Dienstag, 28. April 2015

Gemeinsam unterwegs

Tägliche Meditationen - 8. Mai 2015

Freitag der fünften Woche in der Osterzeit
Hl. Friedrich OSB, Abt
Hl. Klara Fey, Generaloberin

P. Francisco Sunderland LC

Joh 15,12-17
Jesus sagte zu seinen Jüngern: Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander!

Einführendes Gebet: Mein Gott, ich will für dich leben. Ich will mit Christus gekreuzigt werden; so dass nicht mehr ich lebe, sondern Christus in mir lebt. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. Ich will die Gnade Gottes in keiner Weise missachten (vgl. Gal 2,20-21a).

Bitte: Herr Jesus Christus, ich will in deiner Liebe bleiben, hilf mir, deiner Gnade treu zu sein!

1. Das Wesen der Freundschaft. Das Wesen der Freundschaft ist eine gewisse Einheit zweier Personen: Gemeinsamkeit. Einerseits haben Freunde ähnliche Ziele, anderseits haben sie eine besondere gemeinsame Geschichte; das heißt, sie haben vieles zusammenerlebt. Die Erlebnisse, die wir mit anderen teilen, sind manchmal lustig, manchmal aber auch traurig. So können wir bisweilen erleben, wie wahr es ist, dass wir „in einem Tal der Tränen“ leben. Erstaunlich ist dabei besonders, wenn Freunde, und nicht Fremde, zur Ursache unserer Traurigkeit werden; dann sind wir von ihnen enttäuscht. Hier erweist sich die Freundschaft Christi als die einzige, die uns niemals enttäuschen wird. Sie verleiht allen anderen Freundschaften Sinn, denn es geht nicht darum, etwas vom anderen zu erwarten, sondern vielmehr darum zu geben, anderen gegenüber Verständnis, Beistand und Großzügigkeit zu üben.

2. Sie hatten alles gemeinsam (Apg 4,32). Im Psalm vom guten Hirten lesen wir, dass uns „nichts fehlen wird“ wenn Gott mit uns ist. Nichts fehlt uns, weil Gott uns alles gibt, was ihm gehört. Was hätte er uns sonst noch geben können, wenn er uns täglich in der heiligen Messe sogar seinen Sohn und seinen eigenen Geist anbietet? Ja, wir Christen haben von Gott alles empfangen und dieses Bewusstsein gibt uns die nötige Kraft, um unsere Mitmenschen zu lieben. Jesus preist die Armen selig, aber zugleich gibt es keinen Menschen, der reicher ist als ein Christ. Um jedoch den Reichtum, den wir von Gott empfangen haben wahrzunehmen, müssen wir die Augen des Glaubens offen halten. Dieser Reichtum hat nämlich nichts mit den Maßstäben dieser Welt zu tun.

3. In diesem Tal der Tränen. Eine Liebe, die von Gott stammt, die sich in Gott geborgen weiß, kann von Menschen nicht angetastet werden. Diese Liebe ist für die Menschen bestimmt, sie ist langmütig, gütig, ereifert sich nicht, sucht nicht ihren Vorteil, sie erträgt alles, hält allem stand (vgl. 1 Kor 13,4-7). Christliche Liebe bringt Verständnis für die Schwachheit der Menschen auf. Sie versteht, dass wir in einem Tal der Tränen wohnen, in dem Menschen leicht einander Feind werden können. Deshalb wollen wir versuchen, einander zu helfen, damit dieses vergängliche Leben Übergang zum ewigen Leben werde: So sind Mitleid und Barmherzigkeit das Wesen jener Liebe, die zwischen uns bleiben soll.

Gespräch mit Christus: Herr Jesus, hilf mir wahrzunehmen, dass viele Menschen Opfer einer Missetat und verwundet sind. Gib, dass ich Mitleid habe, dass ich sie aufsuche, Öl und Wein in ihre Wunden gieße und sie verbinde. Gib, dass ich sie aufhebe, dass ich sie zu einer Herberge bringe und für sie sorge (vgl. Lk, 10,30-37).

möglicher Vorsatz: Heute werde ich nicht nur für jemanden beten, den ich nicht gern habe, sondern auch dafür, dass ich selbst eine mir unangenehme Person besser verstehe.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 8. Mai 2015

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