Mittwoch, 15. Juli 2015

Unkraut

Tägliche Meditationen - 28. Juli 2015

Dienstag der siebzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Innozenz I., Papst
Hl. Benno von Osnabrück, Bischof

Ellen Petermann

Mt 13,36-43
In jener Zeit verließ Jesus die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen. Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten. Wer Ohren hat, der höre!

Einführendes Gebet: Allmächtiger Vater, auch wenn du jetzt nicht sichtbar vor mir stehst, weiß ich, dass du da bist, ganz tief in mir. Du kennst mich von Ewigkeit her, besser als ich mich je kennen werde. Ich möchte dir meine ungeteilte Aufmerksamkeit schenken und mich durch nichts und niemanden ablenken lassen.

Bitte: Herr, schenke mir offene Ohren und erfülle mich mit deinem Heiligen Geist, damit ich höre und verstehe, was du mir in Liebe sagen möchtest.

1. Das gute Saatgut. Dieses Gleichnis trägt apokalyptische Züge, denn es ist hier vom Ende der Welt, vom jüngsten Gericht die Rede. Jesus redet auch nicht mehr zur großen Menge, sondern er hat sich in ein Haus zurückgezogen, und er spricht zum exklusiven Kreis seiner Jünger. So erhalten seine Jünger eine Art Wissensvorsprung, um für das Ende gut gerüstet zu sein. Jesus redet in aller Offenheit. In diesem Gleichnis repräsentiert der Same Menschen, die auf Gottes Acker gesät werden. Jesus selbst sät die Kinder seines Reiches als guten Samen in die Welt. Auch dich und mich hat er als Kinder des Reichs in diese Welt gesät. Er hat uns erwählt für sein Reich und er verspricht sich viel davon. Dass wir fleißige und gute Arbeiter sein werden und einmal reiche Frucht bringen. Am Ende der Welt wird Gott uns in sein Reich einziehen lassen, und wir werden prachtvoll und herrlich leuchten wie die Sonne.

2. Erntearbeiter. Aber der Teufel, dem Gottes Reich ein Dorn im Auge ist, und der es immer bekämpfen und zerstören will, hat viel schlechten Samen, das Unkraut, dazwischen gesät. Als Kinder Gottes müssen wir also überall auf der Welt mit den Kindern des Bösen zusammenleben. Diese Koexistenz verursacht viele Probleme und großes Leid. Mancher mag sich fragen, was Gott sich dabei gedacht hat. Hätte er nicht von Anfang an das Unkraut ausrotten können? Er ist doch allmächtig! Gott hingegen lässt beides, Gut und Böse, miteinander wachsen bis zur Ernte. Dann wird aber auch der Unterschied ganz klar sein, denn jeder wird mit seinen freien Entscheidungen gezeigt haben, wes Geistes Kind er ist, und Gottes Gericht wird als gerecht offenbar. Seine Erntearbeiter, die Engel werden ihre Arbeit tun und allem Bösen wird in Ewigkeit ein Ende bereitet sein.

3. Wer Ohren hat, der höre. Welche Kenntnis vermittelt uns dieses Gleichnis über Gott? Wir erfahren hier etwas über Gottes weise Voraussicht. Er kennt unsere Lage in dieser Welt, unseren Kampf und die Gegner seines Reiches. Nichts ist seiner Kontrolle entzogen oder unvorhergesehen. Positiv gesehen, können, ja sollen wir als gute Saat, als Kinder Gottes im Hinblick auf unsere herrliche Zukunft leben, ungeachtet des Bösen, das uns täglich begegnet. Wir sollen wachsen und reife Frucht bringen, dann wird Gott uns am Tag der Ernte reichlich belohnen und wir werden große Herrlichkeit erlangen. Dieses Gleichnis ist für die aktuelle Phase, in der sich Kirche und Glaube befinden, hochaktuell.

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du mich dazu auserwählt hast, gute Saat für dein Reich zu sein. Manchmal fühle ich mich von einem Wald von Unkraut umgeben und habe Angst, davon erdrückt zu werden. Dann brauche ich deine Hilfe, um nicht mutlos zu werden und die Müdigkeit meines Geistes abschütteln zu können.

Möglicher Vorsatz: Heute werde ich als Antwort auf Gottes Ruf ganz bewusst das Glaubensbekenntnis beten und um Jesu willen allem Bösen widersagen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 28. Juli 2015

facebook Google Plus Twitter You Tube

    

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok