Montag, 30. März 2015

Unerwartetes Geschenk

Tägliche Meditationen - 10. April 2015

Freitag der Osteroktav
Hl. Engelbert, Abt
Hl. Magdalena Gabriela von Canossa FDC

P. Martin Baranowski LC

Joh 21,1-14
Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias und er offenbarte sich in folgender Weise. Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus (Zwilling), Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen. Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es. Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See. Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her. Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot. Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht. Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war. Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch. Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Einführendes Gebet:   „Auf, du kleiner Mensch, flieh ein wenig deine Geschäftigkeit, und versteck dich eine kleine Weile vor deinen lauten Gedanken! Wirf die Sorgen ab, die auf dir lasten, und lass deine Zerstreuungen! Gönne dir Zeit für Gott, komm bei ihm zur Ruhe!“ (Anselm von Canterbury, Proslogion, Cap. 1)

Bitte: Herr, erlaube mir, in dieser Meditation in das Boot des Petrus – die Kirche – zu steigen, um dort dir zu begegnen und Nahrung für meinen Tag und mein Leben zu finden.

1.  Mit Petrus zu Jesus Einige Jünger steigen mit Petrus ins Boot. Auch wenn sie zunächst keinen Erfolg beim Fischen haben, so kommen sie an seiner Seite doch zur Begegnung mit dem auferstandenen Jesus. So ist es auch heute mit der Kirche. Rein menschlich scheint sie oft klein, schwach und erfolglos. Aber in ihr können wir auch heute immer wieder Jesus begegnen. Für niemanden ist die Einstiegshürde zu hoch, und gerade Petrus, der den Herrn verleugnet hat, zeigt, dass es nicht auf persönliche Verdienste, sondern auf ein offenes Herz ankommt.

2. Der Sprung ins Wasser Schon einmal hatte sich Petrus aus dem Boot aufs Wasser getraut, nachdem er erkannt hatte, dass Jesus vor ihm steht. Auch hier zögert er nicht lange, die Sehnsucht nach Jesus lässt ihn nicht warten. Doch in beiden Fällen ist sein Weg kein Triumphzug. Beim Gang auf dem Wasser wurde beim Blick auf Wind und Wellen sein Glaube schwach, er begann zu versinken und musste von Jesus aus dem Wasser gezogen werden. Nun hat er den Herrn im Angesicht der Passion dreimal verleugnet und braucht seine Vergebung. Auch auf unserem Glaubensweg erleben wir das Einsinken und Hinfallen, wir brauchen die helfende Hand des Herrn.

3. Geheimnisvolle Nähe Jesu Die Netze der Jünger bleiben zunächst leer. Erst als sie auf das Wort Jesu hin erneut ausgeworfen werden, füllen sie sich und bringen einen reichen Fang an Land. Jesus lässt seine Jünger nicht hungrig und mit leeren Händen stehen. Er kann und möchte sie sättigen. Das erfordert allerdings auch ihre Mitarbeit. Dann erleben sie die eigentümliche Sicherheit, dass es der Herr ist, der sie begleitet, stärkt und hilft. Auf diese Weise ist uns Gott oft auch auf unserem Lebensweg nahe. Er lässt zuweilen auch Misserfolg zu. Doch gerade die leeren Netze helfen uns, neu auf ihn zu hören und auf ihn zu vertrauen. So erfahren auch wir seine liebevolle Nähe.

Gespräch mit Christus: Herr, stärke mich, damit ich immer wieder den Weg zu dir finde – auch durch Misserfolge, Scheitern, Reinfälle und Zweifel hindurch. Lass mich die Freude und Sicherheit erfahren, die deine Nähe schenkt.

Vorsatz:  Ein Anliegen, das mir besonders am Herzen liegt, möchte ich heute besonders dem Herrn anvertrauen und mir dazu eine gute Zeit zum Gebet suchen.

Additional Info

  • Untertitel:

    Tägliche Meditationen - 10. April 2015

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