Dienstag, 31. März 2015

"Das Gebet will mich ins Licht ziehen"

Gute Beteiligung beim ersten Einkehrtag zum „Jahr der Orden“

Gut gefüllt war der Vortragsraum beim ersten Einkehrtag im NoviziatGut gefüllt war der Vortragsraum beim ersten Einkehrtag im NoviziatZum ersten Nachmittag einer neuen Einkehrtagsreihe im Noviziat der Legionäre Christi fanden sich am Samstag, den 28. März, 27 Gäste aus der näheren, aber auch weiteren Umgebung von Neuötting-Alzgern ein. Zum Teil legten die Zuhörer fast einhundert Kilometer zurück, auch aus Österreich waren Gäste angereist.  

Der Tag eröffnete die Serie von jeweils vier Einkehrtagen in Bayern und im Rheinland unter dem Titel: Was heißt  prophetisch leben? Sie ist speziell für und im Jahr der Orden konzipiert und greift eine Initiative von Papst Franziskus auf, das gottgeweihte Leben „als Ausdruck der einen Gabe Gottes“ zu begreifen, dass für alle Gläubigen eine Bereicherung sein kann. So zielt die Kernfrage der Einkehrtage darauf, was es auch für den in der Ehe lebenden oder alleinstehenden Christen bedeuten kann, die sogenannten „evangelischen Räte“ (Armut, Keuschheit, Gehorsam) im Geiste Jesu als eine innere Haltung zu leben.

Impulse von Pater Francisco

Auf dem Tagesprogramm, das um 14 Uhr begann, standen zunächst Begegnung und Austausch mit den Ordensleuten und Novizen, sowie zwei geistliche Impulse von Pater Francisco.  Es folgten das Rosenkranzgebet in der Kapelle, die Möglichkeit zur Einzelbeichte in den Besucherempfangszimmern und zum Abschluss die Feier der heiligen Messe.

Wegen des noch beschränkten Platzangebotes im neuen Noviziat in Neuötting-Alzgern wurde der Vortrag in den Speisesaal verlegt. Der erste Impuls von Pater Francisco ging von der alltäglichen Erfahrung aus, wie offen wir reagieren, wenn wir einem kleinen Kind begegnen. „Kinder geben uns Hoffnung, weil sie noch das ganze Leben vor sich haben“, sagte Pater Francisco. Wie Kinder dürfen und können auch wir vor Gott sein, er nimmt uns als seine geliebten Kinder an und Jesus Christus, der Gottessohn kommt uns als unser Heiland entgegen. 

Die Verbindung zu Gott im Gebet

Doch dann mache wohl jeder, der sich auf ein geistliches Leben, auf die Beziehung zu Gott einzulassen gewagt hat, irgendwann die Erfahrung, dass der innere Friede und die Freude zunächst eher gebrochen sind. Es bedarf einer Anstrengung, wieder zu ursprünglichen Freude und dem inneren Frieden zurückzukehren, wie man ihn etwa im der Geborgenheit als Kind erlebt hat. Pater Francisco zitiert dabei die Tageslesung aus dem Propheten Ezechiel: So spricht Gott, der Herr: Ich hole die Israeliten aus den Völkern heraus, zu denen sie gehen mussten; ich sammle sie von allen Seiten und bringe sie in ihr Land.

„Dieses Land ist das, was wir immer suchen, wonach es unserem Herzen am meisten verlangt.  Gott ist unser Land und er ist uns immer nahe. Die Verbindung mit Gott aber heißt Gebet“, schließt der Pater.

„Gebet ist die persönliche Begegnung mit Jesu, Gebet ist das, was mich ins Licht zurückziehen will“, betont er. Auch wenn wir in dieser Welt oft Leid, Not und Elend erleben würden, das Gebet helfe uns, an den lebendigen Heimat zu glauben und es helfe uns, in unsere ursprüngliche Heimat zurückkehren zu wollen, „im Streben nach einer besseren Heimat, nämlich nach der himmlischen,“  wie Francisco im Anschluss an den Hebräerbrief betont.  

Zwei Impulse führten in das Thema zum Jahr der Orden einZwei Impulse führten in das Thema zum Jahr der Orden einNach einer kurzen Pause ging Pater Francisco in einem zweiten Impuls auf das Thema Gehorsam gegenüber Gott ein. Er begann mit der Evangelienstelle von der ersten Berufung der Jünger und ihrem unmittelbaren Gehorsam Jesus gegenüber. Das zweite Beispiel war die Verkündigung des Engels an Maria. Das dritte und zugleich wichtigste Beispiel war Jesus Gehorsamsbeispiel im Garten Gethsemani. Ob wohl er wusste, was auf ihn zukam, hat er in der Nacht von Gethsemani gewacht und gebetet und den Leidenskelch im Gehorsam und Liebe angenommen.  Pater Francisco bringt im Folgenden biblische Beispiele, wo der Mensch gegenüber Gott den Gehorsam verweigert und fragt am Schluss: Ist es möglich Gott wieder im kindlichen Sinne zu vertrauen. Ist die Erbsünde überwindbar? Und er bringt einige Argumente dafür, die Tugend des Vertrauens auf Gottes helfende Gegenwart zu üben. „Vertrauen zu haben,“ so betont Pater Francisco zum Schluss, „zeigt uns, dass nicht Tod, Finsternis und Bosheit das letzte Wort in unserem Leben haben.“

Viele Führungen durchs Noviziatsgebäude

Nachdem die Besucher mit Pater Franciso und einigen Brüdern die Messe gefeiert hatten, nutzen viele noch die Gelegenheit, sich das Haus in Führungen durch die Ordensbrüder noch genauer erklären zu lassen. Der nächste Einkehrtag in Bayern wird am 9. Mai gehalten und steht unter dem Motto: Freude –Die Haltung der Armut als Tür zur Freiheit von dem, was mich fesselt. Er wird von unserem Neupriester Pater Bertalan Egervári gehalten. Der erste Termin im Rheinland ist in Düsseldorf am 24. April 2015 mit Pater Francisco und Eva Gloserová als Referenten.

Additional Info

  • Untertitel:

    Gute Beteiligung beim ersten Einkehrtag zum „Jahr der Orden“

  • Kategorie News : Aktuelles aus anderen Bereichen
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  • Region: Deutschland, Österreich
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