Donnerstag, 25. Juni 2015

Im Dienst des Himmelreiches

Tägliche Meditationen - 9. Juli 2015

Donnerstag der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Johannes von Köln OP, Märtyrer
Hl. Andreas Bauer OFM
Hl. Augustin Zhao Rong, Märtyrer

P. Bertalan Egervári LC

Mt 10,7-15
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln: Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe. Heilt Kranke, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben. Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel. Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg, kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab; denn wer arbeitet, hat ein Recht auf seinen Unterhalt. Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt, erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen; bei ihm bleibt, bis ihr den Ort wieder verlasst. Wenn ihr in ein Haus kommt, dann wünscht ihm Frieden. Wenn das Haus es wert ist, soll der Friede, den ihr ihm wünscht, bei ihm einkehren. Ist das Haus es aber nicht wert, dann soll der Friede zu euch zurückkehren. Wenn man euch aber in einem Haus oder in einer Stadt nicht aufnimmt und eure Worte nicht hören will, dann geht weg und schüttelt den Staub von euren Füßen. Amen, das sage ich euch: Dem Gebiet von Sodom und Gomorra wird es am Tag des Gerichts nicht so schlimm ergehen wie dieser Stadt.

Einführendes Gebet: Komm, Heiliger Geist, erfülle meine Gedanken mit deinem Licht und mein Herz mit deiner Liebe. Sei Gast in meiner Seele und gestalte mich um nach dem Beispiel Jesu Christi. Gib mir ein Herz, das dem Seinen ähnlich ist. Lass mich denken, wie Jesus denkt, fühlen, wie er fühlt, handeln, wie er handelt, und lieben, wie er liebt.

Bitte: Gib mir Freude über das Himmelreich!

1. Das Himmelreich ist nahe. Die Botschaft vom Himmelreich ist auch an uns gerichtet. Sie lässt uns unser Leben aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Sie trägt eine neue, unsichtbare Realität in unser Dasein hinein. Vor kurzem haben wir bereits einige Perspektiven aufgezeigt, aus denen man den Begriff Himmelreich betrachten kann, nämlich als innere, äußere, aktuelle und zukünftige Wirklichkeit. Wir haben auch gesehen, dass es in gewisser Hinsicht schon gegenwärtig ist. Auf diese Weise bringt die Botschaft vom Himmelreich Sinn und Freude in unser Leben. Gott möchte uns all das schenken. Unser Leben ist nicht zufällig entstanden, sondern von Gott gewollt. Er selbst hat uns durch Jesus Christus ein Beispiel gegeben und ist den Weg für uns vorausgegangen. Letztlich finden wir Sinn, Freude und Fülle nur im gemeinsamen Leben mit Jesus Christus, der allein die tiefsten Sehnsüchte unserer Seele stillen kann.

2. Nehmt nichts mit. Die Jünger erhalten nicht nur den Auftrag, das Himmelreich zu verkünden, sie sollen es dazu noch auf eine ganz bestimmte Weise tun. Sie sollen sich ohne Geld, Essensvorräte oder andere Sicherheiten auf den Weg machen. So sind sie einerseits völlig bedürftig und auf Hilfe angewiesen, andererseits geben sie dem Herrn Gelegenheit zu zeigen, dass er ihnen mit seiner Liebe und Vorsehung beisteht. Die Jünger verkünden das Himmelreich also nicht nur mit dem Inhalt ihrer Botschaft, sondern vor allem mit ihrem Leben und mit den Begleitumständen, die den anderen Menschen die Nähe und Hilfe Gottes aufzeigen. Die Jünger sind gar nicht die Protagonisten, sondern Werkzeuge, durch die Gott wirken möchte.

3. Wünscht Frieden. Gott ist ein Gott des Friedens. Innerer Friede ist eines der ersten und klarsten Anzeichen dafür, dass etwas von Gott kommt. Der Böse kann uns zwar auf alle möglichen Weisen versuchen und täuschen, er kann sogar in Engelsgestalt in überirdischem Licht erscheinen. Aber er kann unserer Seele keinen Frieden schenken. Wenn wir uns unsicher sind, ob ein Gedanke, eine Eingebung, von Gott kommt oder nicht, dann achten wir einmal auf den Zustand unserer Seele. Bringt der Gedanke Frieden oder Verwirrung mit sich? Gottes Gaben hinterlassen keine Verwirrung. Auch geht es nicht um fühlbaren Frieden. Dieser stellt sich in der Regel ein, wenn wir gerade keine Probleme oder Sorgen haben und alles nach unseren Plänen verläuft. Doch Gott schenkt einen Frieden, der auch inmitten von widrigen Umständen in der Seele herrschen kann.

Gespräch mit Christus: Jesus, ich danke dir dafür, dass du mich so sehr liebst und mir nahe sein möchtest. Ich danke dir, dass du mir ein Leben in Fülle und voll Freude schenken möchtest. Lass mich diese Freude und Fülle erfahren. Hilf mir aber auch, dass ich diese Freude und Fülle auch anderen Menschen mitteilen kann. Hilf mir, mehr für dich und meine Mitmenschen, als für mich zu leben und lass mich immer in deinem Frieden bleiben.

Möglicher Vorsatz: Ich will heute eine Gelegenheit wahrnehmen, bei der ich einen Mitmenschen mir selbst vorziehe.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 9. Juli 2015

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