidenden und Kranken begegnet, wie er durch Berührung Zeichen und Wunder wirkt. Man merkt, wie er sich nachts auf den Berg begibt, um mit seinem Vater viele Stunden im Gebet zu verbringen. Er lädt auch mich ein, von ihm zu lernen, und ihn besser kennenzulernen, indem ich mich von ihm leiten lasse.

3. Gott braucht Hände und Füße. Die Zeit, in der der Sohn Gottes als Mensch auf Erden wandelte, ist vorüber. Jetzt ist seine Botschaft vom Reich Gottes, sein Evangelium darauf angewiesen, dass es jemand in die Welt und zu den Menschen trägt. Er braucht meine Hände und Füße. Jeder, der sich auf die Reise mit Jesus begeben hat, ihn Schritt für Schritt kennenlernt, seine Worte hört und seine Wunder sieht, ist irgendwann auch dazu berufen als Apostel selbst hinauszugehen und Jesus gegenwärtig zu machen. Unsere Welt hungert und dürstet nach ihm, und oft sind wir vielleicht die einzigen, die ein Stück vom Brot des Lebens und einen Schluck lebendiges Wasser anbieten können, weil wir es bereits empfangen haben.

Gespräch mit Christus: Herr, danke, dass du mir so nahe kommst, und nach mir suchst. Gib mir den Mut, dich und deine Botschaft in die Welt zu tragen. Ich muss nichts geben, was ich nicht selbst schon bekommen hätte.

Möglicher Vorsatz: Wie könnte ich heute das Evangelium durch mein Beispiel, meine Worte oder meine Taten verkünden?

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 18. September 2015

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