Donnerstag, 25. Juni 2015

Unsere Sendung in der Welt von heute

Tägliche Meditationen - 8. Juli 2015

Mittwoch der vierzehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Kilian, Kolonat, Totnan, Märtyrer

P. Bertalan Egervári LC

Mt 10,1-7
In jener Zeit rief Jesus seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Leiden zu heilen. Die Namen der zwölf Apostel sind: an erster Stelle Simon, genannt Petrus, und sein Bruder Andreas, dann Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und sein Bruder Johannes, Philippus und Bartholomäus, Thomas und Matthäus, der Zöllner, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn später verraten hat. Diese Zwölf sandte Jesus aus und gebot ihnen: Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.

Einführendes Gebet: Herr Jesus, voll Demut möchte ich nun vor dich treten. Ich weiß, dass ich alles Gute von dir bekommen habe und in jedem Moment meines Lebens auf dich angewiesen bin. Ich bin nicht würdig, in deiner Gegenwart zu sein und mit dir zu sprechen. Danke für deine Nähe und dein Interesse an mir. Nimm mein Gebet an und hilf mir, auf deine Stimme zu hören.

Bitte: Herr, lass mich erkennen, welche Sendung ich in meinem Leben habe.

1. Diese Zwölf sandte Jesus aus. Jesus hat eine Handvoll überwiegend aus einfachen Verhältnissen stammende Männer ausgewählt, damit sie seine Boten werden und nach seinem Tod sein Werk weiterführen. Er hat nicht irgendjemand gewählt, sondern er wusste genau, wen er in seine Nachfolge berufen hat. Jesus ist ein Risiko eingegangen, als er die Zukunft seiner Kirche in die Hände dieser Männer gelegt hat. Das Leben der Kirche heute, 2000 Jahre später, zeigt uns, dass die Gnade und Kraft Gottes stärker sind als die Schwächen all derer, die in seinem Auftrag stehen. Auch wir sind Menschen, die Fehler und Schwächen haben. Egal, ob wir nun dazu gerufen sind, unser ganzes Leben in seinen Dienst zu stellen oder nicht, jeder von uns kann sich der Hilfe Gottes gewiss sein, wenn er sich daran macht, die Menschen in seinem Umfeld mit dem Evangelium in Berührung zu bringen.

2. Die Sendung der Kirche. In Nummer 25 der Enzyklika „Deus Caritas est“ schreibt Papst Benedikt XVI.: „Das Wesen der Kirche drückt sich in einem dreifachen Auftrag aus: Verkündigung von Gottes Wort (kerygma-martyria), Feier der Sakramente (leiturgia), Dienst der Liebe (diakonia). Es sind Aufgaben, die sich gegenseitig bedingen und sich nicht voneinander trennen lassen.“ Mit anderen Worten, Verkündigung, Teilnahme an den Sakramenten und tätige Liebe sind drei wesentliche Elemente unseres Glaubens. Als Glieder der Kirche haben alle Getauften Anteil an diesem dreifachen Auftrag. Sie alle sind gesandt, ihr Leben so zu gestalten, dass keines dieser Elemente zu kurz kommt. Wie sieht es in meinem Leben aus? Vernachlässige ich vielleicht eines dieser Elemente?

3. Die Sendung im Alltag. Wie sollen wir unsere Sendung im Zeitalter von iPhone und Internet wahrnehmen? Zunächst und zuallererst sollte es uns darum gehen, selbst als neue und erlöste Menschen zu leben und durch unser Beispiel lebendige Zeugen Jesu zu sein. Kluge Argumente und überzeugende Glaubenssätze bewegen die Menschen viel weniger als eine authentische, von Herzen kommende Nächstenliebe. Das ist die Sprache, die alle verstehen. Wir sind also gerufen, den Alltag mit Geduld, Fröhlichkeit, Sanftmut, Herzlichkeit, Selbstlosigkeit, Anteilnahme und vielen anderen Tugenden zu leben. Das ist jedem von uns möglich und erreicht auch den modernen Menschen von heute. Leben wir den Alltag mit dem Bewusstsein dieser Sendung und fangen wir mit dem Aufbau des Reiches Gottes bei uns selbst an!

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, du hast die Zwölf auserwählt und dazu gesandt, die frohe Botschaft auf der ganzen Welt zu verkünden. Ich danke dir, dass du auch mich erlöst und auserwählt hast, dass du mir den Glauben geschenkt und mich gesandt hast, dich in meinem Alltag zu bezeugen. Ich bitte dich, sende deinen Heiligen Geist. Er möge mir beistehen, mir die Angst nehmen und mir dabei helfen, dein Bote zu sein.

Möglicher Vorsatz: Ich möchte den heutigen Tag mit dem Bewusstsein leben, dass ich durch meine Herzlichkeit, Anteilnahme, Fröhlichkeit und Geduld Jesus meinen Mitmenschen näher bringen kann.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 8. Juli 2015

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