Donnerstag, 9. April 2015

Wertvolle Impulse gesetzt

Ordensleute und Jugendliche des Regnum Christi auf Pfarrmission in Eschenbach/Oberpfalz

Jugendliche und Ordensleute vor der Pfarrkirche Sankt Laurentius in Eschenbach Jugendliche und Ordensleute vor der Pfarrkirche Sankt Laurentius in Eschenbach „Übervolle Kirche, glücklicher und dankbarer Pfarrer, begeisterte Jugendliche“, lautet das Fazit eines sichtlich geschafften Pater Martin Baranowski. In der Karwoche waren drei Patres, fünf Brüder, zwei Gottgeweihte und 64 Jugendliche zumeist aus Bayern auf Pfarrmission in Eschenbach in der Oberpfalz. Eingeladen hatte sie die dortige Kirchengemeinde.

Damit wollte der Stadtpfarrer Thomas Jeschner und die kirchlichen Gremien einen wichtigen Akzent zur Glaubenserneuerung setzen: „Wir wollen mit der Pfarrmission Impulse setzen und Kraft für den Glauben und das Leben schöpfen“, erläutert der Stadtpfarrer das Ziel der Initiative. Vielen älteren Pfarrangehörigen sind aus ihrer Jugendzeit die sogenannten „Volksmissionen“ geläufig. Vor fünfzig Jahren riefen dabei Ordensleute die Pfarrangehörigen insbesondere in Katechesen und Predigten zur Glaubens- und Gewissenserforschung auf. Heute haben die Volksmissionen eine etwas  andere Zielrichtung, sie sollen insbesondere durch geistliche Angebote das Glaubenswissen vertiefen und die Glaubenspraxis beleben helfen, und nennen sich deshalb auch zumeist: Pfarrmission.

Für jede Generation etwas dabei

Bei den Gottesdiensten herrschte gute BeteiligungBei den Gottesdiensten herrschte gute BeteiligungDie Pfarrmission in Eschenbach startete am 1. April mit einer Eröffnungsmesse in der Stadtpfarrkirche Sankt Laurentius, an der bereits über 200 Gläubige teilnahmen. Am ersten Tag standen Kinder und Jugendlichen, sowie die Senioren im Mittelpunkt. Für junge Leute zwischen 11 und 16 Jahren fand am Nachmittag ein Gaudi-Turnier statt, für die älteren Mitglieder der Pfarrgemeinde ein Seniorennachmittag, zu dem der Pfarrsaal mit etwa 100 Teilnehmern voll besetzt war. Am Abend trafen sich die Erwachsenen im Pfarrheim zum Impulsvortrag: „Was soll ich noch glauben?". Für Jugendliche ab 16 Jahren lautete zur selben Zeit das Thema „Kirche und Sex". Dabei diskutierten Jugendliche unter anderem mit Veronica und Eric Briemle vom Regnum Christi im Altenclubraum über kirchliche Haltungen zum Thema Sexualität.

Glaube weckt Bedürfnisse

Stadtpfarrer Thomas Jeschner und Pater Martin Baranowski beim gemeinsamen GottesdienstStadtpfarrer Thomas Jeschner und Pater Martin Baranowski beim gemeinsamen GottesdienstIm großen Saal des Pfarrheimes warb der Ordensmann dabei für ein den Alltag prägendes und offenes Glaubensbekenntnis, das die Herzen der Menschen erreiche. Glaube könne nur dann erfahrbar werden, wenn er als Lust und nicht als Last empfunden werde. Und: "Glaube weckt die inneren Bedürfnisse des Menschen." Jeder Mensch brauche eine Perspektive für die Ewigkeit. Zu lieben und geliebt zu werden, gehöre oftmals zu den unausgesprochenen Sehnsüchten. Er empfahl deshalb die lebendige Begegnung mit Christus als Geschenk zu erfahren und im Zuge der Pfarrmission Raum zu schaffen für die "Quellen der Liebe". Dem Impulsvortrag folgten Einzelgespräche in persönlicher Runde.

