Montag, 10. August 2015

Gott der Liebe

Tägliche Meditationen - 21. August 2015

Freitag der zwanzigsten Woche im Jahreskreis
Hl. Pius X, Papst
Hl. Balduin OCist, Abt

P. Daniel Weber LC

Mt 22,34-40
In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie (bei ihm) zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Einführendes Gebet: Guter Jesus, du willst mit totaler Liebe geliebt werden. Meine Liebe ist manchmal ein bisschen lau und oberflächlich. Gib mir diese Gnade, dich zu lieben, wie du es verdienst.

Bitte: Ich bitte dich, lass mich verstehen, was es heißt, dich zu lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele und dann lass den Vulkan der Liebe explodieren.

1. Gott der Liebe. Für die Juden gehörte die Erfüllung der Gebote zu einem guten und gottgefälligen Leben. Deshalb fragt der Pharisäer auch nach dem größten Gebot. Interessant ist die Antwort: Obwohl es sich um ein Gebot handelt, zitiert Christus weder die Aufforderung, mehr zu glauben, was typisch für eine religiöse Antwort wäre, noch den Opferkult im Tempel, der für den gläubigen Juden sehr wichtig war. Er will auch nicht eine größere Verehrung, mehr Anbetung oder gar eine große Spende für die Seelsorger. Es ist eine neue Antwort, die die Liebe zu Gott mit der Liebe zum Menschen auf eine Stufe stellt. Das Liebesgebot ist für Christus nicht nur eines von vielen, sondern das Wichtigste. Was sagt das über Gott aus? Er ist ein Gott, der die Liebe fördert. Ein Gott der Liebe.

2. Mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele. „Mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele“ sollen wir Gott lieben. Da ist also kein Platz für Halbherzigkeit. Gott fordert viel von uns. Es gibt wenige Dinge, die wir mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele tun. Weder unser Arbeitsplatz noch die meisten Freundschaften fordern solch eine Radikalität. Aber diese totale Liebe, die Gott von uns erwartet, bedeutet nun umgekehrt auch, dass sie uns verändert. Es verändert den Menschen, wenn er beginnt, mit ganzem Herzen zu lieben. Wir kennen alle Menschen, die wir wirklich lieben, für die wir alles tun würden, denen wir nie böse sein könnten, mit denen wir unendliche Geduld haben. Gott möchte so geliebt werden.

3. Neues Gebot und ein neuer Mensch. Wenn wir es schaffen, Gott so authentisch zu lieben, dass wir, wie es der hl. Benedikt in seiner Regel sagt, ihm nichts mehr vorziehen wollen , dann wird dieses neue Gebot auch uns zu einem neuen Menschen machen. Plötzlich geht es nicht mehr nur um mich, sondern ich öffne mein Leben und ich liebe Gott. Wenn wir Gott lieben, wird sich auch unser Wesen verändern. Das sehen wir oft, wenn wir jemand treffen, der sich bekehrt hat. Solche Menschen werden liebenswürdiger, Menschen, die nur Gutes tun wollen und Gutes tun. Der Weg dorthin ist nicht leicht, aber Gott kennt uns, begleitet uns auf diesem Weg und gibt uns die Möglichkeit, auch in der Liebe zu wachsen. Mit der Zeit werden wir sehen, dass auch unsere Liebe zu ihm gereinigt werden muss. Wir selbst werden Dornen und Disteln entfernen, um uns dieser Liebe zu Gott besser widmen zu können.

Gespräch mit Christus: Du sagst mir genau, was du möchtest. Geliebt zu werden mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele. Gib doch, dass mein Herz diese Liebe zu dir hervorbringt.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich ganz bewusst dich in meinen Gebeten lieben. Und auch wenn ich meinen Mitmenschen begegne, werde ich sie lieben, wie du es willst.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 21. August 2015

facebook Google Plus Twitter You Tube

    

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok