Mittwoch, 27. Mai 2015

Wahre Größe

Tägliche Meditationen - 10. Juni 2015

Mittwoch der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Bardo OSB, Abt, Erzbischof
Hl. Olivia, Märtyrerin
Hl. Diana OP

P. Georg Rota LC

Mt 5,17-19
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben. Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

Einführendes Gebet: Herr, du bist jetzt im Wort der Heiligen Schrift wirklich gegenwärtig. In deine Gegenwart will ich mich jetzt vertiefen, um meinen Willen ganz mit deinem göttlichen Willen in Übereinstimmung zu bringen. Ich glaube, dass du Worte ewigen Lebens hast!

Bitte: Herr, hilf mir deine Gebote zu halten!

1. Das Gesetz und die Propheten. Als die ersten Menschen aus dem Garten Eden verstoßen wurden, schien alles verloren. Aber Gott ist in seiner unendlichen Barmherzigkeit dem Menschen mit einem Erlösung- und Heilsplan zur Hilfe gekommen. Er hat dem Volk Israel das Gesetz des Mose geschenkt, um dem gefallenen Menschen wieder aufzuhelfen und ihn dazu zu befähigen, seiner natürlichen Würde entsprechend zu leben. Außerdem hat Gott den Juden Propheten geschickt, die im Volk die Erwartung des Messias wecken sollten. Durch das „Gesetz und die Propheten“ bezeugt Gott seine Treue zu seinem Versprechen, sein Volk zu lieben, mit ihm verbündet zu sein und es niemals allein zu lassen.

2. Das neue Gesetz. Das ganze Alte Testament ist von der Erwartung durchdrungen, dass Gott seine Verheißungen erfüllt. Die ganze Welt sehnt sich nach dem Messias, dem Erlöser. Alles, was das Gesetz und die Propheten nur bruchstückhaft andeuten, nimmt in der Person Jesu Gestalt an. Er ist der Gott mit uns, der uns durch seine Worte und durch seine Wundertaten zeigt, was wir bisher nur unvollkommen erahnen konnten: Gott ist die Liebe. Gott will unser Glück und unsere Erfüllung. Gott will unsere Krankheiten und Gebrechen heilen und uns zu seinen Kindern machen, die in alle Ewigkeit bei ihm glücklich werden.

3. Wahre Größe. Wahre Größe besteht also nicht darin, das Gesetz zu übergehen oder schlichtweg abzuschaffen. Noch besteht sie darin, das Gesetz um des Gesetzes willen erfüllen zu wollen, quasi aus eigener Kraft. Zu wahrer Größe steigt der auf, der das Gesetz als Wegweiser zu deuten vermag. Das Gesetz ist keine Zwangsjacke, aus der wir uns geschickt herauswinden wollen, sondern ein Weg, der uns zur Erfüllung, nämlich zur echten Begegnung mit Jesus führt. In ihm hat sich die Verheißung Gottes erfüllt. Alles, was über ihn vorausgesagt war, hat er als den liebvollen Willen des Vaters angenommen und durch seinen Gehorsam bis zum Tod uns das ewige Leben erworben. Somit hat er uns die wahre Größe offenbart: Christus liebt, und zwar so sehr, dass er seine Leben für uns hingegeben hat.

Gespräch mit Christus: Jesus, wenn ich mich vor dir klein mache, dann werde ich groß. Hilf mir, meinen Stolz und meine Selbstliebe zu überwinden, um so wirklich offen zu werden für deinen Heilsplan mit mir und der ganzen Welt.

Möglicher Vorsatz: Ich werde versuchen, heute einmal zu gehorchen ohne zu meckern oder mich selbst rechtfertigen zu wollen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 10. Juni 2015

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