Dienstag, 16. Juni 2015

Der schmale Weg der Liebe

Tägliche Meditationen - 23. Juni 2015

Dienstag der zwölften Woche im Jahreskreis
Hl. Edeltraut

Mt 7,6.12-14
Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht den Schweinen vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. Geht durch das enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden ihn.

Einführendes Gebet: Ich danke dir, Herr, für die Zeit mit dir. Ich danke dir für jeden neuen Tag, für jeden Tag, um den Menschen in meiner Umgebung zu helfen. Lass mich voller Glauben den spirituellen Wert der Herausforderungen erkennen, die den Tag über auf mich zukommen werden.

Bitte: Herr, hilf mir, die Schönheit des christlichen Glaubens und den großen Schatz der Sakramente besser zu würdigen.

1. Das Heilige durch mein Leben ausstrahlen lassen. Jesus verbindet mit der Goldenen Regel zwei Mahnungen: Schützt, fördert, hütet das Heilige in eurem Leben. Und: Der Weg des geringsten Widerstands ist nicht der Weg zum Menschenheil. In diesem Zusammenhang lädt Jesus mich ein, die Gnade und die Frohe Botschaft so zu schätzen, dass ich jedem Menschen dieses „heilige Gut“ weiterzugeben bestrebt bin, ganz gleich, welche Mühe es mich kosten mag. Die Mahnung hingegen erinnert mich an die reale Gefahr der Manipulation durch andere, aber auch durch mich, d.h. wenn mein Leben nicht wirklich konsequent der Botschaft entspricht. Die Nächstenliebe drängt uns, anderen den Zugang zum Heiligen zu eröffnen. In einer Welt, in der das Heilige in den Bereich des Subjektiven gerückt und jede Objektivität in diesem Zusammenhang als fundamentalistisch beargwöhnt wird, ist es umso dringender, durch einen liebevollen Umgang mit Gott und den Mitmenschen, Gottes Heiligkeit in dieser Welt sichtbar zu machen und in sie auszustrahlen.

2. Aus einer Predigt von Benedikt XVI., 10. Sept. 2006. „Die Nächstenliebe, die zuallererst Sorge um die Gerechtigkeit ist, ist der Prüfstein des Glaubens und der Gottesliebe. Jakobus nennt sie das ‚königliche Gesetz‘. Er lässt darin das Lieblingswort Jesu durchblicken: das Königtum Gottes, die Herrschaft Gottes.“

3. Den königlichen Weg der Liebe gehen. Der Weg der Liebe ist eng und schmal. Darum legen egoistisch gesinnte Menschen die Barmherzigkeit und Selbstlosigkeit als unzumutbar aus. Man braucht ein großes und weites Herz, um diesen Königsweg zu gehen. Unserer menschlichen Natur, die nach Bewunderung und Anerkennung strebt, fällt diese Liebe schwer. Doch wie es heißt: „Was nichts kostet, ist nichts wert“. Die Liebe, die meine Eitelkeit und meinen Stolz bremst und das Wohl des Geliebten im Auge hat, ist eine Haltung, für die es sich lohnt, einen engen und schmalen Pfad zugehen.

Gespräch mit Christus: Hilf mir, Herr, zu erkennen, dass meine größte Aufgabe darin besteht, andere gut zu behandeln und ihnen so deine Heiligkeit näher zu bringen. Lass mich meine Mittelmäßigkeit im spirituellen Leben abschütteln und das Beste aus der Zeit machen, die du mir schenkst.

Möglicher Vorsatz: Heute nehme ich mir vor, Kollegen oder Bekannten meinen Glauben zu bezeugen, indem ich für einen von ihnen eine selbstlose Tat verrichte.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 23. Juni 2015

  • Datum: Ja
  • Druck / PDF: Ja
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