Dienstag, 7. April 2015

Von Gott geliebt zu werden verleiht Identität

Tägliche Meditationen - 16. April 2015

Donnerstag der zweiten Woche in der Osterzeit
Hl. Bernadette Soubirous, Seherin von Lourdes

Joh 3,31-36

Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an. Wer sein Zeugnis annimmt, beglaubigt, dass Gott wahrhaftig ist. Denn der, den Gott gesandt hat, verkündet die Worte Gottes; denn er gibt den Geist unbegrenzt. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

Einführendes Gebet:  O Herr, wer glaubt ist nicht allein. Die Worte, die du sprichst, schenken mir Mut und Zuversicht, dass Du in allen Situationen meines Lebens gegenwärtig bist. Ich glaube an dein Wort, dass du der Sohn Gottes bist und dass ich durch dich zum Vater kommen kann.

Bitte: Hilf mir, Jesus, dass die Liebe in mir so sehr wachsen kann, dass ich niemanden mehr betrüben muss. Schenk mir die Freude, dich zu finden und damit wahrhaft glücklich zu werden. Stärke meinen Willen, die schweren Augenblicke des Lebens zu bestehen und dich darin immer mehr zu lieben.

1.  Im Geliebt-werden entdeckt der Mensch sein wahres Sein Um Zeugnis geben zu können, muss man zuerst Zeuge eines Ereignisses sein. Ein Ereignis, das einen aus der Bahn wirft, wird sicher nicht gerne bezeugt. Deshalb wünschten sich alle Jünger nach der Auferstehung zunächst, dass die Dinge wieder in den „Normalzustand“ zurückkehrten. Petrus meinte nach der Auferstehung Jesu, er könne sich wieder mit einem Leben als Fischer begnügen. Das kannte er ja. Er suchte Sicherheit in alten Gewohnheiten. Maria aus Magdala wollte den auferstandenen Herrn festhalten. Sie wollte ihren alten Jesus wieder haben – den Jesus, an dessen Seite sie sich sicher fühlte, den sie umarmen konnte. Sie suchte ihre Sicherheit darin, Jesus physisch zu besitzen. Auch Thomas brauchte und suchte sichtbare Beweise, bevor er an die Auferstehung glauben konnte. Doch allen Jüngern begegnete Jesus mit der Aufforderung umzudenken: Willst du mein Zeuge sein? Glaube und fühle zuerst, dass du geliebt bist. Wer sich von Gott geliebt weiß, entdeckt sein wahres Sein.

2. Aus den privaten Schriften der hl. Bernadette „O Jesus und Maria, lass mein einziger Trost in dieser Welt sein: euch zu lieben und für die Sünder zu leiden. O Jesus, ich würde lieber tausendmal sterben, als dir untreu zu sein! Ich muss mir immer wieder sterben und Prüfungen akzeptieren ohne zu klagen. Ich arbeite, ich leide und ich liebe kein anderes Vorbild als [dein] Herz. Wer nicht bereit ist, alles für [dich] zu leiden und [deinen] Willen in allen Dingen zu tun, ist nicht des süßen Namens würdig. Denn hier unten, Liebe ohne Leiden gibt es nicht. Ich werde alles für den Himmel tun, meine wahre Heimat. Dort werde ich [dich] meine Mutter in all dem Glanz [deiner] Herrlichkeit finden. Ich werde mit dir in der Freude an Jesus in vollkommener Sicherheit erfüllt sein. Jesus, mein Gott, ich liebe dich über alles.“

3. Himmlisch denken Wir spüren immer wieder, wie sehr wir nur um unseren kleinen alltäglichen Horizont kreisen. Wie arm sind wir! Doch wenn wir im Glauben dem lebendigen Jesus begegnen, vermögen wir himmlisch zu denken. Das heißt, dass wir unseren Blick auf Werte und Gedanken lenken, die dann auch unseren Alltag prägen können. Ich bemühe mich, Gott zu lieben und tue dann auch seinen Willen. Dann spielt es keine so große Rolle mehr, ob ich von anderen Menschen gelobt oder vielleicht abgelehnt werde. Ich bin selbstbewusst, weil ich Gottes Kind bin und liebe daher alle Mitmenschen. Muss ich Prüfungen erleiden? – Der Glaube an den Sohn Gottes lässt mich in ihnen bestehen.

Gespräch mit Christus: O Herr, wie wenig verstehe ich es, in dir mein Glück zu suchen. Ich glaube, dass du auferstanden bist. So möchte ich nach deinem Willen an deiner Seite stehen. Gib mir Verständnis und Geduld, in allem deine liebende Hand zu entdecken.

Vorsatz:  Heute werde ich meinen Glauben üben, indem ich in einer mir unangenehmen Situation Geduld übe, aushalte und in einem Stoßgebet Gott danke.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 16. April 2015

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  • Druck / PDF: Ja
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