Montag, 10. August 2015

Christus erkennen

Tägliche Meditationen - 24. August 2015

Montag der einundzwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Apostel Bartholomäus
Hl. Isolde

Felix Honekamp

Joh 1,45-51
In jener Zeit traf Philippus Natanaël und sagte zu ihm: Wir haben den gefunden, über den Mose im Gesetz und auch die Propheten geschrieben haben: Jesus aus Nazaret, den Sohn Josefs. Da sagte Natanaël zu ihm: Aus Nazaret? Kann von dort etwas Gutes kommen? Philippus antwortete: Komm und sieh! Jesus sah Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit. Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen. Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel! Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen. Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.

Einführendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit Güte und Barmherzigkeit ansiehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Herr, ich wünsche mir so sehr, dich zu kennen. Schenke mir ein offenes Herz für dich und meine Nächsten.

1. Vorurteile. „Kann aus Nazaret etwas Gutes kommen“ fragt Natanaël. Er hat offenbar Erfahrungen gemacht oder davon gehört, dass Menschen aus dieser Provinz nichts taugen. Was hätte er alles verpassen können, wäre er Philippus nicht gefolgt? Was verpasse ich, weil ich nicht bereit bin, Menschen zuzuhören, deren Äußeres oder deren Einstellung mich stört?

2. Offenheit. Natanaël folgt trotz seiner Bedenken Philippus, dem er offenbar vertraut. Auf diese Weise begegnet er Jesus, der ihn sofort durchschaut und von dem er sofort begeistert ist. Trotz seiner Bedenken ist sein Herz offen und er erkennt, wer Jesus ist, scheut sich auch nicht, das auszusprechen. Bin ich begeisterungsfähig für die Sache Jesu?

3. Prognose. Philippus und Natanaël haben bis zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts Besonderes getan. Oder doch? Sie haben erkannt, wer Jesus wirklich ist, sie sind ihm nicht nur physisch begegnet, sondern sind sich bewusst geworden, dass er der Sohn Gottes ist. Das ändert ihr Leben und so kann Jesus direkt die Prognose für ihr Leben stellen: „Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.“ Inwieweit bin ich Jesus begegnet, von ihm berührt? Ändert sich mein Lebensweg, weil ich ihn kenne?

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, ganz oft meine ich, alles klar zu sehen und schätze die Welt doch nur nach meinen Vorurteilen ein. Dabei verpasse ich das Wesentliche: Dich und die Menschen wirklich zu erkennen. Ich brauche so sehr die offenen Augen, um dich in meinem Leben zu sehen. Ich brauche dich in meinen Leben.

Möglicher Vorsatz: Ich will über einen Menschen, über den ich mir ein Urteil gebildet habe, nachdenken: Wo habe ich Gutes an ihm übersehen? Wie kann ich ihm deutlich machen, dass auch ich in ihm ein Kind Gottes erkenne?

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 24. August 2015

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