Montag, 27. Juli 2015

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Tägliche Meditationen - 5. August 2015

Mittwoch der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Oswald, Nothelfer
Hl. Dominika, Mystikerin
Hl. Stanislaus, Kardinal

P. Martin Baranowski LC

Mt 15,21-28
In jener Zeit zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück. Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält. Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her. Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt. Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir! Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen. Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen. Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.

Einführendes Gebet: Herr, schenke mir einen Glauben, der so beharrlich, vertrauensvoll und konkret ist wie jener der kanaanäischen Frau. Erlaube mir, zu Beginn dieses Gebetes in deine Gegenwart zu treten. Öffne meine Ohren, um deine Stimme zu hören und mach mich bereit, aus Liebe deinen Willen zu tun.

Bitte: Herr, hilf mir!

1. Konkrete Anliegen vor den Herrn tragen. Die kanaanäische Frau kommt mit einem konkreten Anliegen, das ihr wirklich am Herzen liegt, und sie vertraut fest darauf, dass Jesus ihr helfen kann und will. Daran können wir auch unser Gebet messen:Bete ich nur irgendwie allgemein oder auch konkret?Sind mir meine Bitten wirklich ein Herzensanliegen?Denke ich nur darüber nach oder lege ich sie wirklich Jesus vor?

2. Sich nicht entmutigen lassen. Jesus reagiert überraschend abweisend auf die Bitte der kanaanäischen Frau: Zuerst gibt er keine Antwort, dann weist er die Fürsprache der Jünger zurück und selbst auf die erneute zudringliche Bitte hin scheint er sich nicht erweichen zu lassen. Sicher ist der sonst barmherzige Jesus hier nicht hartherzig, und er muss sich wohl auch nicht erst überreden lassen, gütig zu sein. Offensichtlich will Jesus mehr: Er fordert den Glauben der Bittstellerin heraus und lässt sie dadurch wachsen. Oft gefällt es Jesus wohl mehr, dass wir uns beständig um Glaube und Liebe bemühen, als uns einfach und bequem das Gewünschte erlangen zu lassen.

3. Die Hunde gehen nicht leer aus. Gott ist kein Automat, in dem man gewisse Münzen (Bitten) einwirft, um dann die gewünschte Ware zu erhalten. Sonst wäre er letztlich nur ein Mittel zum Zweck. Der Mensch kann nicht als gleichberechtigter Partner mit Gott Geschäfte machen. Erst wenn ich Gott als Herrn anerkenne und verstehe, dass ich keinen Rechtsanspruch auf seine Gaben habe, werde ich bereit, seine Liebe wirklich als Geschenk zu empfangen.

Gespräch mit Christus: Herr, ich möchte nicht deine Gaben suchen, sondern dich selbst. Lass mich in dir den eigentlichen Schatz meines Lebens finden und in mir das Vertrauen wachsen, dass du mir alles gibst, was ich brauche.

Möglicher Vorsatz: Heute möchte ich während des Tages immer wieder das Stoßgebet sprechen: „Herr, auf dich vertraue ich“.

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  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 5. August 2015

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