Dichtes und abwechslungreiches Programm

Der Gründonnerstag begann mit dem Morgengebet. Rege wurde danach auch die Beichtgelegenheit genutzt. Ab 15 Uhr wurde ein Kinderbibeltag veranstaltet, zu dem über 30 Kinder kamen. Die Gründonnerstagsmesse um 19 Uhr wurde durch eine gestaltete Anbetung ergänzt. Die Vormittagsstunden des Karfreitags stand ganz im Zeichen des Kreuzwegs, der von Erwachsenen und Kindern getrennt gebetet wurde. Auf die Karfreitagsliturgie um 15 Uhr folgte am Abend ein Passionsspiel im Pfarrheim, das von 140 Gläubigen besucht wurde. Ein weiteres Morgenlob und die Möglichkeit zur Beichte wurde am Karsamstag ab 9 Uhr angeboten.

Jugendliche des Regnum Christi besuchten ältere Pfarrangehörige im SeniorenheimJugendliche des Regnum Christi besuchten ältere Pfarrangehörige im SeniorenheimAuch der Besuch im lokalen Seniorenheim, auf der Demenzstation gehörte zum Programm, sowie die Spendung der Krankensalbung. Mit der Auferstehungsfeier am Ostersonntag, zu der sich zur sehr frühen Morgenstunde um 5 Uhr bereits etwa 200 Gläubige einfanden und mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrkirche zur Ostermesse um 10.30 Uhr endete die Pfarrmission. In seiner Abschlußpredigt appellierte Pater Martin an die Gläubigen, den gelegten Samen zu nutzen, sich in die Gesellschaft einzubringen, Freundschaften zu suchen und sich in gegenseitiger Wertschätzung für Andere einzubringen. Dann sei jeder Christ eine Art Missionar.

Mitbeten und Mitwirken im „Jahr der Orden“

Warum engagierte sich die Ordensgemeinschaft für die Pfarrei so sehr? „Papst Franziskus wünscht sich besonders in diesem Jahr der Orden von den Ordensleuten ein Mitbeten und Mitwirken, dass Menschen neu zu Gott und zur Kirche finden. Das scheint mir ein passendes und anspruchsvolles Programm für die Pfarrmission. Sehr erfreulich waren für mich die zahlreichen Begegnungen mit den Menschen vor Ort, und ich hoffe wir konnten etwas von unserer Glaubensfreude weitergeben," resümiert Pater Martin.

Proben zum PassionsspielProben zum PassionsspielAuch die Jugendlichen, die sich in ihrer Freizeit für die Pfarrmission einsetzen, bekamen die Freude der Teilnehmer zurückgespiegelt. „Man gibt alles und bekommt trotzdem zehnmal mehr zurück. Danke, danke, danke“, sagt der 16-jährige Michael. „Es stimmt halt echt, wenn man was man mit Herzen verschenkt, bekommt man es doppelt zurück“, ergänzt ein anderer Jugendlicher (Simon).

Hoffen, dass Engagement Frucht trägt

„Ich denke mit so viel Dankbarkeit an das, was wir gemeinsam erlebt haben und wie sehr wir selbst beschenkt wurden. Beten wir füreinander, damit es unseren Herzen reiche Frucht bringt“, sagt Lorli Pregel, die in Düsseldorf das Zentrum der gottgeweihten Frauen leitet. „Es war für unsere Pfarrei wie ein kleiner Katholikentag“, zeigte sich insbesondere Stadtpfarrer Thomas Jeschner hoch erfreut über die Angebote der Ordensleute und vor allem der Jugendlichen des Regnum Christi.  „Für jede Altersgruppe war etwas dabei, es war ein so vielfältiges Angebot. Wir sind sehr dankbar für das Engagement der Ordensleute, Gottgeweihten und insbesondere auch der Jugendlichen. Wir hoffen und vertrauen darauf, dass dieses Engagement in Zukunft für unsere Pfarrei bleibende Frucht trägt.“

Additional Info

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    Ordensleute und Jugendliche des Regnum Christi auf Pfarrmission in Eschenbach/Oberpfalz

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