Mittwoch, 27. Mai 2015

Stell dein Licht auf den Leuchter!

Tägliche Meditationen - 9. Juni 2015

Dienstag der zehnten Woche im Jahreskreis
Hl. Ephram der Syrer, Kirchenlehrer
Hl. Anna Maria Taigi, Mystikerin

P. Georg Rota LC

Mt 5,13-16
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Einführendes Gebet: Jesus, erleuchte du mich mit deinem Licht, damit ich erkenne, was du mir durch dein Evangelium sagen willst. Entzünde in mir das Feuer deiner Liebe, damit ich mit deiner Kraft dein Licht in die Welt hineinstrahlen kann.

Bitte: Herr, du bist mein Licht!

1. Der Jünger ohne Jesus. Salz ohne Geschmack ist wertlos, ist sinnlos, ist ein Widerspruch in sich selbst. Jesus zeigt seinen Jüngern und mir, dass es falsch wäre, wenn wir versuchen würden, seine Apostel zu sein und seine Botschaft zu verkünden, ohne mit ihm fest verbunden zu sein. Wenn wir unsere Würze als Christen nicht von ihm, Christus, empfangen, taugen wir zu nichts. Daher ist es unerlässlich, dass wir zu allererst seine Nähe im Gebet suchen, von seinem Beispiel lernen, und uns von ihm umgestalten lassen, damit wir ihm immer ähnlicher werden. Wir müssen immer wieder neu auf ihn schauen, vor allem im Gebet und in den Sakramenten.

2. Die Welt ohne Jesus. Aber der Apostel, der versucht, Jesus im Gebet immer besser kennen und lieben zu lernen, schaut auch mit neuen Augen auf die Welt, die ihn umgibt. Er steht der Dunkelheit, die in der Welt herrscht, nicht mehr gleichgültig gegenüber. Es drängt ihn dazu, den Menschen die Liebe Christi weiterzugeben. Salz ist immer salzig, und so soll auch der Christ in allem, was er tut christlich sein. Der Apostel versucht in seinem Alltag, seine Arbeit und seine Pflichten mit liebendem Herzen zu verrichten und verleiht so seinem Leben einen besonderen Geschmack, der bald auch seine Mitmenschen auf ihn aufmerksam werden lässt.

3. Lass dein Licht leuchten. Oft haben wir Angst, vor unseren Mitmenschen Zeugnis für unseren Glauben abzulegen. Wir fühlen uns vielleicht auch vom Auftrag überfordert, die Botschaft Christi in die Welt zu tragen. Wir stellen unser Licht unter den Scheffel, damit es unsere Mitmenschen ja nicht blendet. Auch wenn das manches Mal verständlich ist, müssen wir uns doch bewusst machen, dass wir nichts Großes und Außerordentliches aus eigener Kraft vollbringen müssen. Jesus ist das Licht der Welt! Wir müssen nur ihn aufstrahlen lassen, indem wir uns bemühen, ihm den ersten Platz in unserem Leben zu geben. Nicht durch schöne Reden sollen wir die Welt beeindrucken, sondern durch unsere guten Taten sie dazu bringen, Gott zu loben. Wir müssen die vielen Kleinigkeiten unseres Alltags eben mit großer Liebe tun. Dann strahlt sein Licht auf, und wir verkünden seine Botschaft trotz unserer Schwachheit und Ängstlichkeit.

Gespräch mit Christus: Herr, ich danke dir, dass du das Licht bist, dass mein Leben hell und strahlend macht. Hilf mir zu verstehen, dass ich nicht aus eigener Kraft Zeugnis geben muss, sondern dein Feuer immer mehr in meinem Herzen entfachen soll. So werde ich dann durch das einfache Zeugnis meines Lebens andere zu dir führen können.

Möglicher Vorsatz: Jedes Mal, wenn ich heute einen Lichtschalter betätige, möchte ich beten: Herr dein Licht strahle in mir auf!

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 9. Juni 2015

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