Montag, 27. Juli 2015

Mitarbeiter Christi werden

Tägliche Meditationen - 3. August 2015

Montag der achtzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Lydia, Purpurhändlerin
Hl. Burchard OPraem, Propst

P. Martin Baranowski LC

Mt 14,13-21
In jener Zeit, als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war, fuhr er mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber die Leute in den Städten hörten davon und gingen ihm zu Fuß nach. Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen und heilte die Kranken, die bei ihnen waren. Als es Abend wurde, kamen die Jünger zu ihm und sagten: Der Ort ist abgelegen und es ist schon spät geworden. Schick doch die Menschen weg, damit sie in die Dörfer gehen und sich etwas zu essen kaufen können. Jesus antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen. Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sagten zu ihm: Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische bei uns. Darauf antwortete er: Bringt sie her! Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen. Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle aßen und wurden satt. Als die Jünger die übrig gebliebenen Brotstücke einsammelten, wurden zwölf Körbe voll. Es waren etwa fünftausend Männer, die an dem Mahl teilnahmen, dazu noch Frauen und Kinder.

Einführendes Gebet: Jesus, erlaube mir, dich heute in die einsame Gegend zu begleiten, um mit dir allein zu sein. Hilf mir, in dieser Zeit des Gebetes, Abstand vom Trubel des Alltages zu nehmen, um dich besser kennen zu lernen, um deine Wunder zu erfahren und mir deine Liebe zu den Menschen zu eigen zu machen.

Bitte: Herr, du kennst meinen Hunger, meine Schwäche und meine Bedürftigkeit. Hab Erbarmen mit mir und sättige du mich heute mit der Speise, die du allein zu geben vermagst.

1. Niemand muss weggehen. Die Jünger wollen die Menschen nach Hause schicken, weil sie befürchten, ansonsten könne aus der Situation eine Notlage entstehen. Doch Jesus hat nicht vor, ihrem Rat zu folgen, er weist niemanden ab, der bei ihm Trost und Hilfe sucht. Alle überrascht er mit dem Wunder der Brotvermehrung. Als heutige Jünger Christi sind wir auch versucht, für unsere Probleme ausschließlich menschliche Lösungen (Medizin, Versicherung, Psychologie, soziales Netz) zu suchen. Das führt dann dazu, dass wir berechnend, kalt und schließlich abweisend werden und nicht mehr wirklich mit der Gnade Gottes und seiner Hilfe rechnen. Jesus aber will unser Herz verändern und uns zeigen, dass wir mit ihm mehr als nur menschlich machbare Optionen zur Verfügung haben.

2. Gebt ihr ihnen zu essen! Obwohl Jesus das Wunder wirkt, wünscht er doch auch die Mitwirkung der Jünger: Sie sollen ihre eigenen Vorräte zur Verfügung stellen und die Leute einladen, sich zu setzen. Die Apostel fühlen sich zunächst überfordert, da ihre Möglichkeiten in keinem Verhältnis zu dem Auftrag stehen, den sie gerade erhalten haben. Doch dann erfahren sie das Wirken Gottes und die Freude des Gebens. Auch heute möchte Gott durch uns Christen wirken. Die Betrachtung der Brotvermehrung kann mir Mut machen, mich auf Jesus einzulassen und ihm meine fünf Brote und zwei Fische zur Verfügung zu stellen, damit er seine Wunder in meinem Leben vollbringen kann.

3. Alle aßen und wurden satt. Die Sättigung der Menge bezieht sich wohl nicht allein auf die Füllung der Mägen. Die Menschen spüren, dass sie bei Jesus mit ihren Sorgen, Problemen und Schwächen angenommen und geliebt sind. Die Liebe Jesu ist selbstlos und fordert keine Gegenleistung. Auch heute möchte Jesus zeigen, dass er das schenken kann und will, wonach sich die Menschen am meisten sehnen: eine Liebe, die wirklich erfüllt. In der Eucharistie, dem sacramentum caritatis (Sakrament der Liebe), ist die unaufdringlich nahe Liebe Christi, in ihrer Selbstlosigkeit und hingebungsvollen Art stets erfahrbar und sättigt den Liebesdurst einer Menschenmenge, die heutzutage noch viel größer ist.

Gespräch mit Christus: Danke, Jesus, für deine beispielhafte Großzügigkeit. Lass in mir das Vertrauen wachsen, dass du mir nichts nimmst, sondern mich beschenkst. Hilf mir, in diesem Vertrauen auch alle meine Kräfte und Talente für den Dienst Gottes und an den Menschen einzusetzen.

Möglicher Vorsatz: Heute möchte ich mich selbstlos für jemanden einsetzen und etwas von meiner Zeit und meinen Talenten verschenken.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 3. August 2015

facebook Google Plus Twitter You Tube

    

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok