Montag, 27. Juli 2015

Glaube, der Berge versetzt

Tägliche Meditationen - 8. August 2015

Samstag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Dominikus OP
Hl. Cyriakus, Diakon und Märtyrer

P. Martin Baranowski LC

Mt 17,14-20
In jener Zeit trat ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er ist mondsüchtig und hat schwer zu leiden. Immer wieder fällt er ins Feuer oder ins Wasser. Ich habe ihn schon zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihn nicht heilen. Da sagte Jesus: O du ungläubige und unbelehrbare Generation! Wie lange muss ich noch bei euch sein? Wie lange muss ich euch noch ertragen? Bringt ihn her zu mir! Dann drohte Jesus dem Dämon. Der Dämon verließ den Jungen, und der Junge war von diesem Augenblick an geheilt. Als die Jünger mit Jesus allein waren, wandten sie sich an ihn und fragten: Warum konnten denn wir den Dämon nicht austreiben? Er antwortete: Weil euer Glaube so klein ist. Amen, das sage ich euch: Wenn euer Glaube auch nur so groß ist wie ein Senfkorn, dann werdet ihr zu diesem Berg sagen: Rück von hier nach dort!, und er wird wegrücken. Nichts wird euch unmöglich sein.

Einführendes Gebet: Herr, mein Glaube ist oft auch noch schwach und klein. Er wirkt hilflos gegenüber den großen Herausforderungen in meinem eigenen Leben aber auch vor den großen Aufgaben in Kirche und Welt. Stärke mein Vertrauen auf dich, zeige mir, wo mein Einsatz gefragt ist, den ich dann mit deiner Hilfe leisten möchte.

Bitte: Stärke meinen Glauben!

1. Mondsüchtig. Neben der konkreten Krankheit des Jungen im Evangelium, bei der es sich um Epilepsie gehandelt haben dürfte (man dachte damals, dass Epilepsie durch den Mond beeinflusst wurde), könnte man die Mondsucht vielleicht in übertragener Bedeutung auch als grundlegendes Problem von uns Menschen auslegen: Wir laufen Lichtern, Stars und Idealen hinterher, die nicht Gott sind, und fallen dabei immer wieder auf die Nase. Jesus kann uns davon heilen: „Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt“ (Joh 12,35). Indem uns Jesus zu Gott führt, befreit er uns von der Macht der Götzen.

2. Versagen der Jünger. Bevor der Mann zu Jesus kommt, trägt er sein Anliegen den Jüngern vor und muss erfahren, dass diese ihm nicht helfen können. So ergeht es auch vielen Gottessuchern in der heutigen Zeit: Sie sind von ihren Begegnungen mit Christen bitter enttäuscht. Vielleicht sollten auch wir heute die Menschen unmittelbarer mit Christus selbst in Kontakt bringen, denn nicht eigenes Können und Machen der Christen lindert die Nöte der Menschen und löst die Probleme der Welt, sondern nur ein auf den Glauben an Christus gegründetes und auf ihn verweisendes Wirken führt weiter. Es ist auch tröstlich, dass nicht wir mit unserem Tun die Welt erlösen müssen, sondern wissen dürfen, dass Christus sie bereits erlöst hat und dass ihm alles möglich ist.

3. Glaube, der Berge versetzt. Glaube ist keine Magie, die übernatürliche Kräfte für die eigenen Ziele einsetzt und damit Gott zum Diener der eigenen Interessen macht. Glaube besteht vielmehr darin, uns von Gott in Dienst nehmen zu lassen und uns nach seinen Zielen auszurichten. Daher geht es nicht darum, sich spektakuläre Dinge auszudenken, um den Glauben sichtbar zu machen, sondern Gott um die Gnade zu bitten, den Berg des eigenen Egoismus zu versetzen, damit wir wirklich und ehrlich Gottes Willen suchen und für ihn leben wollen.

Gespräch mit Christus: Jesus, auch mir begegnen immer wieder Menschen, die von den Nöten des Lebens und des Alltags geplagt sind und nach dir suchen. Ich möchte sie nicht enttäuschen, sondern durch mein Gebet, das Zeugnis meines Lebens und meines Handelns sein will, dazu beitragen, dass sie sich immer mehr für dich interessieren und ermutigt werden, weitere Schritte auf dich hin zu gehen. Lass mich heute eine ansprechende Visitenkarte für den Glauben an dich sein.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte heute eine Kirche aufsuchen und dort im Gebet Gott ein mir besonders wichtiges Anliegen anvertrauen, um dadurch meinen Glauben an seine Hilfe auszudrücken.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 8. August 2015

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