Donnerstag, 16. April 2015

Sich von Gott führen lassen

Tägliche Meditationen - 23. April 2015

Donnerstag der dritten Woche in der Osterzeit
Hl. Adalbert von Prag, Märtyrer
Hl. Georg, Märtyer

P. Bertalan Egervári LC

Joh 6,44-51
Jesus sagte zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen. Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben. So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

Einführendes Gebet:  Stärke in mir die Liebe, o Herr. Sie ist die Quelle und das Ziel meines Lebens. Lass mich immer mit dir, der lebendigen Quelle der Liebe, verbunden sein und mich wie die Rebe vom Weinstock nähren. Hilf mir, in der Liebe immer mehr zu wachsen, dich im Gebet mehr zu lieben, den Menschen mit Liebe zu begegnen und die Dinge des Alltags aus Liebe zu dir zu erfüllen. Schenke mir ein neues, reines Herz voller Mitgefühl, Güte und Barmherzigkeit. Wandle es so, dass es deinem Herzen ähnlich werde.

Bitte: Herr, schenke mir ein liebendes Herz wie das deine!

1.  Alle werden Schüler Gottes sein. Niemand kann zu Jesus kommen, außer der Vater führt ihn. Wenn der Vater uns also nicht führt, können wir uns noch so sehr bemühen, noch so viel lesen, studieren und nachdenken, es führt kein Weg zu Jesus. Die Gnade der Bekehrung und Hinwendung zu Christus ist ein reines Geschenk Gottes. Das bedeutet für uns, dass wir nichts weiter tun können, als den Herrn um seine Gnade zu bitten. Fragen wir uns selbst: Bitten wir ihn immer wieder um eine stärkere Hinwendung zu ihm? Bitten wir demütig, inständig und voll Vertrauen? Oder ist es uns egal, da wir uns ja sowieso schon als gute Katholiken empfinden? Gott Vater will uns immer mehr zu Jesus führen. Durch unsere beständigen Bitten können wir ihm große Gnaden abringen und uns vor allem selbst für diese Gnaden öffnen.

2. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen. Die eine Seite ist es, um die Gnade Gottes zu bitten und sie von ihm zu empfangen. Ebenso wichtig ist es aber, entsprechend der empfangenen Gnaden zu leben. Die Lehre des Vaters annehmen heißt, sie im eigenen Leben in die Tat umzusetzen. Gnaden sind nicht dazu da, sie zu bekommen und sich dann gemütlich zurückzulehnen und ganz zufrieden mit sich selbst zu sein, weil man es ja geschafft hat. „Zündet man etwa ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber oder stellt es unter das Bett?“ Nein, es soll den ganzen Raum erhellen. Gott gibt seine Gnade und sein Licht, damit wir sie ausstrahlen und so sein Wirken in der Welt auch für andere sichtbar machen. Welch schöne Aufgabe ist es, die Liebe Gottes in der Welt auszustrahlen!

3. Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wenn wir uns in die Lage der damaligen Juden versetzen, muss uns dieses Bild ziemlich absurd erscheinen. Brot, das lebendig ist und vom Himmel herabkommt. Wie soll das funktionieren? Man muss sich fast unweigerlich einen Laib Brot vorstellen, der irgendwie vom Himmel herunter auf die Erde fliegt und dort in menschlicher Gestalt ein Eigenleben entwickelt. Kein Wunder, dass es da negative Reaktionen gab. Und doch ist es für Jesus das perfekte Bild, um den Jüngern eine schwer zu vermittelnde Wirklichkeit zu erklären. Jesus selbst ist die Nahrung und das Leben unserer Seele. Er kommt vom Himmel, von Gott, und möchte uns täglich mit dem wahren Leben nähren, nämlich mit sich selbst. Natürlich ist das schwer zu glauben. Die damaligen Zuhörer wussten noch nicht einmal, wie das gehen sollte. Einzig die Antwort von Petrus rechtfertigt, warum die Zwölf geblieben sind: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“

Gespräch mit Christus: Guter Vater, führe auch mich zu deinem Sohn. Hilf mir, immer mehr mit ihm und für ihn zu leben. Ich will auf dich hören und deine Lehre annehmen. Gib mir deine Gnade dazu und bleibe bei mir, damit ich dich in die Welt bringen kann. Erfülle mich mit deinem göttlichen Leben und stärke mich im Glauben. Schenke mir die Gnade, mich vom Brot des Himmels zu nähren und das ewige Leben zu erlangen.

Möglicher Vorsatz:  Ich will die Liebe Gottes ausstrahlen, indem ich heute einem Mitmenschen besonders herzlich und liebevoll begegne.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 23. April 2015

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