Montag, 10. August 2015

Keine Kompromisse

Tägliche Meditationen - 23. August 2015

Einundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

Felix Honekamp

Joh 6,60-69
In jener Zeit sagten viele der Jünger, die ihm zuhörten: Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören? Jesus erkannte, dass seine Jünger darüber murrten, und fragte sie: Daran nehmt ihr Anstoß? Was werdet ihr sagen, wenn ihr den Menschensohn hinaufsteigen seht, dorthin, wo er vorher war? Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Aber es gibt unter euch einige, die nicht glauben. Jesus wusste nämlich von Anfang an, welche es waren, die nicht glaubten, und wer ihn verraten würde. Und er sagte: Deshalb habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist. Daraufhin zogen sich viele Jünger zurück und wanderten nicht mehr mit ihm umher. Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt auch ihr weggehen? Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes.

Einführendes Gebet: Herr, ich weiß, dass du immer bei mir bist, vor allem im Gebet, wenn ich mich an dich wende, wenn ich versuche, dich besser zu verstehen. Ich glaube, dass du mein Leben mit Güte und Barmherzigkeit ansiehst, und manchmal mit Mitleid. Ich hoffe, dass ich jeden Tag lerne, mehr auf deine Stimme zu hören, um dir nachzufolgen. Ich liebe dich, lehre mich, dich zu lieben, wie du mich liebst.

Bitte: Herr, Hilf mir zu erkennen, was dein Auftrag für mich ist – heute, morgen und den Rest meines Lebens.

1. Wie geht es weiter? Wir sehen Jesus an einem Scheitelpunkt seines Weges. Viele wollen ihm nicht mehr folgen. Bisher hätte man seinen Weg als den des Erfolgs ansehen können: Wunder, Bekehrungen, geistliche Siege über das damalige religiöse Establishment. Mit so einem „Haudegen“ ist man gerne zusammen. Aber jetzt wird langsam deutlich: Ihm zu folgen wird etwas kosten, wenn nicht Geld oder das Leben, dann doch eine innere Einstellung, die nicht mit dem zusammenpasst, was Gott für uns vorgesehen hat. Da ist ganz viel Vertrauen notwendig. Selbst die, die Jesus kannten, konnten dieses Vertrauen offenbar in vielen Fällen nicht aufbringen. Kann ich es?

2. Wahrheit und Klarheit. In dieser Situation bleibt Jesus klar. Er verhandelt nicht mit denen, die nicht mehr folgen wollen. Er geht keine Kompromisse ein. Seine Botschaft und sein Auftrag sind klar, und er wäre nicht Gott, wenn er von der Wahrheit, dass er Gott ist, und dass es notwendig ist, sein Fleisch zu essen und sein Blut zu trinken, nur einen Fußbreit abweichen würde. Diese Klarheit sollte uns Vorbild in der Verkündigung sein. Bemühe ich mich dabei um die rechte Sprache und bleibe trotzdem bei der Wahrheit? Oder lege ich mir selbst bequeme Auslegungen des Glaubens an Gott zurecht, mit denen ich weniger Scherereien habe?

3. Freundschaft zu Jesus. Aber wie komme ich zu einer so konsequenten Haltung? Viele Glaubenswahrheiten lassen sich nicht unmittelbar mit dem Verstand erklären, schon die reine Existenz Gottes lässt sich nicht im herkömmlichen Sinn beweisen, sondern nur an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrnehmen und erkennen. Und hierfür soll ich vehement eintreten? Die Apostel taten es, aber nicht so sehr, weil sie logische Beweise, sondern weil sie eine Beziehung zu Jesus hatten. Er ist Beweis genug, er ist „der Heilige Gottes“. Das Vertrauen auf Gott fußt nicht auf bloß weltlichem Beweismaterial, die Mission nicht auf rein logischen Argumenten. Unser Antrieb muss unsere Freundschaft zu Jesus sein, und die gehört gepflegt – zum Beispiel durch das regelmäßige Gebet.

Gespräch mit Christus: Mein Jesus, viele haben dich schon zu deinen Lebzeiten auf Erden verlassen. Auch ich bin immer in Gefahr, von deiner Seite zu weichen, wenn es unbequem wird. Wenn ich das tue, nimm mich fester bei der Hand, damit ich dich niemals enttäusche.

Möglicher Vorsatz: Ich werde mir bewusst machen, was Gott gerade heute in ganz konkreten Situationen von mir will und es konsequent tun.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 23. August 2015

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